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Schattenwandler: Jacob

von Jacquelyn Frank

Erscheinungsdatum: August 2009
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: 400 Seiten, Taschenbuch
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2101011

Netter Paranormaler Liebesroman mit viel verschenktem Potential.

    

Der Dämon und Vollstrecker Jacob ist auf der Jagd

nach einem abtrünnig gewordenen Dämon, als ihm eine Frau quasi vor die Füße fällt. Isabella hatte sich bei der Unterhaltung mit dem seltsamen, attraktiven Fremden etwas zu sehr aus dem Fenster gelehnt und das Gleichgewicht verloren.

Ohne Nachzudenken fängt Jacob die hübsche Frau auf und fühlt sich sofort magisch zu ihr hingezogen. Doch Isabella fühlt auf einmal eine fremde Bedrohung und führt Jacob dann zu dem transformierten und blutrünstigen Dämon. Jacob stürzt sich sofort in den Kampf, doch es ist Isabella, die den Dämon zur Strecke bringt. Jetzt ist sich Jacob sicher, dass Isabella etwas Besonderes ist, und er nimmt sie mit ins geheime Domizil der dämonischen Schattenwandler. Dort trifft Isabella auf den König Noah, den Krieger Elijah und die Empathin Magdalegna. Isabella ist zunächst erschrocken, als sie die wahre Existenz Jacobs kennenlernt, doch auch ihr geht es so, dass sie die Augen nicht von ihm lassen kann. Per Gesetz darf es aber keine Verbindung zwischen Dämonen und Menschen geben, so dass Jacob sein Verlangen im Zaum halten muss. Gemeinsam versuchen sie in alten Schriften einen Hinweis darauf zu finden, was Isabella für eine Rolle im Schicksal der Dämonen spielen soll. Je länger sie bei Jacob ist, desto mehr wird klar, dass sie über besondere Kräfte verfügt. Kann es eine Zukunft für Jacob und Isabella geben?

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut

und mich gleich nach Erhalt draufgestürzt. Doch leider wurden meine hohen Erwartungen und Hoffnungen ziemlich enttäuscht. Zu Beginn entwickelt sich alles ganz klassisch: attraktiver Dämon trifft quirlige, schlagfertige Frau mit dem gewissen magischen Etwas.

Der Schreibstil der Autorin klingt zwar teils etwas zu locker, es gibt komische Redewendungen und nicht zündende Gags, aber man ist gespannt auf die neue Welt, die dort kreiert wird und blättert locker weiter. Leider wird das ganze Potential der Story bereits nach wenigen Seiten verschenkt und die Charaktere handeln auf eine Art und Weise, die für mich nicht nachvollziehbar ist. Über das stark ausgeprägte Rollenklischee will ich mich nicht beschweren, das kann ganz prickelnde Szenen hervorbringen. Und Jacob ist deutlich männlich, dominant, rasend eifersüchtig, besitzergreifen, wild etc. Sehr ansprechend. Isabella ist attraktiv, verführerisch, sanft, gütig, intelligent und ein wenig schlappmäulig zuweilen. Schimpfworte wie Wichser und Arschloch kommen dann und wann über ihre Lippen, das hat mir weniger gut gefallen. Das hört sich alles so an wie eine dämonische Version eines Karpathianer Romans von Christine Feehan. Tatsächlich habe ich viele Parallelen gefunden, sowohl bei den positiven als auch bei den negativen Seiten (leider!!).

Nett sind die ganzen Personen rundherum wie Noah, Gideon und Elijah und die kleinen Episoden die sich zwischen ihnen abspielen. Die Liebesszenen sind anfangs auch gut, recht zurückhaltend und fantasielos, aber ok. Das war es dann aber leider auch schon. Insgesamt waren mir die als gefährlich und geheimnisvoll gerühmten Schattenwandler viel zu "weichgespült". Eigentlich sehen alle aus wie normale Menschen und benehmen sich auch so, bzw. eher noch besser, denn die Menschen kommen bei Jacquelyn Frank nicht gut weg. Untereinander wird ständig über Kleinigkeiten lamentiert und alles ist wie in Watte gepackt. Dann wird Isabella in diese Welt reinkatapultiert und findet sich sofort damit ab, dass sie eine wichtige Rolle im Schicksal der Schattenwandler spielen soll. Ohne mit der Wimper zu zucken lässt sie ihr altes Leben hinter sich und konzentriert sich voll auf Jacob. Nach der Kennenlernphase, die mit Sex nach dem ersten Drittel des Buches abgeschlossen ist, wird die Story derart langweilig, dass ich das Buch öfter beiseite gelegt habe. Es passiert rein gar nichts nennenswertes mehr und die Autorin ergeht sich in endlosen Diskussionen, Wiederholungen und langatmigen Dialogen der Charaktere untereinander. Mit seltsamem, billigen Humor werden an sich schöne Szenen ruiniert und das Finale ist ein Witz.

Das alles lässt zu hoffen übrig, dass Jacquelyn Frank sich in den Folgebänden sprachlich und vor allem dramaturgisch weiterentwickelt hat. Immerhin ist die Aufmachung des Egmont Lyx Verlags tadellos und das Coverbild sehr schön ausgewählt. Doch 9,95 EUR zahlt man ja vorrangig für den Inhalt...

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Jacob
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