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...oder lieber Romantasy?

Zwielichtlande: Schattenmann

von Erin Kellison

Erscheinungsdatum: August 2012
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: Taschenbuch kartoniert mit Klappe, 360 Seiten
Preis: EUR 9.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2111102

Halbwegs annehmbares Finale.

    

Seit Kathleens Tod versucht der Schattenmann alles,

um sie wieder zurückzuholen, selbst Zugang zur Hölle will er sich verschaffen. Denn im Himmel ist seine Geliebte nicht, sonst hätten die Engel sie dort finden können. Ein gewaltiges, geschmiedetes Tor soll Kathleen aus der Hölle helfen und unter Auferbietung all seiner Kräfte schwingt der Schattenmann den magischen Hammer und errichtet die Pforte. Doch Kathleen hat sich einen anderen Weg zurück zur Erde gesucht.

Gleichzeitig wird das Segue Anwesen, wo Talia und Adam weiter im Krieg gegen die Geister sind, von einer hartnäckigen Reporterin aufs Korn genommen: Layla Mathews hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ein Foto von der geheimnisvollen Talia O'Brian zu ergattern. So hat sie alles aufs Spiel gesetzt und sich an den Hochsicherheitstrakt herangeschlichen. Als sie geschnappt wird, erfährt sie schnell, dass ihr bisheriges Wissen auf Gerüchten basiert. Bei ihren Nachforschungen stößt sie in einer alten Lagerhalle auf einen seltsamen Mann und ein eisernes Tor...

Im letzten Teil der Trilogie

finden alle Handlungsstränge um Talia und Adam, Custo und den Schattenmann ihren Abschluss. Bereits im ersten Band fand ich die außergewöhnliche und eigentlich unmögliche Beziehung zwischen der todkranken, künstlerisch hochbegabten Kathleen und dem mysteriösen Schattenmann faszinierend. Nun soll die tragische Liebesgeschichte zwischen diesen beiden endlich aufgelöst werden.

Erin Kellison schreibt in teils schwermütig-poetischem, teils explizit gewaltdarstellendem Stil. In wechselnder Erzählperspektive bekommen wir die Handlung aus Laylas oder Khans (Schattenmanns) Sicht. Manchmal blitzen auch einige Szenen durch die Augen des Höllenteufels durch bzw. wird der Erzähler ganz neutral und eröffnet die Gedanken jeder Figur. Durch stakkatoartige Wiederholungen von Satzfetzen (z.B. dem nervtötenden kat-a-kat-a-katt des Höllentores) versucht die Autorin Intensität und ich glaube manchmal so etwas wie eine Achterbahnähnliche Atmosphäre zu schaffen. Die Charaktere sind gegenüber dem Schicksal einerseits machtlos, andererseits völlig verbissen, die Welt oder die Menschheit zu retten.
Der Schattenmann an sich ist toll, eine düstere, andersartige Kreatur, die von der Liebe zu einer Frau besessen ist. Die erotischen Szenen (es gibt nicht viele) sind geschickt erzählt und machen Lust auf mehr. Leider fand ich Layla eher blass und habe ihr ihre tragische Kindheit und Zerrissenheit nicht ganz abgenommen. Die ganze Story um die Geister, die die Menschen bedrohen und die Zwielichtlande, wo der Sensenmann die Toten begleitet, ist fantasievoll erdacht und vielerorts bemüht ausgeschmückt. Aber was ich im ersten Teil der Trilogie noch atemberaubend fand, wurde hier lieblos breitgetreten und bietet nichts wirklich neues. Talia und Adam haben ihre kurzen Auftritte und auch Custo darf einige Szenen prägen. An vielen Stellen habe ich mir gedacht: "Ein schöner Einfall, ein toller Moment - aber nichts daraus gemacht." Die Besonderheit des Schattenmannes kommt wenig zum Tragen und geht unter in Laylas Selbstzweifeln und dem Durcheinander, das durch Szenenwechsel und die unkontrollierte Geschichte entsteht.

Insgesamt hätte ich mehr erwartet und das Ende um Kathleen (Layla) und den Schattenmann hat mich nicht glücklich gemacht. Manchmal hat man ja auch so seine Vorstellung, wie eine Beziehung aussehen sollte, wenn man die beiden Charaktere das erste mal "liest". Und für den Schattenmann hatte ich etwas ganz anderes gewünscht.

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