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Nachtkrieger: Ewige Begierde

von Lisa Hendrix

Erscheinungsdatum: März 2012
Verlag: Knaur
Ausgabe: Taschenbuch Klappenbroschur, 464 Seiten
Preis: EUR 9.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Einfach nur schön.

    

Seit der vor Jahrhunderten

von der Hexe Cwen verflucht worden war, zieht Steinarr zusammen mit seinem Freund Torvald durch die Lande. Zur Unsterblichkeit verdammt und jede Nacht in Gestalt eines wilden Löwen, muss er sich von den Menschen fernhalten. Schon lange hat er aufgegeben, sowohl sein heiliges Symbol als auch die Frau, die ihn liebt zu finden um den Fluch zu lösen. Eines Tages trifft er im Sherwood Forest auf eine Frau und ihren Begleiter, die in Bedrängnis geraten sind. Zuerst will Steinarr mit den beiden nichts zu tun haben, doch die junge Frau hält ihn auf und stellt sich als Marian vor. Sie sei zusammen mit ihrem Cousin auf einer Pilgerreise und bräuchte seine Hilfe. Trotz seiner augenblicklichen Zuneigung zu der hübschen Frau, scheut Steinarr den Kontakt und reitet weiter. Ein Auftrag eines Edelmannes lockt Steinarr, er soll die flüchtige Adelstochter Mathilda finden, die zusammen mit ihrem Bastard-Bruder aufbrach um dessen Herrschaftsanspruch in einer lächerlichen Rätselraterei zu festigen. Mathilda soll unverzüglich heimkehren und verheiratet werden, der Junge soll verschwinden.

Obwohl ihm der Mann unsympathisch ist, nimmt Steinarr den Auftrag an und reitet los. Bald bemerkt er, dass es sich bei den beiden um Marian und ihren Begleiter handeln muss, die ihn belogen hatten. Doch kann er wirklich den Jungen töten und das Mädchen abliefern, das ihm augenblicklich den Kopf verdreht hat?

Ich hatte mich nach meiner Begeisterung

über den ersten Teil dieser Serie durchaus gefragt, ob das nur so eine Phase war, schließlich bin ich sonst kein Fan von Historischen Liebesromanen. Umso gespannter war ich auf die Fortsetzung und muss sagen, Ewige Begierde ist einfach nur schön. Erneut bin ich aber der Überzeugung, dass das zu mindestens 60 Prozent dem wunderbaren Schreibstil von Lisa Hendrix zu verdanken ist. Schlicht und dennoch emotional, ausgeschmückt ohne langatmig zu sein, der Epoche angepasst ohne aufgesetzt zu wirken. Ausgewähltes Vokabular umschreibt wohldurchdachte Situationen und die Figuren sind von solcher Lebendigkeit, dass man unweigerlich in die Geschichte hineingezogen wird.

Wir erleben die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Steinarr und Mathilda (die er so gut wie die ganze Zeit Marian nennt) vor dem Hintergrund einer abenteuerlichen Suche und einer Robin Hood Adaption. Die Autorin wollte ihrer eigenen Aussage nach schon immer etwas über den legendären Rächer schreiben und hat diesen zweiten Teil der Serie so "hingebastelt", dass er in die Story passt. Es ist ganz lustig zu lesen, wenn Figuren wie Will Scarlett und Bruder Tuck auftauchen und überhaupt habe ich bei Robin Hood irgendwie immer Kevin Costner vor Augen...

Die Romanze zwischen dem vereinsamte, in sich zurückgezogenen Steinarr und der dickköpfigen, mutigen Marian ist wunderbar beschrieben, voller Gefühl und Spannung. Natürlich hat er Angst, sie durch seinen Löwen zu gefährden, aber natürlich hofft er auch insgeheim, dass sie ihn vom dem Fluch erlösen könnte. Immerhin gibt es schon einen der insgesamt neun Ritter, der seine Liebe gefunden hat. Doch es wird den beiden nicht einfach gemacht und die Autorin erhält die Spannung den ganzen Roman über. Besonders angetan war ich von den sinnlichen und romantischen Momenten zwischen den Protagonisten, die niemals derb oder langweilig sind. Trotz der "keuschen" Wortwahl wird eine erotische Stimmung erzeugt, die mit der aus Black Dagger und Singh's Gestaltwandlern locker mithalten kann. Ansonsten ist die Handlung absolut gradlinig und bewusst aneinandergereiht, greift manchmal vor auf mögliche Entwicklungen (nächste Helden, Plan der Hexe etc.) oder verweilt in aufklärenden Rückblicken.

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn ich ein Buch die ganze Zeit mit mir rumschleppe um in jeder freien Minute lesen zu können. Die Neugier auf die Auflösung der Situation und wie Marian auf Steinarrs Verwandlung reagiert, steigert sich von Seite zu Seite und am Ende habe ich richtig mit den beiden mitgefiebert, auf dass sie ihr Glück finden.

Im nächsten Teil lesen wir über Eleanor und Gunnar, der tagsüber ein Stier ist.

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Ewige Begierde

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Steffi, Peine, 04. September 2012, 19:17