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Hexenzirkel

von Linda Robertson

Erscheinungsdatum: August 2011
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: Kartoniert mit Klappe, 400 Seiten
Preis: EUR 9,99
ISBN: 978-3-8025-8352-0


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
*

Pure Langeweile.


Es ist kaum

Ruhe eingekehrt in Persephones Leben, nachdem die verbrecherische Hohepriesterin des Hexenzirkels Vivian verschwunden ist. Persephone muss mit ihrem Stigma des Vampirmeisters Menessos zurechtkommen und ihre Beziehung zu dem Werwolf Johnny ist auch noch nicht geklärt. Vor allem kann sie mit ihrem Schicksal als "Lustrata" nichts anfangen. Da kommt es ungelegen, dass Persephone ausgerechnet noch für das Amt der nächsten Hohepriesterin kandidieren soll.
Um zu verhindern, dass ihre skrupellose Konkurrentin Hunter den Posten erringt, willig Seph schließlich doch ein und findet sich in einem anspruchsvollen Kontest wieder, in dem nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Als die erste Teilnehmerin ermordet wird, bricht Panik aus.

Ich wollte der

Serie um die Hexe Persephone Alcmedi nach dem durchwachsenen ersten Band ja noch eine Chance geben. Leider kann Hexenzirkel noch weniger überzeugen und macht mir die Entscheidung leicht, nichts weiter von Persephone wissen zu wollen.
All die Schwächen des Vorgängers sind hier meiner Meinung nach intensiviert und trotz vieler recht guter Ansätze schafft es die Autorin zu keiner Zeit, Tempo aufzubauen. Mein Lichtblick war ja die Entwicklung der Beziehung zwischen Seph und Johnny, hier wurde im ersten Band viel angedeutet und nichts ausgeführt. In Hexenzirkel ist es aber noch schlimmer, denn hier gibt es endlich "Butter bei die Fische" aber danach nur noch Zickereien und unlogisches Verhalten. Es scheint, als wolle die Autorin krampfhaft alle harmonischen Aspekte zerschlagen und zwingt ihre Figuren zu gemeinen Handlungen und Gedanken, die diese im Grunde gar nicht wollen. Mehrere Male habe ich enttäuscht den Kopf geschüttelt.

Die Hauptperson Seph war mir weiterhin sehr unsympathisch, ich mag ihre flatterhafte, unkoordinierte und vorurteilsbehaftete Art nicht. Sie scheint sich mal mit vollem Elan auf eine Sache zu konzentrieren nur um im nächsten Moment alles hinzuschmeißen und fluchend zu proklamieren, dass das alles Unsinn war. Bis zur Mitte das Buches war sie für mich endgültig unglaubhaft und mehr oder weniger egal. Es interessierte mich nicht, ob sie den Kontest um das Amt der Hohepriesterin gewinnt oder nicht und was da alles für unwichtige Dinge nebenher passieren. Unfassbarerweise zieht sich die Handlung des Wettstreits über drei Viertel des Buches und verläuft sich zähen Dialogen und seitenlangen Beschreibungen von Prüfungen, Gegenständen und Zauberformeln. Was Atmosphäre schaffen soll, hat mich grenzenlos gelangweilt und auch der Auftritt des charismatischen Menessos hat daran nichts geändert.
Ich weiß nicht, auf wie viele Teile die Autorin diese Serie angelegt hat, aber wenn man nach der Langsamkeit geht, in der die Story präsentiert wird, rechne ich mit ca. 30 Bänden. Was wäre denn so schlimm daran gewesen, wenigsten einen Bruchteil der Handlung aufzulösen oder weiterzuführen? Persephones Status als Lustrata bleibt ungeklärt, ihr Liebesleben liegt brach und diesen Kampf um den Posten der Hohepriesterin hätte man sich sparen können, er bringt rein gar nichts.

Insgesamt war das Buch jetzt nicht wirklich grottenschlecht, aber gegen Kracher wie z.B. Rachel Morgan von Kim Harrison geht Persephone Alcmedi sang- und klanglos unter.

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Persephone Alcmedi

Teufelskreise
Hexenzirkel

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Soleil, 09. April 2012, 22:09