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...oder lieber Urban Fantasy?

Wild Wulfs of London: Versuchung der Finsternis

von Ronda Thompson

Erscheinungsdatum: April 2008
Verlag: Luebbe
Ausgabe: Taschenbuch, 399 Seiten
Preis: EUR 6.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2111001

Erster Teil einer Trilogie, die eigentlich fortgeführt werden sollte. Die Autorin ist jedoch leider plötzlich verstorben. Halb-seichte Unterhaltung mit ganz leichtem, paranormalen Touch.

    

Als sie von ihrem Stiefbruder gezwungen wird,

sich mit einem unsympathischen Edelmann zu verheiraten, beschließt Rosalind, ihren Ruf zu ruinieren um das zu verhindern. Dazu wendet sie sich an den skandalumwitterten Marquis Armond Wulf, der von der Gesellschaft geächtet ist. Es wird ihm Mord nachgesagt und außerdem ein seltsamer, einsiedlerischer Lebensstil. Doch Rosalind tanzt mit ihm auf einem Ball und zieht so alle Blicke und Geschwätz auf sich. Armond ist sofort fasziniert von der bildhübschen jungen Frau und erliegt ihrem Charme obwohl er sich geschworen hat, sich niemals zu verheiraten und schon gar nicht zu verlieben.

Er leidet nämlich unter einem Fluch, der alle männlichen Mitglieder der Wulfs betrifft. In ihnen allen schlummert ein wildes Tier, das herausbricht, wenn derjenige sich der Liebe ergibt. Doch bald merkt Armond, dass er sich nicht von Rosalind fernhalten kann. Und als sie ihn mit ihrer Aussage vor der Polizei retten will, bleibt Armond nichts anderes übrig, als sie zu heiraten um ihren Ruf zu wahren. Zuerst ist Rosalind glücklich, ihrem tyrannischen Stiefbruder entkommen zu sein, doch auch mit Armond gibt es Schwierigkeiten. Bald versucht sie, um seine Liebe zu kämpfen, doch weitere Anschläge und Armonds seltsames Verhalten machen ihr das Leben schwer.

Versuchung der Finsternis ist eigentlich ein klassischer Regency-Liebesroman

mit ganz leichtem, paranormalem Einschlag. Man darf hier kein ständiges Auftauchen von Werwölfen oder gar anderen Kreaturen erwarten. Mit dem Thema Werwolf wird umgegangen, als wäre es eine furchtbare Krankheit, ein Virus, der von einem Fluch stammt und die ganze Familie Wulf befallen hat. Erst ganz am Schluss des Buches wird der Leser damit konfrontiert, vorher gleicht die Geschichte haargenau den 1000 anderen CORA oder sonstigen Romanen dieses Genres. Nichtsdestotrotz ist die Story recht ansehnlich und angenehm flüssig zu lesen.

Rosalind ist zwar nicht so ganz ernst zu nehmen, aber immerhin ist sie nicht feige und farblos. Armond Wulf ist ein dominanter, männlicher Charakter, der natürlich so lange wie möglich seine wahren Gefühle verbergen will. Dadurch entsteht das traditionell so beliebte Hin und Her, das unweigerlich auf das Happy End zu läuft. Zwischendurch gibt es dann noch den bösen Stiefbruder und ein paar hässliche Morde und eine Stiefmutter, die gerettet werden muss. Das plätschert alles mehr oder weniger vor sich hin und schwupps hat man das Buch durchgelesen. Es bleibt nicht viel hängen davon, das Rad wurde nicht neu erfunden, aber das macht an sich nichts. Immerhin kann man sich damit eine längere Zugfahrt oder einen verregneten Nachmittag optimal versüßen und hat sich nicht großartig angestrengt. Sicher hätte das Buch an Faszination und Einzigartigkeit gewonnen, wenn der Werwolf-Teil etwas ausführlicher ausgefallen wäre. Doch dann hätte die Autorin wahrscheinlich nicht auf 400 Seiten noch die zig Nebenhandlungen und Gefühlsduseleien unterbringen können. Die Liebesszenen sind klassisch bedeckt gehalten und Jungfrau ist die gute Rosalind natürlich auch noch (aber dafür geht sie richtig ab...).

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Wild Wulfs of London

Versuchung der Finsternis
Süßer Rausch der Finsternis




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