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Blutspur

von Kim Harrison

Erscheinungsdatum: Januar 2007
Verlag: Heyne
Ausgabe: Taschenbuch, Großformat, 575 Seiten
Preis: EUR 13,00
ISBN: 9783453432239


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
** ** * * **

Angenehme Unterhaltung für Fans von mixed urban Fantasy mit sympathischer Heldin.

Zu Beginn des

21. Jahrhunderts wird ein Großteil der Menschheit durch ein mutiertes Biovirus dahingerafft, das durch Tomaten (!) übertragen wurde. Nur "Nicht-Menschen" waren immun, d. h. Hexen, Hexer, Pixies, Fairies, Elfen, Vampire usw. Durch dieses Ereignis, das Wandel genannt wird, sind die Menschen erst darauf aufmerksam geworden, dass unter ihnen die ganze Zeit Vampire, Hexen und andere gelebt haben und weiterhin leben. Das führte natürlich dazu, dass es eine ethnische Teilung gab, und die "fremdartigen", Inderlander gennant, zogen sich in eigenen Bereiche zurück. In Cincinnati sind das Stadtrandgebiete, die Hollows heißen. Man lernt Rachel Morgen kennen, eine findige Hexe, die als Runner bei der I.S. arbeitet, der Polizei der Inderlander. Doch sie ist komplett unzufrieden mit ihren Job, der sie absolut unterfordert. Außerdem hat sie ein schlechtes Verhältnis zu ihrem tyrannischen Chef Denon. Als Rachel schließlich kündigt, zieht sie sich jedoch den Hass der gesamten Abteilung und ihres Chefs zu. Normalerweise steigt man nicht so leicht aus der I.S. aus, es ist ein bisschen wie in einer Sekte. Ab sofort muss Rachel um ihr Leben fürchten und entgeht auch nur knapp den ersten Mordversuchen. Sie muss ihre Wohnung aufgeben und alle ihre Sachen sind verflucht. Ohne zu wissen wo sie hin soll, erfährt sie, dass auch die Vampirin Ivy und der Pixie Jenks bei der I.S. gekündigt haben. Zusammen mit Ivy zieht sie in eine alte Kirche und sie beschließen, ihren eigenen Runner-Service aufzumachen. Bald schließt sich auch der quirlige Jenks an. Rachel muss als erstes die Mordanschläge abwenden, und die einzige Möglichkeit ist, sich aus der I.S. irgendwie freizukaufen. Da sie aber anders als Ivy kein Vermögen besitzt, beschließt sie, einen großen Kriminalfall auf eigene Faust zu lösen um dann durch den Ruhm frei zu sein. Ihr Ziel ist der Abgeordnete und Millionär Trent, den sie des illegalen Drogenhandels bezichtigt. Zusammen mit Ivy, zu der Rachel ein gespaltenes Verhältnis hat, und Jenks sammelt sie Beweise gegen den Drogenbaron. Eine turbulente Krimistory beginnt, in der Rachel immer wieder in Schwierigkeiten gerät, wie z.B. als sie sich in ein Frettchen verwandelt und von Trent in einem Käfig gefangen wird. Es wird immer gefährlicher, vor allem, als auch noch ein Dämon ins Spiel kommt, doch Rachel gibt nicht auf...

Kim Harrison bietet

paranormale Unterhaltung auf gutem Niveau. Die Charaktere sind allesamt sehr gut auseinanderzuhalten, werden detailreich beschrieben und haben ihre teilweise lustigen Eigenheiten. Die Geschichte läuft gut voran, es gibt so gut wie keine Längen, obwohl das Buch mit fast 600 Seiten recht umfangreich ist, vor allem in dem Genre. Der Schreibstil ist angenehm, etwas lockerer und manchmal recht direkt, aber niveauvoll. Dialoge und Beschreibungen wechseln sich regelmäßig ab und man kommt gut mit. Leider ist das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben, was ich persönlich nicht ganz so toll finde. Daher ist der Handlungsstrang auch einseitig auf Rachel bezogen und man bekommt von anderen Personen nur mit, was sie auch mitkriegt. Da muss sie schon sehr sympathisch sein, um den Leser auf den vielen Seiten fesseln zu können. Am Anfang ist man etwas erschlagen von all den neuen Begriffen wie Inderlander, Hollows etc., aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Es ist witzig zu lesen, wie auf einmal die ganze Welt von Hexen, Feen etc. bevölkert ist und wie diese alle zusammenleben. Es wird auch als ganz normal angesehen, dass die Vampire Blut saugen und dass Hexen Amulette herstellen. Dazu gibt es dann Haftpflichtversicherungen mit horrenden Summen, wenn etwas schief gehen sollte und Gesetze, die Vampiren verbieten von Unwilligen zu trinken. Alles sehr amüsant, wenn man nicht unbedingt alles realistisch haben will. Auch dass Rachel ständig verletzt wird und am Ende mit lebensgefährlichen Verletzungen rumrennt wie aufgestachelt ist mehr als übertrieben. Schwerpunkt wird ganz klar auf den Kriminalfall gesetzt und wie Rachel sich vor der I.S. verbirgt. Zum anderen wird viel Zeit auf der Vorstellung der Hauptcharaktere verwendet. Eine Liebesgeschichte - auch nur ansatzweise - gibt es leider, leider nicht. Momentan ist Rachel meiner Meinung nach auch überhaupt nicht der Typ, der sich verliebt. Sie hat zwar Interesse an attraktiven Männern, doch keine Zeit für Romanzen. Vielleicht ändert sich das ja in den folgenden Bänden. Insgesamt macht es Spaß, das Buch zu lesen und man gewöhnt sich schnell an Rachel, Ivy und Jenks. Wenn man wie ich zuerst Anita Blake gelesen hat, wird man es wohl ein wenig als Abklatsch davon ansehen. Aber damit tut man Kim Harrison Unrecht. Die Düsternis um Anita erreicht sie lange nicht.

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The Hollows Serie

Blutspur
Blutspiel
Blutmagie (Novelle)
Blutjagd
Blutpakt
Blutlied
Blutnacht
Blutflüstern (Novelle
Blutskind
Bluteid
Blutdämon

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