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Wild Wulfs of London: Süßer Rausch der Finsternis

von Ronda Thompson

Erscheinungsdatum: März 2009
Verlag: Luebbe
Ausgabe: Taschenbuch, 380 Seiten
Preis: EUR 6.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2111001

Seichte Unterhaltung im klassischen Historischen Liebesroman outfit. Mager.

    

Nach der Vergewaltigung durch einen skrupellosen Adligen

hat die Hexe Lucinda ein Kind empfangen. Da ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt ist, muss sie das Kind in aller Abgeschiedenheit zur Welt bringen. Während die Geburt einsetzt, platzt auf einmal Jackson Wulf in ihre ärmliche Kate, blutend und von aufgebrachten Dorfbewohnern verfolgt, die ihn als Monster bezeichnen. Jackson hat sich vorgenommen, sich und seine Familie von dem Werwolffluch zu befreien, indem er eine Hexe tötet. Lucinda soll sein Opfer sein. Doch als er sie in den Wehen sieht, kann er sich nicht durchringen, sie zu ermorden. Er hilft ihr bei der schwierigen Geburt und als ihn der Fluch übermannt und er vor Lucindas Augen zum Wolf wird, flieht sie mit ihrem Kind. Sie weiß sich keinen anderen Ausweg, als nach London zu den Wulfs zu gehen, wo sie vorgibt, Jacksons Frau zu sein.

In Armand Wulfs Haus können sie und ihr Sohn unterkommen. Doch nach drei Monaten taucht der totgeglaubte Jackson wieder auf und ist voller Wut über Lucindas Dreistigkeit. Um ihren Sohn zu retten, geht sie einen Handel mit Jackson ein: Sie wird alles tun, um ihn von seinem Fluch zu befreien, doch im Gegenzug erkennt er ihren Sohn als den seinen an und verspricht, für ihn zu sorgen. Jackson willigt ein. Eigentlich sollte Lucinda jetzt zufrieden sein, doch sie kann sich bald nicht mehr gegen Jacksons animalische Anziehungskraft wehren und dieser verlegt sich auch bald auf eine andere Taktik: anstatt die Hexe zu töten, will er sie zu der seinen machen und somit ihre Kapitulation erzwingen. Als die beiden dann auch noch der Gesellschaft willen heiraten scheint es für Lucinda keinen Ausweg mehr aus Jacksons Verführungskünsten zu geben.

Wie auch der erste Teil ist Süßer Rausch der Finsternis

ein klassischer Historischer Liebesroman mit etwas paranormalem Einschlag. Dieses Mal kommt auch noch das Element Hexe hinzu. Allerdings ist sowohl der Werwolfaspekt als auch alles, was sich um Hexerei dreht, ziemlich dürftig und unglaubwürdig dargestellt und wirkt mehr als Effekthascherei als dass es ein ernstzunehmender Inhalt wäre. Jackson ist eine derart klischeehafte Figur, dass es schon wieder amüsant ist, seine Wandlung vom trinksüchtigen Bordellbesucher zum treuen, alkoholfreien Ehemann zu betrachten. Schon beachtlich, dass ein jahrelanger Alkoholiker von einen auf den anderen Tag damit aufhören kann und noch nicht mal seine umfangreiche Bar dazu wegräumen muss...

Lucinda ist eine störrische, ehrgeizige und taktierende Person, die lange Jacksons Verführungsversuchen widersteht, obwohl sie eigentlich gar nicht will. So kommt es, dass man ab der Mitte des Buches leicht genervt reagiert, weil anscheinend beide von ihrem Stolz und Starrsinn davon abgehalten werden, glücklich zu sein. Denn eigentlich sind sie ja beide vom ersten Augenblick an unsterblich ineinander verliebt. Die Sache mit dem Werwolffluch ist da nebensächlich. Das Problem wird gegen Ende - wie auch alle anderen Schwierigkeiten - rasch und elegant gelöst und das vorhersehbare Happy End stellt sich nach wenigen Seiten ein. Ronda Thompsons Schreibstil ist wie bei historischen Liebesromanen gewohnt langatmig und durch die Blume. Man quält sich durch sich wiederholende Dialoge, ständige zweifelnde Monologe und Details über Kleidung und Mobiliar. Wenigstens die Liebesszenen sind einigermaßen prickelnd, leider finde ich, dass es zu oft dazu kommt. Was im ersten Teil eher gefehlt hat, hat die Autorin mehr als genug nachgereicht. Und irgendwie ist es unnatürlich, wenn eine ach so starke Frau Unabhängigkeit proklamiert und aber zwei Minuten später einem verschwitzten Mann willenlos in die Arme sinkt. Die Spannung hält sich in Grenzen, da man ohnehin weiß, wie es ausgeht, nur wie das Werwolfproblem gelöst wird, bleibt interessant. Das ist es auch, was den Roman noch einigermaßen lesenswert macht, ansonsten geht er im allgemeinen Massenmarkt der Liebesromane unter.

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Wild Wulfs of London

Versuchung der Finsternis
Süßer Rausch der Finsternis




Was meint ihr dazu:

» neuer Eintrag

Grape, 07. Oktober 2011, 20:04

Hab ich gelesen. War totaler Schrott. Einfallslos. Fantasielos. Langweilig. Werde kein weiteres davon lesen