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Women of the Otherworld: Nacht der Dämonin

von Kelley Armstrong

Erscheinungsdatum: Juli 2011
Verlag: Knaur
Ausgabe: 512 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 9.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Solide aber etwas zäh.

    

Eigentlich ist die Halb-Dämonin Hope

ganz zufrieden mit ihrem Job als Journalistin. Ihre dämonisch-chaoshungrige Seite wird dadurch ab und an gefüttert ohne sie in große Gefahr zu bringen. Da wird sie von Benicio Cortez kontaktiert, der sie um die Einlösung eines alten Gefallens bittet: Hope soll eine paranormale Sekte infiltrieren, die sich im Verborgenen gegen die Kabale der Magier auflehnt. Zuerst zögert Hope, doch der Nervenkitzel reizt sie. Mit einer falschen Identität besteht sie den „Aufnahmetest“ und lernt die Mitglieder der Sekte kennen und wird bald schon in gefährliche Konflikte verwickelt. Dass sie bald Unterstützung von dem Werwolf Karl Marsten bekommt, damit hat Hope nicht gerechnet. Eigentlich wollte sie ihn nach ihrer gescheiterten Affäre nicht wieder sehen…

Nacht der Dämonin ist ein ganz typischer Roman

von Kelley Armstrong, der auf ruhige, recht anspruchsvolle Art und Weise den paranormalen Krimi mit einer zarten Romanze kombiniert. Der Stil ist frei von reißerischen Komponenten, Kitsch und Übertreibungen, manchmal wirkt er mir fast zu neutral und gediegen, aber das ist Geschmacksache.

Leider war dieser Teil der Serie aber nicht allzu meins, was vor allem an der Hauptfigur Hope lag. Als Episco-Halbdämonin kann sie chaotische Gedanken auffangen und Chaos „spüren“, was zugleich ihre dämonische Seite freut. Im Grunde genommen fühlt sie sich in extremen Situationen wohl, hat aber gleichzeitig von der menschlichen Seite her ein schlechtes Gewissen. Dieser Konflikt zieht sich durch den ganzen Roman, doch ich konnte ihn an vielen Stellen nicht nachvollziehen, bzw. es hat mich auch einfach nicht genug gefesselt.
Es wird eine spannende, verwickelte Krimi-Handlung um die Sekte aufgebaut, die mit einigen Überraschungen und interessanten Nebencharakteren aufwartet. Ungünstigerweise entscheidet sich Kelley Armstrong jedoch, ab und an in die Erzählperspektive von Lucas Cortez zu wechseln. Einerseits gibt es so eine Wiedersehen mit Paige und ihm, andererseits fand ich die ganze Grübelei über den Sinn und Zweck des Kabalen-Erbes ziemlich langweilig und trocken.

Ein Lichtblick ist die eigensinnige, charismatische und geheimnisvolle Gestalt des Werwolf Karl Marsten, der auftaucht und Zug um Zug in Hopes Privatleben eindringt. Ich mag die Dialoge, die die beiden führen und all die Vergangenheitsbewältigung. Die zarte Annäherung ist frei von Superlativen und sagt ganz deutlich: der Schwerpunkt des Buches liegt auf anderen Dingen. Und wenn diese jetzt noch mitreißender gewesen wären, hätte der Roman auch von mir ein „Gut“ bekommen, so fühlte ich mich leider nur mittelmäßig unterhalten. Grundsätzlich hätte man die Story auch auf 300 statt auf 500 Seiten erzählen können, das hätte Handlungen gestrafft und weniger Längen produziert.

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Women of the Otherworld

Nacht der Wölfin
Rückkehr der Wölfin
Nacht der Hexen
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Biss der Wölfin




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