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Signs of Zodiac: Das zweite Zeichen des Zodiac

von Vicki Pettersson

Erscheinungsdatum: Februar 2009
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: Taschenbuch, 572 Seiten
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Interessanter aber etwas zäher zweiter Teil einer Serie mit komplexen Charakteren. Erfordert Geduld.

    

Nachdem Joanna alias Olivia Archer

nun Mitglied der Lichtagenten des Zodiac geworden ist, scheint sich ein Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten eingependelt haben. Doch endgültig kann sich Joanna weder mit ihrer Rolle als Kairos noch mit ihrer emotionalen Situation abfinden. Immer wieder sorgen ihre Gefühls- und Racheausbrüche in der Zuflucht für Misstrauen und Angst bei ihren Kameraden, vor allem aber bei ihrem Anführer Warren. Stets hat Joanna die Vergeltung an dem Schattenagent Joaquin vor Augen, der sie damals brutal missbrauchte. Doch sie leidet auch an der Isolation von der normalen Menschenwelt und ihrer gescheiterten Liebe zu Ben Traina.

Annäherungsversuche des attraktiven Hunter kann Joanna nur abwehren. Eines Tages trifft sie auf die Schattenadeptin Regan DuPree, die bestens über Joannas geheime Identität Bescheid weiß. Sie verspricht Joanna die Möglichkeit, an Joaquin Rache zu nehmen. Als Gegenleistung verlangt sie Stillschweigen und die Chance darauf, dass Joanna irgendwann mit ihr zusammen auf der Schattenseite stehen und kämpfen wird. Ohne viel zu überlegen nimmt Joanna an, völlig besessen von der Rache an ihrem Vergewaltiger. Doch dabei übersieht sie völlig, dass sie sich zur Marionette des bösen Planes des Tulpa gemacht hat, der an einer Schlacht zwischen Schatten und Licht feilt - dem Eintreffen des Zweiten Zeichen des Zodiac. Die Schlacht auf dem verfluchten Schlachtfeld. Zu spät merkt Joanna, dass sie Regan nicht hätte vertrauen dürfen und dass sie der Schlüssel für die Vernichtung der gesamten Zuflucht des Lichts ist. Kann sie im Alleingang die Situation retten?

Das Zweite Zeichendes Zodiac schließt direkt an den Vorgänger an

und bietet Einsteigern ohne Vorwissen nur ganz wenige Andeutungen auf den Gesamtzusammenhang. Wie gewohnt ist der Schreibstil sehr komplex, etwas langatmig, detailverliebt und ausführlich. Man bekommt als Leser wirklich alles mit: wie sich Joanna fühlt, wie sie sich bewegt, wie sie aussieht, wie die Umgebung aussieht, wie andere Leute aussehen, was sie denkt etc etc. Das füllt Seiten ohne Ende, allein schon mit Monologen. Dabei kann man nicht sagen, dass nichts geschieht. Genauer gesagt passiert sogar ziemlich viel, mehr als im ersten Band. Daher hat mir das zweite Zeichen auch ein wenig besser gefallen als der erste Teil und ich konnte ab der Hälfte flüssig durchlesen.

Durch die Ich-Perspektive liegt der Schwerpunkt natürlich auf Joanna und ihren Taten, aber sie nimmt ihre Umwelt so genau wahr, dass man sich auch gut in andere Personen versetzen kann. Leider komme ich immer noch nicht so gut mit ihrem Charakter zurecht. Sie ist stets noch dermaßen bockig, aufbrausend, unfair und ausfallend, dass sie sich dauernd deshalb in unmögliche Situationen bringt bzw. andere gefährdet. Klar ist das Absicht der Autorin, aber es fällt mir schwer, so jemanden über 500 Seiten "um mich herum" zu haben, das ermüdet schnell oder ich muss entnervt Lesepausen einlegen. Zum Glück scheint Joanna mit der Zeit an ihren Aufgaben zu wachsen und gegen Ende des Buches wächst die Hoffnung, dass da noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Insgesamt ist die Geschichte recht spannend und teils wie ein Krimi dargestellt. Es gibt nicht mehr so unzählige Kammerspiel- Dialoge wie im ersten Teil und manchmal kommt richtig frischer Wind auf mit Verfolgungsjagden und Kampfszenen. Das hat dann etwas von Anita Blake oder Kate Daniels.

Den Klappentext kann man völlig vergessen. Die ganze Situation mit Ben Traina ist ein absoluter Randeffekt und füllt kaum 10 Seiten. Es ist auch überhaupt keine nennenswerte Liebesgeschichte vorhanden. Zwar empfindet Joanna immer noch Liebe für Ben, doch die kann wohl nie erfüllt werden und andere Dinge sind wichtiger, zum Beispiel die Welt vor dem Tulpa retten. Das Buch hat ein offenes Ende und bietet unglaublich viel Stoff für mehrere Fortsetzungen. Das ganze Thema Familie ist noch völlig undurchsichtig, sowohl über Joannas Tochter als auch über ihre verschollene Mutter findet man nur ganz wenig heraus. Und der Kampf zwischen Schatten und Licht kann ewig so weiter gehen. Diese ganz interessente Offenheit lege ich dem Roman gleichzeitig aber auch als Schwäche aus, denn so verzettelt sich die Autorin immer mehr und manchmal weiß man gar nicht, was eigentlich der rote Faden sein soll. Die Ereignisse verschwimmen ineinander und heben sich gegenseitig auf. So liest man 500 Seiten einer actionreichen Buchmasse und hat doch am Schluss das Gefühl, nur kurz den Finger in ein nebliges, tief-komplexes Fantasy-Etwas gehalten zu haben.

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Signs of Zodiac

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