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Süßer als Blut

von Suzanne McLeod

Erscheinungsdatum: September 2009
Verlag: Goldmann
Ausgabe: Taschenbuch, 448 Seiten
Preis: EUR 9,95
ISBN: 9783442471034


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
** ** **

Ganz spannender Mittelklasse-Krimi mit vielen Paranormalen Elementen, doch ohne Lovestory.

Eigentlich ist es

nur ein ganz normaler Tag im Leben der Spellcrackers.com Angestellen Genny: sie und ihr Kollege, der verführerische Satyr Finn, sollen in einem Café einen hartnäckigen Elfenzauber entfernen. Genny ist besonders gut darin, da sie als Sidhe Fae Magie sehen und auch absorbieren kann. Da erhält Genny die Nachricht, dass ein gewisser Alan Hinkley sich mit ihr wegen eines Auftrags treffen will. Sie findet heraus, dass er der Vater des wegen angeblichen Mordes inhaftierten Vampirs Bobby ist. Bobby soll aus Blutgier das junge Mädchen Melissa ausgesaugt und somit getötet haben. Sein Vater ist allerdings von der Unschuld seines Sohnes überzeugt und glaubt, dass hinter Melissas Tod eine Verschwörung um Magie steht. Zuerst will Genny nichts damit zu tun haben, doch Mr. Hinkley hat ein zwingendes Argument... Bald verwickelt sich Genny in einen gefährlicheren Fall als sie vorher ahnen konnte. Bereits die Leiche Melissas zu besichtigen stellt sich als unmögliches Unterfangen heraus. Es scheint, als hätte der höchste Vampiradel Londons ein großes Interesse daran, diesen Fall zu vertuschen. Bei ihren Untersuchungen trifft Genny auf den mysteriösen und mächtigen Vampir Malik al Khan, der nicht nur wie seine Vampirbrüder in den Fall Melissa verwickelt zu sein scheint, sondern auch mehr an Genny interessiert ist, als ihr lieb wäre.

Süßer als Blut

ist ein recht unterhaltsamer paranormaler Krimi mit einer ganz solide aufgemachten Heldin. Suzanne McLeod hat einen angenehm flüssigen, modernen Schreibstil mit vielen umgangssprachlichen Ausdrücken und viel Sinn fürs Detail. Manchmal etwas anstrengend zu lesen, da viele Infos in wenige Sätze gepackt werden und wenig "Ruhe" im Erzählstil ist. Rund um Genny ist ständig etwas los, es gibt in dem ganzen Roman so gut wie keine ruhige Minute und auch die Heldin selbst ist eher der nervöse, aktionistische Typ. Das ist an sich nicht verkehrt, doch so rasen die Ereignisse am Leser vorbei und die ganzen schillernden Personen und Schauplätze können gar nicht richtig aufgenommen werden. Trotzdem war mir Genny sympathisch und die Autorin hat sich viel Mühe gegeben, ihre Persönlichkeit zu gestalten und ihr eine interessante Vergangenheit und das obligatorische "dunkle Geheimnis" zu geben. Rund herum gibt es viele paranormale Wesen, ein bunter Misch-Masch aus allem, was die Fantasy-Welt so hergibt. Hier hat mich das Buch stark an Karen Chance's Cassandra Palmer erinnert, wo auch "aus dem Vollen geschöpft" wird und so viele paranormale Elemente wie möglich in das Buch gepackt werden. Schwerpunkt liegt deutlich auf den Krimi-Inhalten und den verwickelten Beziehungen der Vampire, Hexen etc. Londons untereinander. Es herrschen strenge Regeln, Benimmkodex und komplizierte Abkommen, die an vielen Stellen kurz erläutert werden. Alles genau zu erklären würde den Rahmen des Buches sprengen. Leider kommt auch der etwas außergewöhnliche Schauplatz London zu kurz, bis auf wenige Andeutungen könnte die Handlung auch in jeder beliebigen anderen Stadt spielen. Insgesamt wurde ganz ordentlich Spannung aufgebaut und im Wirrwarr der vielen geheimnisvollen und mächtigen Personen kann Genny niemandem vertrauen, da wartet auch der Leser bis zum Schluss gespannt auf die Auflösung. Was insgesamt ein wenig gefehlt hat, war eine kleine sympathische Liebesgeschichte, ein wenig Emotion und Einfühlunsvermögen. Trotz vieler sexy Personen und den obligatorisch unwiderstehlichen Vampiren hat es bei mir nicht geknistert. Genny ist ziemlich unterkühlt obwohl sie als Sidhe Fae für Sex "gemacht" ist. Mit ihrem "Glamour" kann sie andere Wesen bezaubern und für sich einnehmen. Leider will Genny das überhaupt nicht... Also haben wir hier eine sehr sterile Atmosphäre und man bleibt seltsam distanziert von den Gefühlen der Protagonistin wie auch von denen der zahlreichen Nebenpersonen. Was übrig bleibt ist ein paranormaler Krimi wie ihn Fans des Genre schon diverse Male gelesen haben werden - ohne das besondere Etwas.

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Spellcrackers Serie

Süßer als Blut
Der kalte Kuss des Todes
Bittersüße Nacht




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Joey, , 28. September 2010, 19:44