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Psi-Gestaltwandler: Ruf der Vergangenheit

von Nalini Singh

Erscheinungsdatum: März 2011
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: kartoniert mit Klappe, 416 Seiten
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Ein wunderbar romantischer und spannender Teil der Serie, dieses Mal ganz auf die Medialen fokussiert.

    

Devraj Santos ist der Leiter von "Shine",

einer Organisation von abtrünnigen Medialen, die sich die "Vergessenen" nennen. Vom Medialnet abgetrennt, verfolgt und geächtet, kämpft er hart um die Rechte seiner Leute und hat sein Leben seinen Pflichten gewidmet. Nur selten denkt er noch darüber nach, wie hart und kalt er doch geworden ist, seine besondere Fähigkeit, Metall zu absorbieren und manipulieren zu können, trägt auch zu dieser Kälte bei. Dann eines Tages findet er vor seiner Tür eine völlig erschöpfte, verletzte junge Frau. Obwohl er misstrauisch ist, löst sie sofort einen Beschützerinstinkt in ihm aus und er beschließt, ihr zu helfen. Als sie zu sich kommt, wird klar, dass ihr Gedächtnis schwer geschädigt ist, es scheint, als wäre sie von den Medialen gefoltert und manipuliert worden. Katya - den Namen gibt sie sich neu - weiß zu Beginn nicht viel über ihre Vergangenheit, es gibt nur eine dunkle Erinnerung an ein ewiges, abgeschottetes Gefängnis und schmerzhaftes Eindringen in ihren Kopf. Bald kommt heraus, dass sie irgendwie programmiert wurde, als "schlafende Killerin", Dev und seinen Organisation auszuschalten. Obwohl Dev weiß, dass Katya eine Gefahr für ihn darstellt, kann er sich ihr nicht entziehen.

Nimmt man einenRoman von Nalini Singh zur Hand,

wird man exzellent unterhalten, das ist mittlerweile sicher. Ruf der Vergangenheit ist ein weiterer, gefühlvoll erzählter Teil ihrer Gestaltwandlerserie, der ausnahmsweise mal fast gar nicht von den Leoparden und Wölfen handelt. Hauptaugenmerk liegt auf den Medialen, bzw. den Abtrünnigen, die sich schon vor Generationen aus dem Medialnet geflüchtet hatten und nun am Rande der Gesellschaft leben. Das Buch bietet viele Hintergrundinformationen über die Entstehung von Silentium und den politischen Beweggründen der Medialen allgemein. In Form von immer wieder eingestreuten Briefen bekommt der Leser mit, welche Auswirkungen Silentium auf die Einzelnen hatte. Bis auf ein paar Schwenks zu Sascha und Lucas und Ashaya und Dorian konzentriert sich Nalini Singh aber fast ausschließlich auf ihre Hauptpersonen Devraj und Katya.

Sie schlug die Augen auf, und einen Moment war ihr, als wäre die Welt eine andere. Nie zuvor hatte sie Augen von einem solchen Braun gesehen. Gold schimmerte in ihnen. Bernstein. Und Bronze. Unglaublich viele Farben. „Sie ist wach.“ Die Stimme kam ihr bekannt vor, sie hatte sie schon einmal gehört. Ganz ruhig. Ich halte Sie. Sie schluckte, versuchte zu sprechen. Ein kaum wahrnehmbares Fauchen. Beinahe unhörbar. Körperlos. Der Mann mit den braunen Augen schob die Hand unter ihren Kopf, hob ihn ein wenig an und hielt ihr etwas an die Lippen. Kalt. Eis. Gierig öffnete sie den Mund, um die Eisstückchen darin schmelzen zu lassen. Ihre Kehle wurde feucht, aber es war nicht genug. Sie brauchte Wasser. Wieder versuchte sie zu sprechen. Hörte sich selbst nicht, aber er hatte sie verstanden. „Setzen Sie sich auf.“ Es war, als versuchte sie gegen eine gefährliche Flut anzukämpfen – ihre Knochen waren wie Gummi, ihre Muskeln ohne jede Kraft.

Mit der ihr ganz eigenen, intensiven und emotionalen Erzählweise verstrickt die Autorin Dev und Katya in eine Liebesgeschichte mit allen Höhen und Tiefen. Aus Misstrauen und Distanz wird eine tiefgehende Faszination, eine unleugbare Anziehungskraft. Dabei ist es dieses Mal nicht so, dass ein "animalischer" und stark körperlicher Mann eine schüchterne und unerfahrene Frau verführen muss. Devraj ist selbst in sich gefangen und tut sich mit seinen Gefühlen nicht leicht. Von daher hat er mich ein wenig an Judd erinnert. Im Gegensatz zu Judd, der ja mit Brenna eine "heißblütige" Frau an seiner Seite hatte, muss sich Dev jedoch mit Katya arrangieren, und die ist wie er sehr distanziert und reguliert. Ihr Geist ist im wahrsten Sinne des Wortes vergewaltigt und sie hat große Probleme zu erkennen, was ihr wirklicher Wille ist und was Manipulation durch ihren Peiniger. Natürlich treten aufgrund dieser Tatsache ständig Konflikte auf, die herrlich unter die Haut gehen und von der Autorin bis zur letzten intensiven Sekunde erläutert werden. Was ich immer wieder sehr mag, sind die kurzen Kapitel und die passenden Szenenwechsel. Frau Singh schneidet nicht so hart wie J. R. Ward, hält ihre Situationen aber straff und gerät nie ins Schwafeln oder zu sehr in die Klischee-Abteilung. Die Liebesszenen sind H E I S S! Für alle, die Gestaltwandler mögen und mit den kühlen Medialen und all der Telephathie etc. nicht viel anfangen können, wird dieser Band der Serie wohl nicht das Richtige sein. Mir persönlich hat er wieder sehr gut gefallen, das siehe ich immer wieder eindeutig an der Geschwindigkeit, mit der ich diese Bücher verschlinge...

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Psi-Gestaltwandler

Leopardenblut
Jäger der Nacht
Eisige Umarmung
Im Feuer der Nacht
Gefangener der Sinne
Sengende Nähe
Ruf der Vergangenheit
Fesseln der Erinnerung
Wilde Glut
Lockruf des Verlangens
Einsame Spur
Geheimnisvolle Berührung

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Deri, 11. März 2011, 23:12