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Satyr: Die Nacht des Satyrs

von Elizabeth Amber

Erscheinungsdatum: Mai 2010
Verlag: Knaur
Ausgabe: Taschenbuch, 400 Seiten
Preis: EUR 7.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
0000000

Einfach nur schlecht.

    

Nachdem der erste der drei Satyr Brüder seine Gefährtin

gefunden hat, ist Raine nun als zweiter an der Reihe. Er versucht im Venedig des Jahres 1823 sein Glück, obwohl sich er eigentlich gar nicht mehr auf eine Frau einlassen will. Seine Ehe scheiterte, als seine damalige Frau in der Vollmondnacht erkannte, was Raine wirklich war. Doch als er zufällig in eine "wissenschaftliche" Vorführung gelangt, deren Hauptperson die junge Jordan ist, wird Raines Interesse nachhaltig geweckt. Seit sie denken kann, ist Jordan aufgrund ihrer Andersartigkeit zu einem Leben mit Lügen und Geheimnissen gezwungen. Der Grund: sie hat sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale. Sie selbst fühlt sich als Frau, doch ihre geldhungrige Mutter zwang sie zeitlebens sich als Mann auszugeben um an das Erbe zu gelangen. Als Jordan Raine zum ersten Mal begegnet, ist sie fasziniert von dem attraktiven, souveränen Mann. Zuerst kann sie sich nicht vorstellen, dass so jemand Interesse an ihr haben könnte. Doch Raine kann seinem Verlangen nicht widerstehen und es kann sogar sein, dass Jordan diejenige ist, in deren Adern Feenblut fließt - seine wahre Gefährtin.

Es ist wirklich noch nie vorgekommen,

dass ich es nicht geschafft habe, ein Buch zu Ende zu lesen. Bei Die Nacht des Satyrs habe ich mich nur bis Seite 150 gequält, danach musste ich angewidert aufgeben. Leider kann ich kein gutes Haar an diesem Roman lassen: die Story ist mehr als billig und vorhersehbar, die Charaktere verhalten sich stereotyp, unlogisch und total hölzern. Der Schreibstil ist unteres Liebesromanniveau ohne jegliche lesenswerten Wendungen.

Der Hauptgrund jedoch, warum ich einfach nicht weiterlesen konnte, war die Abartigkeit der sogenannten erotischen Szenen, die für mich überhaupt nicht anregend sondern eher abstoßend und geschmacklos daherkamen. Wenn ich gewusst hätte, dass Jordan ein Zwitter ist, ausgestattet mit einem Penis und einer Vagina hätte ich mir das Buch wahrscheinlich überhaupt nicht gekauft. Ist einfach nicht mein Geschmack, es kann ja wirklich sein, dass es Leser gibt, die solch eine Konstellation anregend finden. Wenn man bedenkt, dass Raine in der Vollmondnacht noch ein zusätzlicher Phallus wächst, kann man sich die unmöglichsten Kombinationen ausmalen... Hätte die Autorin sich jedoch ein bisschen Mühe gegeben, das ungewöhnliche Thema sensibel und gefühlvoll zu präsentieren, hätte ich wahrscheinlich trotzdem weitergelesen. Stattdessen trifft man gleich zu Beginn auf einen Syphiliskranken Priester der in einer dreckigen Seitengasse einen Bettler vergewaltigt und dann erwürgt. Nach der genauen Beschreibung seines ekelhaft eitrigen Geschlechtsteils, mit dem er den armen Mann peinigt, ist mir so was von der Appetit vergangen, da ging nichts mehr.

Ein paar Seiten weiter haben Raine und Jordan ihren ersten Sex, so anonym und emotionslos, wie es nur sein kann. Natürlich ist sie die Auserwählte, natürlich nimmt er sie mit auf das Weingut der Satyrs und so weiter. Ab dem ersten Drittel ist die Geschichte komplett vorhersehbar. Und Jordans sämtliche Familienprobleme, die zu Beginn so dramatisiert werden, erstickt die Autorin ganz einfach mit dem plötzlichen Tod der Mutter. Die Nacht des Satyrs ist für mich eine lieblose, erotikfreie Aneinanderreihung von Klischees, die durch derbe Wortwahl und explizite Details irgendwie besonders aussehen soll. Eine Unterhaltung darüber, wie es denn möglich ist, seine gesamte Faust inklusive Knöchel in den Anus einer Frau zu schieben zählt bei mir jedoch nicht als Originalität, sondern eher als Abartigkeit untersten Niveaus. Damit ist die Serie für mich gestorben.

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Der Kuss des Satyrs
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