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...oder lieber Urban Fantasy?

Skinchanger: Wildes Blut

von Pandora Winter

Erscheinungsdatum: September 2011
Verlag: plaisirdamourbooks
Ausgabe: ebook
Preis: EUR 6.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2211002

Ganz nett.

    

Eines Nachts wird Devin auf dem Heimweg

von einem riesigen Wolf angefallen und schwer verletzt. Jackson West, Kronprinz des Lycaon-Clans und Inhaber eines SM-Clubs, muss verärgert feststellen, dass sein unbeherrschter Bruder einmal mehr Mist gebaut hat: Er findet ihn blutverschmiert im Park, ganz in der Nähe einer verletzten Frau. Jackson muss reagieren - weder die Öffentlichkeit darf hiervon erfahren, noch der Clan selbst, denn durch die Bisse unkontrollierter Wölfe werden Menschen infiziert und zu reißendem Wildem Blut. Jacksons Clan hat die Aufgabe, das Wilde Blut aufzuspüren und zu vernichten. Jackson erfährt, dass sein Bruder das Wilde Blut seit Jahren aufspürt, um die Infizierten heimlich zu lehren, sich zu kontrollieren. Statt Devin gemäß der Clanregeln zu töten, bringt Jackson sie ins Versteck seines Bruders und nutzt seine Erfahrung als Dominus, um das Tier in ihr zu bändigen. Je ungehorsamer Devin sich gebärdet, desto mehr begehrt Jackson sie. Doch die Jäger des Lycaon-Clans heften sich an die Spuren des Wilden Blutes …

Schon eine halbe Ewigkeit dümpelte

dieses Buch auf meinem Wunschzettel, Priorität sehr niedrig. Aber auf der Suche nach ein wenig Gestaltwandler-Erotik habe ich mir spontan die Kindle-Version heruntergeladen (die Papierausgabe ist definitiv zu teuer!).

Skinchanger ist ein recht unterhaltsamer Romantasy-Titel mit einigen Erotikszenen und gaaaaanz ganz softem BDSM-Einschlag. Sowohl die Handlung als auch die Charaktere folgen einem starren, klischeehaften Muster und bieten wenige Überraschungen. Der Schreibstil ist erfreulicherweise weder überkompliziert und langatmig noch betont cool und postmodern. Einfach ordentlich erzählt (mit leider zahlreichen Rechtschreibfehlern). Leider konnte die Autorin das anfangs erfrischend straffe Tempo nicht lange durchhalten und verhedderte sich ab der Mitte des Romans in unwichtigen Dialogen und Personendarstellungen. Ich glaube schon, dass sie einen roten Faden hatte, denn immerhin ist es eine in sich abgeschlossene Geschichte mit einem gewissen Spannungsbogen. Um mich bis zum Schluss zu fesseln hätte es allerdings mehr gebraucht als das „Standard-Programm“ Frau-wird-verwandelt-und-verführt-von-dominantem-Held-der-danach-weichgespült-wird.

Devin ist eine mutige, willensstarke Heldin, die ihr loses Mundwerk gut zu gebrauchen weiß und sich irgendwie mit Kellnerjobs durchs Leben schlägt. Ihre familiären Verhältnisse, vor allem die zerrüttete Beziehung zu ihrem Bruder fand ich seltsam undurchsichtig dargestellt und daher obsolet. Eigentlich dreht es sich im Grunde darum, dass ihr Leben sich mit dem Werwolfbiss schlagartig ändert, denn dadurch trifft sie Jackson, der alsbald ihre gesamte Energie verbraucht. Devin hadert zwar noch kurz mit ihrem Schicksal, aber bald sind alle Wurzeln vergessen und sie ergibt sich in das alte Spiel um „sei meine Gefährtin“. Das ist auch unterhaltsam präsentiert, wie es immer so ist, wenn der Mann ultradominant und die Frau einigermaßen zickig ist. Es entstehen diverse Erotikszenen, die gar nicht so schlecht sind, aber viel BDSM würde ich nicht erwarten. Der Einsatz einer Peitsche oder das Fesseln des Partners sind zwar Praktiken aus diesem Bereich, es geht aber doch auch um die Emotionen, die hier vermittelt werden. Und bei Jackson und Devin weiß man von Anfang an, dass das nur Geplänkel ist und später in romantischer Liebe und Gefährtenbindung für immer enden wird. Das nimmt der Erotik so den prickelnden Biss und langweilte mich schnell.

Alle weiteren Nebenfiguren (außer Nathan), von denen später im Roman Dutzende auftauchen, sind uninteressant und Lückenfüllerei zwischen Erotikszenen der Hauptcharaktere. Die Story um die Eingliederung des „Wilden Blutes“ hätte wirklich interessant werden können, ebbt dann aber stark ab und verzettelt sich in zähen Diskussionen.

Insgesamt war der Skinchanger nicht ganz so schlecht wie ich befürchtet habe, macht aber keine Lust auf mehr von dieser Autorin. Das war mal wieder ein Ausflug in Romantasy-Gefilde aus deutscher Feder und nun widme ich mich leicht frustriert wieder den amerikanischen Kolleginnen.

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Wildes Blut




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