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Stadt der Finsternis: Magisches Blut

von Ilona Andrews

Erscheinungsdatum: Januar 2011
Verlag: Egmont Lyx
Ausgabe: broschiert mit Klappe, Trade Paperback, 320 Seiten
Preis: EUR 12,95
ISBN: 978-3802583421


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
* * *** *** * ** ***

Fantastisch rasante und spannende Fortsetzung mit einer Kate Daniels, die neue Seiten von sich zeigt.



Kate ist enttäuscht:

sie hatte sich solche Mühe gegeben, ein romantisches Abendessen für Curran zuzubereiten und der Herr der Bestien taucht einfach nicht auf. Verbittert stürzt sie sich wieder in die Arbeit und gerät dieses Mal an einen sehr gefährlichen Gegner. Kate wird zu einem Lokal gerufen, in dem sowohl Menschen als auch Gestaltwandler verkehren. Hier hat ein Unbekannter, verhüllt durch einen dunklen Mantel, mit magischer Macht alle Gestaltwandler in die Flucht getrieben und anschließend ein Opfer brutal ermordet. Von der Leiche aus verteilen sich Seuchenviren in der Gegend und Kate kann gerade noch rechtzeitig die Mitarbeiter von Biohazard anfordern, die eine Verbreitung der Seuche verhindern können. Jetzt beginnt Kate zu rätseln, wer hinter diesem Angriff stecken könnte, und bald folgen weitere, heftige Übergriffe. Als die Gestaltwandler ihre Hilfe bei der Lösung des Falls anbieten, trifft Kate zwangsweise wieder auf Curran. Ihre eisige Fassade droht zu schmelzen angesichts der Gefühle, die sie ihm stets noch entgegenbringt. Doch kann es mit ihnen beiden überhaupt gutgehen? Leider bleibt Kate wenig Zeit, sich damit zu beschäftigen, denn bald dämmert es ihr, dass ihr wahrer Feind eine uralte Verwandte ist...

Von der ersten

bis zur letzten Seite ist Magisches Blut ein actionreiches, rasantes und sprachlich einwandfreies Lesevergnügen für alle Urban Fantasy Fans und solche, die es werden wollen. Der straffe, ausgereifte und präzise Schreibstil von Ilona Andrews glänzt an vielen Stellen mit trockenem, bissigen Humor und Situationskomik. Kate hat die geniale Angewohnheit, viele Situationen mit Ironie zu kommentieren und kann oftmals auch in ungünstigen Momenten ihr freche Klappe nicht halten. Das macht einfach nur Spaß, vor allem, wenn die Bemerkungen wirklich treffend sind. Angenehmerweise findet die Autorin einen guten Mittelweg zwischen saloppem Umgangston und anspruchsvollen Wendungen.

Auch wenn es wie gewohnt sehr blutig und gewaltlastig zugeht, zeigt Kate in diesem Teil auch ihre verwundbare, wenn nicht sogar romantische Seite. Sie mag sich diese zarten Regungen selbst nicht so gerne eingestehen, aber im Prinzip ist die Anziehungskraft zwischen ihr und Curran einfach zu stark. Also bieten sich diese beiden starken Charaktere ein klassisches Rededuell, probieren aus, wer der Dickköpfigere ist und können im Endeffekt doch nichts gegen wahre Emotionen tun. Zum ersten Mal lesen wir hier auch Liebesszenen, und die Autorin geht das wunderbar klischeefrei und doch gefühlvoll an.

Trotzdem ist Kate Daniels natürlich eine Kriegerin par excellence, die sofort ihre Waffe zieht und vor keinem noch so aussichtslosen Kampf zurückschreckt. Ihre Feinde sind keine hohlköpfigen Marionetten, die wie die Fliegen von ihr umgemäht werden, sondern wachsen zu einer ernstzunehmenden Bedrohung und der Endkampf ist wirklich sehr spannend. Überhaupt gibt sich die Autorin nicht mit einer starken Hauptfigur zufrieden, sondern gibt sich Mühe mit allen zahlreichen Nebencharakteren. Jeder bekommt ein Gesicht, individuelle Züge und eine Einstellung Kate gegenüber. Die vielfältigen Konflikte, die daraus entstehen, bereichern die Handlung zusätzlich, und es gibt wahrlich wenige Bücher, die so gut durchdacht und handlungsorientiert sind. Es gibt weder zähe Monologe noch Wiederholungen, vielmehr konzentriert sich Ilona Andrews auf das Wesentliche, kann Pointen platzieren und verschießt ihr Pulver nicht bereits auf den ersten Seiten.

Ihr Ideenreichtum ist nach wie vor beeindruckend, und die Vielfalt an paranormalen Kreaturen und Phänomenen ist wohl noch lange nicht ausgeschöpft. Ausflüge in die Geschichte und Mythologie zeugen von einer guten Recherche und machen die Story zusätzlich "greifbar". Sicher haftet Kate Daniels stets etwas "Bombastisches" und überdimensioniertes an, ihr Ego scheint manchmal nicht von dieser Welt zu sein. Superlative sind an der Tagesordnung und sie ist mit unerhört viel Macht ausgestattet. Das distanziert sie ein wenig von der Normalität und sie wird sehr "Comic-haft". Aber den Lesespaß mindert das nicht im Geringsten.

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Stadt der Finsternis Serie

Die Nacht der Magie
Die dunkle Flut
Duell der Schatten
Magisches Blut
Ruf der Toten


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