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Wolf Shadow: Finstere Begierde

von Eileen Wilks

Erscheinungsdatum: Mai 2010
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: Kartoniert mit Klappe, 416 Seiten
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Lesenswerte Fortsetzung, geht schon sehr in den Bereich klassische Fantasy.

    

Als Cynna erfährt, dass sie von Cullen schwanger ist,

ist sie gar nicht begeistert. Eigentlich wollte sie sich nicht auf eine Beziehung zu dem Werwolf und Magier einlassen, aber Cullen hält hartnäckig den Kontakt zu ihr. Als Cynna gerade beginnt sich mit der Situation auseinanderzusetzen, bringt ein Ereignis alles durcheinander. Durch ein Dimensionstor kommen drei Gestalten aus einer Parallelwelt auf die Erde, und sie suchen ausgerechnet nach Cynna. In ihrer Welt "Edge" droht das Chaos hereinzubrechen, denn ein mächtiges Artefakt, ein Amulett der Ordnung, ist gestohlen worden. Was sie allerdings komplett aus der Fassung bringt ist die Tatsache, dass ihr Vater sich in Edge befinden soll. Ihr ganzes Leben hatte sie ihn für tot gehalten und jetzt soll er auf einmal am Leben sein.

Die Delegation aus Edge verlangt, dass Cullen ein magisches Schild errichten soll um ihre Verhandlungen zu schützen. Als sich jedoch Cullen, Cynna und einige andere Ermittler einfinden um die Gespräche zu führen, geschieht bei der Errichtung der Schilde eine Katastrophe: ein Tor nach Edge tut sich auf und zieht Cynna, Cullen und weitere Personen hinein. Nur in letzter Sekunde kann sich Lily noch retten. Auf sich allein gestellt sind nun Cynna, Cullen und die anderen in Edge den dortigen Feindseligkeiten der Rassen untereinander und ihnen gegenüber schutzlos ausgesetzt. Als sie in die Stadt der Gnome gelangen, sieht Cynna ihren Vater wieder und erhält eine lebensgefährliche Aufgabe.

Die Wolf Shadow Reihe wird immer mehr

zu einem Fantasy- als zu einem Urban Fantasy Erlebnis. Das ist nicht unbedingt eine schlechte Entwicklung, aber eine gewöhnungsbedürftige. Was als moderner Werwolfkrimi um die Agentin Lily und den Werwolf Rule Turner begann, ist mittlerweile ein komplexes Fantasykonstrukt mit vielen Figuren, die sich einer Neben- zu einer Hauptrolle hochgearbeitet haben - siehe Cynna und Cullen.

In ihrem gewohnt analytischen, relativ anspruchsvollen Schreibstil macht sich Eileen Wilks auf, ihre Charaktere in eine Welt voller Magie und fantastischen Wesen eintauchen zu lassen. Insgesamt erinnert mich das immer mehr an Ilona Andrews Stadt der Finsternis, denn hier ist es auch nur ein schmaler Grat zwischen Urban Fantasy und klassischer Fantasy. Allerdings fehlt Eileen Wilks Figuren ein bisschen die Schlagfertigkeit und der trockene Humor. Dafür bringt sie eine sehr genaue, präzise beschreibende Beobachtung der Landschaft, der Menschen und ihrer Stimmungen. Durch die neutrale Erzählperspektive, die auch ständig zwischen den Protagonisten hin und herwechselt, kann sich der Leser ein gutes Bild von allen Charakteren machen. Cynna war mir trotz ihrer verschlossenen, etwas bockigen Art stets sympathisch und Cullen ist ein würdiger, starker Partner. Leider gibt es nur wenige Liebesszenen und sie bleiben auch immer verdeckt und zurückhaltend. Die unterschwellige Erotik in den vielen Dialogen zwischen Cullen und Cynna ist dafür aber umso besser.

So ganz hat mich die Handlung um die Suche nach dem magischen Artefakt, dass die Welt Edge retten soll, jedoch nicht überzeugt. Trotz blumiger Darstellungen und vielen toll ausgearbeiteten Kreaturen bleibt es eine schlichte, vorhersehbare Sache, dass Cynna dieses Amulett und ihre Liebe zu Cullen finden wird. Nebenbei gibt es nicht allzu viele Überraschungen und leider auch nicht viel Action. Dabei hat Eileen Wilks durchaus Talent dafür, auch temporeiche Situationen zu schreiben. Den gemächlichen, stark dialoglastigen Schreibstil gibt sie allerdings nicht auf. Permanent muss die Situation neu überdacht und von mehreren Beteiligten analysiert werden, daher kommt es zu vielen fachlichen Gesprächen, die zwar dem Leser ein genaues Bild der Welt vermitteln, ihn emotional aber distanzieren.

Und so ist Finstere Begierde zwar ein grundsolider, interessanter weiterer Teil der Serie, aber gleichzeitig auch eine Entwicklung in eine Richtung, die mir nicht so sehr gefällt.

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