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Savannah Vampire: Unsterbliche Begierde

von Raven Hart

Erscheinungsdatum: März 2010
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: 500 Seiten,Taschenbuchformat
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Wohl durchdachte und spannende Fortsetzung.

    

William und seine Anhänger müssen sich versammeln

um einen Angriff der Vampirclans aus der alten Welt abzuwehren. Sein durch und durch bösartiger Zeuger Reedrek hatte alles in die Wege geleitet um William und die Seinen zu vernichten, doch es war gelungen, ihn gefangen zu nehmen und unter die Erde zu verbannen. Trotz des Schmerzes über den Verlust seiner geliebten Frau Diana, der wieder neu aufwallt, als William in einem Buch liest, dass sie ein Vampir sein soll, entschließt er sich, seine Gespielin Eleanor zur Vampirin umzuwandeln. Bei ihr hat er zum ersten Mal wieder das Gefühl von Frieden und Geborgenheit.

Währenddessen hat sein Zögling Jack auch Probleme mit in Liebesdingen: die Polizistin Connie, von der er fasziniert ist, scheint wie er kein Mensch zu sein, aber auch kein Vampir. Die Voodoo-Prinzessin Melaphia meint, Connie könnte eine Art Göttin sein. Da Connie nicht von Jacks wahrer Natur erfahren soll, wendet er sich schwerzen Herzens von ihr ab. Zusammen mit seinem Zeuger und dem flügge gewordenen Vampir Werm versuchen alle, das Geheimnis des Voodoo Blutes in ihren Adern näher zu ergründen. Dadurch sind ihnen allen besonders starke Kräfte zuteil geworden, die im Kampf gegen die Vampire der alten Welt wichtig sein könnten. Dann erhält Jack plötzlich einen Anruf von Olivia, die in England versucht, die Pläne der gegnerischen Clans auszuspionieren. Sie eröffnet Jack völlig aufgelöst, dass sie gelogen habe: Diana sei wirklich noch am Leben, als Vampirin und Gattin des grausamen Vampirmeisters Hugo. Sie habe sich nur nicht getraut, William die Wahrheit zu sagen. Nun lastet diese schwere Bürde auf Jacks Schultern und er entschließt sich nur unwillig, seinem Zeuger alles zu erklären. Doch er kommt zu spät: ein Schiff bringt Hugo und seine Familie in den Hafen von Savannah und die Katastrophe beginnt.

Wie auch bereits der Vorgänger rangiert Unsterbliche Begierde leider

etwas am Rand der allgemeinen Aufmerksamkeit. Dabei ist das Buch ein spannender, glasklar aufgebauter Thriller mit interessanten, vielschichtigen Charakteren und einigen gut platzierten Überraschungen. Vielleicht führte die völlig verkehrte Coverbild und Titelwahl des Verlags zu Missverständnissen und die Käufer, die sich für einen Thriller interessierten, greifen nicht nach diesem Buch und die Liebesromanleser sind nach wenigen Seiten bitter enttäuscht.

Im zweiten Teil der Savannah Vampires Serie des Autoren Duos Raven Hart wird die Geschichte um William, Jack und ihre Freunde weiter erzählt, ohne auf den einen oder anderen Rückblick zu verzichten. Auch Leser ohne Vorwissen finden einen guten und schnellen Einstieg. Wie gewohnt wechselt die Erzählperspektive recht oft zwischen William und Jack hin und her, gibt dem Leser so die Möglichkeit, die Story aus verschiedenen Blickpunkten zu erleben. Die Szenenwechsel sind geschickt platziert um noch mehr Spannung zu erzeugen und die unterschiedlichen Eigenarten von William und Jack kommen sehr gut zur Geltung. Der Schreibstil ist nach wie vor recht detailliert, kultiviert und kühl, vor allem letzteres hat mir streckenweise nicht sehr gut gefallen. Auch wenn die Figuren teilweise recht emotional handeln, bleiben sie immer auf Distanz zum Leser und der Funke mag nicht so überspringen.

Es gibt zwar einige erotische Szenen aber gefühlsmäßig kommt nicht allzu viel rüber. Abgesehen von diesem Manko ist Unsterbliche Begierde eine gute, spannende Fortsetzung, die auch etwas für das männliche Publikum wäre. Die Erzählweise ist nämlich meiner Meinung nach recht einseitig aus Männersicht und die weiblichen Figuren haben keine schmeichelhaften Rollen. Raven Hart kommt ohne Klischees aus und man hat das Gefühl, dass sie auch ausdrücklich solche umschifft um erst gar nicht den Eindruck zu erwecken, in das Romantasy Genre zu geraten. Vielmehr empfinden ihre Charaktere Emotionen oftmals eher als lästig, beinträchtigend oder sogar schwächend. Ob damit nun die kalte Natur des Vampirs an sich deutlich gemacht werden soll, entzieht sich meiner Kenntnis, es gehört aber definitiv zum Stil der Autorin. Lange Dialogpassagen mit den unzähligen Nebencharakteren füllen schnell die 500 Seiten und tragen dazu bei, dass man ein ganz genaues Bild der prekären Lage in Savannah bekommt. Es gibt viel Lokalkolorit und Landschaftsbeschreibungen um Atmosphäre aufzubauen und es gelingt auch größtenteils ohne zähe Längen zu produzieren.

Fans von straffer, fast stroboskopartiger Erzählweise wie z. B. in Black Dagger werden sich aber trotzdem bei Savannahs Vampiren nicht wohlfühlen, es wirkt alles ein wenig angestaubt und betulich. Als spannender Krimi für zwischendurch aber durchaus zu empfehlen.

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Savannah Vampire

Unsterbliche Versuchung
Unsterbliche Begierde
Unsterbliche Leidenschaft




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