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Velvet Haven: Pforten der Finsternis

von Sophie Renwick

Erscheinungsdatum: November 2011
Verlag: Heyne
Ausgabe: Taschenbuch, 420 Seiten
Preis: EUR 8.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Dürftige, klischeehafte Fantasy-Sex-Story.

    

Obwohl er der Sohn eines Bewohners von Annwyn,

dem Reich der Unsterblichen ist, verfügt Rhys über keinerlei Magie und lebt als Sterblicher in der Welt der Menschen. Einzig sein Schattengeist Keir, der ihm zugeteilt wurde, ist seine Verbindung zum Übersinnlichen. Des Nachts betreibt Rhys den Club "Velvet Haven", der ein Portal zu Annwyn verbirgt, welches er selbst aber niemals betreten darf.

Doch immer öfter träumt er von einer schönen blonden Frau, die ihm Vergnügen bereitet und er sehnt sich danach, seine wahre Bestimmung in Annwyn zu erfüllen. Auch Keir hat eine unerfüllte Sehnsucht: er verzehrt sich nach der Sterblichen Rowan, die trotz ihrer tödlichen Krankheit eine wichtige Rolle in der Prophezeihung spielt. Ein dunkler Magier bedroht sowohl die Menschenwelt als auch Annwyn, es geschehen grausame Opfermorde. Es heißt, dass dieser Magier drei heilige Gegenstände benötigt, um die Macht an sich zu reißen, und Cailleach, die Herrscherin von Annwyn, sucht neun Krieger, die gemeinsam gegen den Dunklen kämpfen sollen.

Nachdem ich vom ersten Band nicht sehr überzeugt war,

hat Teil 2 nun über ein Jahr auf meinem Regal Staub ansetzen dürfen. Letzten Endes habe ich es gerade mal geschafft, die Hälfte des Buches zu lesen, den Rest habe ich mehr oder weniger überflogen und mich dabei gefragt, was das überhaupt alles soll.

Pforten der Finsternis ist die Geschichte von Rhys und der Göttin Bronwnn, ebenso von Keir und Rowan. Gleichzeitig geht es um den Kampf des dunklen Magiers gegen Annwyn und die diversen Rollen der unterschiedlichsten Figuren in eben dieser Prophezeihung. Von gefallenen Engeln oder Gestaltwandler, Schamanen und Hexern wird hier alles geboten. Da dieses Buch aber völligst mit ausgedehnten Sexszenen überschwemmt ist, war es mir weder möglich, in die Geschichte einzusteigen, noch mich mit den Charakteren zu identifizieren.

Rhys ist ein unzufriedener, rastloser Mann, der augenscheinlich die Unsterblichen um ihre Kräfte beneidet und dem Ruf seines Geschlechtsteils folgt um endlich die dralle Blonde aus seinen Träumen begatten zu können. Vorher allerdings bekommen wir noch mit, wie er sich zusammen mit Keir bei einem Dreier mit einer heißen Braut aus dem Velvet Haven vergnügt. Natürlich steht er in Wirklichkeit aber nur auf die Frau aus seinen Träumen!
Es kommt, wie es kommen muss, und Rhys gelingt es, nach Annwyn zu kommen und auf Bronwnn zu treffen. Die sanftmütige, mit einem Schweigegelübde gebundene Göttin kann trotz ihrer Jungfräulichkeit die Augen nicht von Rhys' Gemächt lassen und kurz darauf haben beide hemmungslosen Sex.

Sophie Renwicks Erzählweise schwankt ungelenk zwischen altmodischen Phrasen und derben, sexistischen Ausdrücken. Die Dialoge sind allesamt vorhersehbar und einfältig und genauso klischeehaft wie die Charaktere. Die bemühte Geheimnistuerei um die Prophezeihung und deren Ausmaße ist zu keiner Zeit spannend, sondern hat mich eher genervt. Irgendwann verlor ich das Interesse an dieser wirren, fahrigen Story, die süßliches Pathos mit lieblosen Erotikszenen vermixt. Alles, was in diesem Roman geschieht, ist aufgesetzt, teils nicht nachvollziehbar und endet passagenweise immer in einer Sexszene. Dann wechselt die Erzählperspektive zum nächsten Charakter und so weiter. Jegliche Sinnhaftigkeit geht dadurch verloren, dass die Motivation der Figuren immer von unterhalb der Gürtellinie zu kommen scheint, und halbwegs fesselnde Handlungsdetails werden gnadenlos in platten Bettszenen erdrückt.

Ich glaube schon, dass Sophie Renwick irgendwie eine originelle Geschichte um zwei Welten, einen Kampf und verschiedene Liebes-Schicksale mitteilen wollte, doch bei mir kam davon leider nicht viel an. Wenn der Heyne Verlag nicht ohnehin die Serie eingestellt hätte, wäre das der letzte Teil gewesen, den ich je davon gelesen hätte.

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