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Signs of Zodiac: Das erste Zeichen des Zodiac

von Vicki Pettersson

Erscheinungsdatum: September 2008
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: Taschenbuch, 592 Seiten
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Breit angelegtes Science-Fiction Epos mit vielschichtiger Heldin und viel Hintergrundinformation.

    

Joanna Archer führt ein zurückgezogenes Leben

und widmet sich der Fotografie und Kampfkunst. Ganz anders als ihre hübsche und lebenslustige Schwester Olivia, die auch der Liebling ihres Vaters Xavier Archer ist, einem der reichsten und einflussreichsten Geschäftsmänner in Las Vegas. Erst als Joanna ihre Jugendliebe Ben Traina wiedertrifft, scheint das Eis in ihr etwas aufzubrechen. Seit ihrer Vergewaltigung mit sechzehn Jahren hatte Joanna jegliche Beziehung vermieden. Mit Ben ist alles wieder wie früher und Joanna genießt die Zeit mit ihm. Dann jedoch gerät ihr Leben komplett aus den Fugen, als sie eines Abends einen Penner anfährt. Dieser stellt sich als Anführer einer geheimen Truppe namens Zodiac vor, und Joanna soll dazu gehören. Zuerst hält sie das für kompletten Schwachsinn, doch die Ereignisse sollen sie eines Besseren belehren. In der gleichen Nacht noch stirbt ihre Schwester Olivia durch einen Angriff der Schattenagenten und Joanna selbst gerät in Lebensgefahr. Der als Penner getarnte Warren rettet sie und erklärt ihr, dass sie ab sofort nicht mehr in der Menschenwelt existieren darf.

Zu Joannas großem Schrecken operieren die Lichtagenten sie so um, dass sie wie ihre verstorbene Schwester Olivia aussieht und komplett deren Identität annehmen kann. Verzweifelt hadert Joanna mit ihrem Schicksal. Eigentlich möchte sie nur ein ganz normales, zurückgezogenes Leben führen. Doch als sie an ihrem 25. Geburtstag eine Verwandlung durchlebt und ihre neuen Kräfte sich ihr erschließen, weiß sie, dass es kein Zurück mehr gibt. Sie muss sich in die Zodiac Truppe integrieren um das Erbe ihrer Mutter anzutreten und die Schattenagenten zu bekämpfen. Olivias Tod muss gerächt werden, doch es ist ausgerechnet Xavier Archer, der hinter den Feindeslinien steht. Joanna erkennt, dass in ihr sowohl das Licht als auch der Schatten regiert und das macht sie zu einer besonderen Person, zum "Ersten Zeichen", das endgültig den Kampf entscheiden soll.

Mit "Das erste Zeichen des Zodiac"

bringt Vicki Pettersson einen detailiert aufgemachten und komplexen Science Fiction/Fantasy Roman, der den klassischen Kampf Gut gegen Böse thematisiert. Ganz ausführlich holt sie zu Beginn des Buches aus, um Joanna und ihre Situation zu erklären, weitere Personen vorzustellen und die Atmosphäre der Stadt Las Vegas zu kreieren. Mit teils gewagten Metaphern und Redewendungen, die man sonst nie liest, schmückt sie ihre Sätze aus und prägt einen ganz eigenen Schreibstil. Dadurch wird jedoch verursacht, dass man automatisch langsamer und konzentrierter lesen muss. Es ist nicht ganz so locker und einfach, den Ereignissen zu folgen wie z.B. bei Kim Harrison oder Patricia Briggs. Es gibt nicht so viele Dialoge, dafür umso mehr Monologe aus der Ich-Perspektive. Manchmal kam es mir denn etwas zäh vor und ich hätte die Handlung gern schneller vorangetrieben. Allein die Phase, in der Joanna mit ihrem Schicksal hadert und wie sie zur Zodiac Truppe stößt, nimmt 200 Seiten und mehr ein.

In der fiktiven Welt, die hier kreiert wird, spielen die Menschen nur eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen die Licht- und Schattenagenten, die das Gleichgewicht der Macht aufrecht erhalten sollen. In Comics (!) werden ihre Taten für die Ewigkeit festgeschrieben. Teilweise wirken die Erfindungen der Autorin etwas unglaubwürdig oder trashig. Dass die Zuflucht der Lichtagenten nur erreicht werden kann, indem man mit dem Auto vollgas gegen eine Mauer fährt erinnert mich ein wenig zu sehr an Zurück in die Zukunft. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches steigt man voll in die Science-Fiction Handlung ein und jeder Bezug zur Wirklichkeit wird abgebrochen. Auch Joannas reales Leben endet aprupt und die zarte Liebesgeschichte mit Ben ist Vergangenheit. Sehr schade. Also Liebesromanfans werden hier sicher enttäuscht. Es herrscht ein durchweg harter Umgangston und es gibt unzählige Konflikte.

Auch die Nebenfiguren sind detailliert entwickelt und haben alle so ihre Probleme mit Joanna, was langwierige Diskussionen nach sich zieht. Wo ich anfangs dachte, dass im Laufe des Buches immer mehr Action aufkommt, irrte ich mich. Es gibt vielmehr eine Multi-Verstrickung von Verrat, Intrigen, Sympathien und persönlicher Entwicklung. Sehr komplex, sehr langatmig. Die Spannung wird zwar latent aufrecht erhalten, doch so weit, wie die Autorin ausholt, kann man mit vielen vielen Bänden der Serie rechnen.

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Signs of Zodiac

Das erste Zeichen des Zodiac
Das zweite Zeichen des Zodiac




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