Urban

Fantasy

auf World of Armitage




mehr...


...oder lieber Romantasy?

Mercy Thompson: Siegel der Nacht

von Patricia Briggs

Erscheinungsdatum: September 2011
Verlag: Heyne
Ausgabe: Taschenbuch 400 Seiten
Preis: EUR 8.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2122203

Ein weiteres Abenteuer mit der sympathischen Heldin Mercedes Thompson.

    

Eigentlich wollten Mercy

und Adam ganz heimlich heiraten, doch daraus wird nichts. Ihre Mutter und das Werwolfrudel bereiten den beiden eine Überraschungshochzeit und Mercy sieht sich inmitten aller ihrem Adam das Ja-Wort geben. Immerhin entfliehen sie der Party und brechen mit einem Wohnwagen in die Flitterwochen auf. Zwei Wochen ohne Rudel, ohne Autos zu reparieren...kann das gutgehen? Bald erfährt Mercy, dass Adam aus einem ganz bestimmten Grund auf den abgelegenen Campingplatz gefahren ist: das mächtige Feenwesen, genannt Jojo-Mädchen, hatte eine Vision, dass Adam und Mercy eine große Gefahr abwenden sollen. Dabei hat Mercy erstmal genug von lebensbedrohlichen Abenteuern. Zuallererst begegnet ihr auf dem Campingplatz erst einmal ein seltsamer Indianer-Geist, der ihrem Vater erschreckend ähnlich sieht. Doch wer ist Mercys Vater wirklich? Und was hat das alles mit den Morden zu tun, die in dieser Gegend am Fluss geschehen?.



Wenn man sich

ein fantasievolles, ruhiges und liebevoll recherchiertes Urban Fantasy Abenteuer gönnen will, dann greife man zur Mercy Thompson Serie. Auch in Siegel der Nacht begleiten wir die sympathische, bodenständige Heldin in eine toll ausgeschmückte Krimihandlung, die jeder Menge paranormaler Kreaturen einen Auftritt verschafft.
Wenn man dann noch Gefallen an ethnologischen Hintergründen, indianischen Mythen und Legenden und dem gemächlichen Erzähltempo hat, dann ist Patricia Briggs' Reihe perfekt. Es beginnt fast schon zu gediegen: Mercy und Adam heiraten und fahren in die Flitterwochen. Dort werden sie natürlich in einen Kriminalfall verwickelt, der Mercys volle Aufmerksamkeit fordert. Ein Extra ist die Geschichte um Mercys Vergangenheit und die seltsame Suche nach ihrem Vater. Da alles in der Ich-Perspektive abläuft, fühlt man sich der Protagonistin relativ nah und ich bewundere ihren ruhigen, überlegten Scharfsinn und ihre völlig geregelten Emotionen. Ganz selten verliert Mercy die Kontrolle, sie kann sich extrem gut konzentrieren und behält selbst in lebensgefährlichen Situationen eine fast schon irreale Übersicht. Auch wenn ihre Beziehung zu Adam ab und zu von Stimmungsschwankungen heimgesucht wird, kann Mercy sich darin immer wieder fallen lassen und man hat das ganze Buch über eine wunderbare stabile Liebesgeschichte. Manche mögen sagen (zu Recht), dass jetzt, wo Mercy und Adam geheiratet haben und alles sozusagen geklärt ist, ein großer Teil der romantischen Spannung wegfällt. Nicht ohne Grund gibt es fast nur Romane über den Weg dahin, zu einer festen Beziehung und kaum Bücher über bereits lange verheiratete Paare. Aber muss das zwangsweise langweilig sein? Ich fand die Kommunikation zwischen Mercy und Adam jedenfalls interessant, prickelnd und unterhaltsam. Es passiert so viel in dieser Beziehung auch ohne extreme Emotionen und krasse Dialoge (oder Liebesszenen). Hier hält sich die Autorin dezent zurück und konzentriert sich hauptsächlich auf die Krimihandlung.

Auch wenn ich froh bin, dass das deutsche Cover relativ nah am Original ist, ist die Titelvergabe doch irreführend: ein Siegel der "Nacht" gibt es hier nicht. Vielmehr ein Siegel des "Flusses". Was das Original "River marked" ja auch rüberbringt. Warum kann man nicht Siegel des Flusses sagen? Ist das für einen UF-Roman nicht düster genug? Ich weiß es nicht. Ein großer Teil des Buches jedoch handelt von Legenden um ein Flussmonster, das mich sehr an Nessie erinnert hat oder an eine böse Version des Drachen Haku aus dem japanischen Anime Chihiros Reise. Mir haben die ausgedehnten Passagen über die alten indianischen Legenden gut gefallen, und ich mochte auch die verschrobenen Geister der Gestaltwandler, die hier auftauchen. Wie immer gelingt es der Autorin, das lange recht langsam gehaltene Tempo gegen Ende zu steigern und es gibt einen spannenden Showdown. Grandios finde ich nach wie vor Adam, der zwischen seinem Beschützerinstinkt und dem Willen, Mercy ihre Freiheit zu lassen, hin und hergerissen ist.

Insgesamt ist dieser Teil natürlich für Fans der Reihe ein Muss, alle anderen beginnen lieber bei Teil 1. Und wer mehr Action will oder gar eine kühle Kick-Ass Heldin - oder vielleicht sogar mehr Sexszenen - ist bei Mercy Thompson auch nicht an der richtigen Adresse. Warum gebe ich keine TOP Wertung? Hmm...vielleicht war dieser Teil nicht ganz so mitreißend wie die anderen zuvor. Nichtsdestotrotz bleibe ich Mercy treu.

Home - Titel-Serien-Autoren A-Z - Aktuelle Topliste - Vorschau - Impressum

Mercy Thompson

Ruf des Mondes
Bann des Blutes
Spur der Nacht
Zeit der Jäger
Zeichen des Silbers
Siegel der Nacht




Was meint ihr dazu:

» neuer Eintrag

Csik, IlkOLhdhLnBxy, 12. März 2013, 03:06

I'd call this episode a cmulsy exploration of the morality of war. Spoilers ahead . . .It was interesting that the question of how to behave morally in a wartime situation was answered very differently by not one, not two, but six characters (cyborg, doctor, mayor, Doctor, mob leader, and Amy).So what was cmulsy? A lot of the dialogue about war and morality. It's too complex a topic to be answered with one-liners, which mean the one-liner answers were wrong. What else was cmulsy the Doctor being saved from killing somebody (although a death occurred anyway) in the episode right after he killed somebody. Conflicting messages here.I thought this episode was veering away from the dark Doctor crap because Amy stopped him. It repeats the theme of the Doctor needing a companion to remain a good guy.