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Shadowblade: Dunkle Fesseln

von Diana Pharaoh Francis

Erscheinungsdatum: Februar 2011
Verlag: Knaur Verlag
Ausgabe: 432 Seiten, HC Klappenbroschur (nicht gebunden)
Preis: EUR 14,95
ISBN: 978-3-8025-8356-8


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
*** *** ** * ***

Harter, spannender Urban Fantasy / Fantasy Roman mit einer facettenreichen Heldin.

Max ist eine

Shadowblade, eine lebende Waffe. Einst war sie eine ganz normale junge Frau mit Familie und Freunden, bis sie auf die charismatische Giselle traf. Dass diese eine mächtige Hexe ist, erfährt Max zu spät: da hatte sie schon den seltsamen Fragen ob sie ewig leben wolle und unbesiegbar sein kann JA gesagt. Unter Schmerzen und Folter zwingt Giselle Max einen Bannzauber auf, der sie dazu bringt, die Hexe zu beschützen und sei es unter Einsatz ihres Lebens. Seither wehrt sich Max gegen diese Unterjochung, sie ist aufmüpfig und trotzig und plant ständig, wie sie Giselle töten und sich damit befreien kann.
Dann jedoch zieht ein welterschütternder Krieg am Horizont auf, in den alle Hexen verwickelt sind. Eine Prophezeihung wird ausgesprochen, dass Max in diesem Kampf eine entscheidende Rolle spielen wird. Max erhält den Auftrag, einen seltsamen magischen Angriff zu untersuchen und beobachtet, wie die Shadowblades einer verfeindeten Hexe versuchen, einer Wintergreisin den Zauberstab zu entreißen. Es kommt zum Kampf, in dem Max nur besteht, weil sie der Wintergreisin hilft. Hier passieren zwei entscheidende Dinge: Max erhält als Dank von der Wintergreisin ein magisches Hagelkorn, das einen Wunsch erfüllen kann. Und sie trifft Alexander, den Prime der Shadowblades der Hexe Solange. Sofort geschieht etwas zwischen Max und Alexander, eine tiefe Anziehungskraft. Doch er ist ihr Feind und sie hat den Auftrag, ihre Herrin zu beschützen.

Shadowblade hat mich

von der ersten Seite an gepackt und durch das hohe Erzähltempo und die spannende Story nicht mehr losgelassen. Kleine Längen im Mittelteil sind verschmerzbar und stören nicht sehr. Man merkt gleich am Anfang, dass hier eine härte Gangart eingelegt wird und lernt die Hauptfigur Max als eine zynische, todesmutige und kalte Frau kennen, die keine Kompromisse macht. In treffenden, gut gewählten Worten präsentiert uns die Autorin eine im wahrsten Sinne des Wortes gequälte Heldin, die ihre Gefühle tief in sich eingeschlossen hat. Hass und Rachsucht beherrschen ihr Denken und obwohl sie von Grund auf sehr loyal ist, will Max doch nichts anderes, als ihre Freiheit und eine Strafe für Giselle.
Nach kürzester Zeit gibt es schon die ersten Kämpfe, die allesamt blutig, brutal und fantastisch beschrieben sind. Eine Waffenliebhaberei ist hier - ganz ähnlich wie bei Dante Valentine - deutlich zu erkennen. Alle Waffen werden beim Namen genannt, erläutert und natürlich muss Max immer wie ein wahres Arsenal herumlaufen. Doch natürlich steckt in Max mehr als eine eiskalte Tötungsmaschine, ansonsten hätte die Story nicht mehr viel Inhalt. Aber vorerst ist die Autorin sehr zurückhaltend mit Gefühlsausdrücken und bleibt es auch mehr oder weniger bis zum Schluss. Nicht, dass es in Max drin eiskalt wäre, vielmehr brodelt es regelmäßig in ihrem Inneren und sie leidet unter unzähligen Gewissenskonflikten und Sehnsüchten, die sie sich nicht erlauben kann und will. Nach außen hin jedoch bleibt sie oft undurchdringlich und starr. So schwierig es ist, einen solch komplexen Hauptcharakter darzustellen, so bewundernswert gelingt es der Autorin. Trotz all ihrer Härte ist Max eine faszinierende, vielschichtige Person mit unglaublich viel Potiential. All ihre Interaktionen mit Haupt- und Nebenfiguren sind gut platziert und fern von Oberflächlichkeiten. Es wird nicht unbedingt viel gesprochen in diesem Roman, aber wenn, dann mit Nachdruck. Derbe Ausdrücke und Schimpfworte gibt es zu Hauf, aber auch einen feinen, bissigen Humor.

Viel Zeit verbringt man auch damit, Landschafts- und Zustandsbeschreibungen zu lesen. Auf Atmosphäre wird viel Wert gelegt und die Autorin erschafft neue Redewendungen, interessante Fantasy-Inhalte und Kreaturen und eine apokalyptische Hintergrundgeschichte, die von viel Arbeit und Kreativität zeugen. Das Thema "die magische Welt will die Menschen vernichten" ist jetzt zwar nicht neu, aber hervorragend umgesetzt. Dabei kommt in diesem ersten Teil noch nicht viel von jenem großen Krieg ans Tageslicht, es zeichnet sich jedoch ein ultimativer Showdown ab.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen Max und Alexander hin und her, bleibt aber immer neutral in der dritten Person. Ab und zu gibt es Überschneidungen der Ereignisse, einmal aus Max und einmal aus Alexanders Sicht, das ist ein faszinierendes Stilmittel. Überhaupt habe ich sprachlich rein gar nichts auszusetzen und ein Hauptgrund für meinen postiven Gesamteindruck macht in jedem Fall der flüssige Erzählstil und die tolle Ausarbeitung der Hauptfiguren aus. Max und Alexander geraten ständig aneinander, misstrauen sich, streiten sich, nähern sich, helfen sich und all das ohne Klischees. Es gibt in ihrer zwischenmenschlichen Geschichte einige Überraschungen, die unvorhersehbar platziert sind. Von Romantik ist allerdings nicht viel zu sehen in diesem Roman, es gibt nur ganz am Rande ein kleines Aufblitzen. Vorrangig konzentriert sich die Story auf Max Rolle als Giselles Shadowblade, auf ihre Position in der Gruppe, ihren Konflikt mit der Hexe und natürlich auf das Abenteuer, das alle erleben. Zartbesaitet sollte man hier allerdings nicht sein, es gibt explizite Folterszenen und viel Blut. Teilweise war es mir zu sehr darauf angelegt, brutal zu wirken, nur deswegen - und eventuell wegen dem kleinen Hänger in der Mitte des Buches - keine Top Wertung. Ansonsten kann ich Shadowblade uneingeschränkt für alle Fans von Urban Fantasy empfehlen, vor allem für Anhänger von Dante Valentine, Elizabeth Phoenix, Anita Blake und anderen "toughen" Kämpferinnen.
Noch ein Wort zur Aufmachung: 14,95 EUR für ein Taschenbuch, und sei es noch so stabil und großformatig, ist viel Geld. Schimmernde Applikationen auf dem Cover und ein schöner Druck machen zwar was her, sind aber für mich kein Muss. Ich frage mich auch, wie man auf die Idee kommt, eine schwarzhaarige Frau abzubilden, denn Max ist weißblond...

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Dunkle Fesseln
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