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...oder lieber Romantasy?

Midnight Hour: Die Stunde der Spieler

von Carrie Vaughn

Erscheinungsdatum: Februar 2010
Verlag: Heyne
Ausgabe: Paperback broschiert, Großformat, 368 Seiten
Preis: EUR 12.00


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2022212

Solide Urban Fantasy mit liebevoll aufgemachten Figuren.

    

Kitty und Ben

sind mittlerweile das Alpha-Werwolfpaar von Denver und ihre Beziehung entwickelt sich wunderbar. Das nächste ist: sie wollen heiraten! Eigentlich wollen beide keine große Feier, doch Kittys Eltern bestehen darauf. Dann kommt Ben auf die Idee, nach Las Vegas "durchzubrennen". Kitty ist begeistert, vor allem, als sich ergibt, dass sie eine Live-Radiosendung in Las Vegas abhalten kann. Ein fantastischer Gig für ihre Fans!.
Also reisen sie in die Stadt der Spielhöllen und Glamour-Hotels und sind überwältigt von den Menschenmassen und der Glitzerwelt. Leider befindet sich in ihrem Hotel eine Waffenausstellung, was Kitty von Beginn an nervös macht. Dort treffen sie auch auf einige alte Kopfgeldjägerkollegen von Ben und die sehen Werwölfe als frei zum Abschuss an. Während den Vorbereitungen zu ihrer Sendung und natürlich der Hochzeit passieren allerlei interessante Begegnungen und insbesondere die Raubtiershow scheint viel mehr Übersinnliches zu haben, als das Plakat vermuten lässt.



Mit Die Stunde der

Spieler bekommen wir eine neue Episode aus Kittys Leben zu lesen, und wenn man die Vorgänger kennt, fühlt man sich auch gleich wohl. Dieses Buch bzw. diese ganze Serie kann man relativ schnell einfach mal zwischendurch lesen, denn es ist denkbar angenehme, harmonische Kost. Möchte man eine "normale", bodenständige, liebenswerte Heldin, ein spannendes Abenteuer und sympathische Nebencharaktere - dann sollte man in Kittys Welt eintauchen. Sucht man nach atemberaubender Action, Erotik oder Drama ist man hier falsch.
In schön gemächlichem Tempo läuft die Geschichte um Kittys Erlebnisse in Las Vegas bis zur Hälfte des Buches an und unterhält mit allerlei Details, lustigen Dialogen und kleinen Unwichtigkeiten. Trotz einiger Bösewichte ist es eine "gute" Welt, in der Kitty lebt, und sie selbst zeichnet sich durch einen unerschütterlichen Optimismus, viel Familiensinn und ein wenig niedlicher Naivität aus. Durch ihre chaotische und oft impulsive Art manövriert sie sich des öfteren in Schwierigkeiten, es wird aber nie so richtig heftig. Auf solche Elemente zielt der Roman auch nicht ab, daher verzichtet die Autorin auch auf explizite Liebesszenen. Es sind vielmehr die schön platzierten Dialoge, die Beziehungen der Figuren untereinander und all die Eigenheiten des Werwolfdaseins, die das Buch lesenswert machen. Es ist keiner meiner Top Favoriten - dazu fehlt einfach das Quentchen "Besonderheit", aber entspannend und in seiner soliden Art irgendwie beschaulich.

Carrie Vaughn hat ein gutes Gespür für Charaktere und deren Individualität, man merkt, dass sie Spaß daran hat, Aussehen und Kleidung zu beschreiben und unterschiedliche Figuren zu erschaffen. Trotz des Ich-Erzählers bleiben dem Leser die anderen Charaktere nicht verschlossen und sie gerät auch nie ins Schwafeln. "Show, don't tell" ist einer der Leitsätze, wenn es darum geht, ein gutes Buch zu schreiben, und die Autorin hat das meiner Meinung nach gut umgesetzt. Für manche mag diese Serie in der Fülle der Urban Fantasy Titel untergehen, für mich ist sie ein kleines, aber feines Juwel.

Ein Wermutstropfen ist nur die Aufmachung des Buches: warum muss es ein teures Großformat sein?

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