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Savannah Vampire: Unsterbliche Versuchung

von Raven Hart

Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: 460 Seiten,Taschenbuchformat
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Sprachlich einwandfreier, spannender Vampirkrimi mit unterkühltem Flair.

    

Nachdem in Europa seine Familie durch seinen Erzeuger

ermordet wurde, floh William in die USA, nach Savannah um sich dort eine unabhängige Existenz aufzubauen. Zusammen mit seinem Nachkommen Jack hat er sich ein geheimes, aber erfolgreiches Leben aufgebaut. Unter dem Deckmantel eines Überseelogistikunternehmens transportiert William in Gefahr geratene Vampire von Europa in die USA.

Eines Abends jedoch kommt es zu einer Katastrophe: auf einem Schiff, das einen Vampir nach Savannah bringen sollte, wird dieser blutig ermordet und eine bösartige Gefahr hält in Williams Heimat Einzug. Er weiß es sofort: sein Erzeuger Reedrek hat den Weg über den Ozean genommen um ihn endlich zu zerstören. Zuerst versucht William, Jack aus allem rauszuhalten. Doch zu lange hat er seinen Zögling über alles mögliche im Dasein der Vampire im Unklaren gelassen, und er merkt, wie ihm langsam die Kontrolle über ihn entgleitet. Dann steht eines Tages die betörende Vampirin Olivia vor Williams Haustür. Sie sei aus Europa vor der Grausamkeit Reedriks geflohen. Wem kann William nun noch vertrauen, jetzt wo sein übermächtiger Widersacher in der Stadt ist, ein 1000 Jahre alter Vampir, der den Geist eines jeden beherrschen kann?

Vorab: noch nie haben mich ein Coverbild und ein Klappentext

so dermaßen in die Irre geführt. Ich hatte mich mehr oder weniger auf einen etwas leichteren, erotisch-romantischen Vampirroman eingestellt, nicht so modern wie Black Dagger, nicht so flach wie Christina Dodd.

Was "Unsterbliche Versuchung" allerdings NICHT ist, ist romantisch. Es gibt erotische Szenen ja - aber denen fehlt wirklich jegliche Romantik. Doch der Reihe nach: der Schreibstil der Autorin(nen) ist bestechend eloquent, anspruchsvoll und jederzeit wunderbar ausformuliert. Die Wortwahl ist stets abwechslungsreich und treffend, die Dialoge stimmig und prägnant. Die gesamte Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt und zwar wechselnd aus Williams und Jacks Sicht. Das ist sehr ungewöhnlich und am Anfang muss man sich erst einmal daran gewöhnen. Die beiden Hauptcharaktere sind beide sehr ausführlich dargestellt, haben ihre Geheimnisse, Eigenarten und auch Schwächen. Es entsteht eine ziemlich spannende Krimigeschichte um die Jagd nach Reedrik und vor allem um die Beziehungen von William und Jack untereinander sowohl als auch zu den Nebenpersonen.

Der Leser wird lange im Unklaren über die wahren Motive des Handelns gelassen und es gibt kein sogenanntes Heldentum wie oft in anderen paranormalen Romanen. Es ist alles ziemlich nüchtern, sehr kühl, sehr düster. Teilweise sogar regelrecht trostlos. Das war es wohl auch, was für mich im Endeffekt gefehlt hat: Herz. Weder für William noch für Jack konnte ich richtige Sympathie entwickeln und sämtliche weiblichen Charaktere waren aufgedonnerte, übersexuelle Sirenen. Stellenweise fand ich die Erotikszenen auch eher abstoßend als erregend, denn es wird viel mit Unterwerfung und Gewalt dabei gespielt und das Wort Liebe hat überhaupt keinen Stellenwert. Insgesamt hat mich der Roman ein wenig an Susan Krinards Die Dunkle Macht des Mondes erinnert, allerdings fand man in diesem wenigstens ein bisschen mehr Emotion und Wärme. Raven Harts Vampire sind kalt, berechnend und verschlossen. Nicht dass William und Jack reine Monster wären, nein, aber für Protagonisten sind sie sehr "unmenschliche" Vampire. Zuletzt nagt noch das offene Ende an den Nerven.

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Savannah Vampire

Unsterbliche Versuchung
Unsterbliche Begierde
Unsterbliche Leidenschaft




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