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Mondjägerin

von Keri Arthur

Erscheinungsdatum: Januar 2010
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: Taschenbuch, 416 Seiten
Preis: EUR 7,95
ISBN: 978-3-442-37382-6


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
** ** ** **

Unspektakuläre, sexlastige Urban Fantasy, deren schnöde Charaktere ihr Potential nicht annähernd ausschöpfen.

Riley Jenson und

ihr Zwillingsbruder Rhoan sind etwas Besonderes: sie sind halb Werwolf, halb Vampir, da ihre Werwolfmutter sich mit einem Vampir eingelassen hatte. Leider wurden sie deshalb aus ihrem Rudel verstoßen und leben nun beide in Melbourne, Australien. Rhoan arbeitet bei der "Abteilung" als Wächter und kümmert sich unter der Leitung des Vampirs Jack um spezielle Kriminalfälle, die Paranormales betreffen. Auch Riley hat dort einen Job als Assistentin und "Mädchen für alles", kann sich mit ihren besonderen Kräften aber auch durchaus wehren. Da ihre wölfische Seite mehr ausgeprägt ist als die vampirische, kommt Riley wie jeder Wolf einmal im Monat bei Vollmond in die sogenannte Mondhitze, bei der das Verlangen, sich körperlich zu vereinen, übermächtig wird. In der Werwolfgesellschaft ist es daher ganz normal, sich in freizügigen Clubs Befriedigung zu holen und Riley selbst hat zwei potente Liebhaber, Talon und Misha. Eines Nachts auf einem Streifzug befällt Riley plötzlich ein seltsames Gefühl: ihr Bruder ist in Schwierigkeiten. Obwohl er auf einem ganz normalen Auftrag unterwegs ist, lässt Riley nicht locker, irgendetwas stimmt nicht. Dann taucht auch noch vor ihrer Haustür ein attraktiver, nackter Vampir auf, der nach einem Anschlag auf sein Leben sein Gedächtnis verloren hat! Riley wirft sofort ein Auge auf den charismatischen Quinn, doch als er nach ihrem Bruder fragt, wird sie misstrauisch: hat er etwas mit Rhoans Verschwinden zu tun?

Zuerst war ich

überrascht, dann angewidert, dann interessiert...Die Mondjägerin ist wohl ein Buch, das polarisiert. Überrascht war ich von der saloppen Freizügigkeit der Heldin, dem rasanten Einstieg in eine spannende Krimihandlung und dem angenehm flüssigen Schreibstil der Autorin. Leider kam nach ein paar Seiten die Ernüchterung. Ich persönlich mag es einfach nicht, wenn die Heldin eine triebgesteuerte, aufgedonnerte Sexbombe ist, die sich mit mehreren Männern parallel paart und förmlich anfängt zu sabbern, wenn sie einen hübschen Kerl sieht. Da bin ich doch ein wenig zu - altmodisch? - um mich da wiederzufinden. Überhaupt ist das Buch sehr sehr sexlastig, und das größtenteils ohne ein Fünkchen Romantik oder Liebe. Es geht grob und animalisch zu und die Charaktere sehen Sex als ein Mittel zur Befriedigung der eigenen Triebe an, was der Partner dabei empfindet ist zweitrangig. So vögelt sich Riley im ersten Drittel des Buches ihren Weg durch Talons und Mishas Betten und ist während dessen aber unglaublich besorgt um ihren Bruder Rhoan (dessen Homosexualität auch ein Überraschungseffekt war). Mit Auftritt des Vampirs Quinn verlagert sich Rileys Begierde dann ein wenig in seine Richtung, die Mondhitze kann das aber nicht lindern. Extrem dauergeil stolpert sie dann in eine blutige, rasante Jagd nach Rhoan und den Bösewichten, die ihn gefangen genommen haben und zusammen mit Quinn kommt sie hinter eine Genmanipulations-Verschwörung.

An der Handlung liegt es nicht, dass dieses Buch sich nur im mittelmäßigen Rahmen bewegt, vielmehr sind es die stereotypen, lieblos gestalteten Charaktere, die mir missfallen haben. Riley ist unwiderstehlich, hat die sexiesten Klamotten und sämtliche Männer, die sich für sie interessieren sind mindestens Multimillionäre, sehen aus wie Adonis persönlich und sind bestückt dass einem der Mund offen stehen bleibt (ups, welch anzügliches Wortspiel...). Alle fahren in teuren Sportwagen rum und Riley lebt ein völlig unrealistisches Leben ohne Schlaf, ohne Essen und ohne Ruhe. Was bei Anita Blake schon irreell war, wird hier auf die Spitze getrieben und hinterlässt einen faden, nichtssagenden Beigeschmack. Für mich hatte weder Riley noch Rhoan etwas Sympathisches und es war mehr oder weniger der gefühlvolle Vampir Quinn, der die ganze Geschichte emotional etwas gerettet hat.

Ich bin mir sicher, die Autorin hatte nie vor, Romantik oder eine vorhersehbare Liebesgeschichte zu bringen, doch ihr offensichtlicher Wunsch nach einer exzentrischen Story endete eher in einem ungesteuerten Durchprobieren von Sexualpartnern. Schade.

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Riley Jenson Serie

Mondjägerin
Wächterin des Mondes
Der Gefährte der Wölfin
Hüterin der Nacht




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