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...oder lieber Urban Fantasy?

Herren der Unterwelt: Schwarze Nacht

von Gena Showalter

Erscheinungsdatum: August 2009
Verlag: Mira-Taschenbuch
Ausgabe: Taschenbuch, 400 Seiten
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2322013

Wilde, intensive Romantic Fantasy mit unwiderstehlichen Charakteren, die den Leser in eine andere Welt entführen. Lesen!

    

Vor Jahrtausenden erklärten die Götter

mächtige Krieger zu ihren Beschützern und gaben ihnen ehrenhafte Aufgaben. Doch die wertvolle Büchse der Pandora sollte Pandora selbst bewahren. Aus Arroganz und Wut fielen die Krieger über Pandora her und öffneten die Büchse. Doch aus dieser entwischten bösartige Dämonen, die zur Strafe in die Körper der Krieger einfielen und sie fortan verfluchten. Durch diesen Fluch waren sie ihren ehrenhaften Aufgaben enthoben und leben seitdem am Rande der Gesellschaft. Eine sechsköpfige Gruppe ließ sich in einem abgelegenen Schloss in Budapest nieder.

Eines Tages entdecken sie eine herumirrende Frau auf ihrem abgesicherten Grundstück und Maddox fällt die Aufgabe zu, sie abzufangen und "unschädlich" zu machen. Als Maddox auf Ashlyn trifft, glaubt er, dass sie ein "Köder" der Jäger ist, die seit Jahrhunderten ihm und seinen Kumpanen auf den Fersen sind. Es verwirrt ihn, dass Ashlyn sich ihm förmlich an den Hals wirft und etwas von verstummten Stimmen faselt. Tatsächlich weiß er nicht, dass sie ihr ganzes Leben nach einer Möglichkeit gesucht hat, ihre Gabe, alle Gespräche hören zu müssen, die an einem Ort je geführt wurden, auszuschalten. In Maddox' Nähe fühlt sie endlich die ersehnte Stille. Er nimmt sie mit in die Festung und seine misstrauischen Gefährtin sperren Ashlyn erstmal ein. Maddox kann sich nicht um sie kümmern, denn er muss wie jeden Nacht seinen qualvollen Tod durchleben. Lucien, besessen von Tod und Reyes, besessen von Zorn, sind verflucht ihn jede Nacht zu töten auf dass er nach einer Nacht in der Hölle wieder auferstehe. Als Ashlyn diese Inszenierung zum ersten Mal miterlebt, ist sie außer sich und völlig schockiert. Doch bereits jetzt regt sich in ihr eine Zuneigung für Maddox und der Wunsch, ihn zu erlösen. Doch kann sie das Vertrauen des gewalttätigen Mannes erlangen und die Gefahr abwenden, die von den Jägern ausgeht?

Was für ein Feuerwerk!

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch und sie sind größtenteils erfüllt worden! Schwarze Nacht ist ein Buch, das man nach Beginnen absolut nicht mehr aus der Hand legen kann!

Der Schreibstil bewegt sich zwischen denen von J. R. Ward und Sherrilyn Kenyon. Wer die Immortals Reihe gelesen hat, findet dort auch viele Parallelen. Es geht derb zu, es fallen auch mal Schimpfworte und es hagelt bissige Bemerkungen. Stilistisch wird viel mit Dialogen gelöst und die Welt entsteht durch die subjektive Wahrnehmung der Charaktere. Und dieses Buch lebt durch seine Figuren, es explodiert förmlich von all den Gestalten, die beschrieben werden. Es gibt keine Ruhe, kein Verweilen bei Details und oftmals wird stark überzogen. Dies ist das einzige kleine Manko: manchmal schlägt Gena Showalter doch etwas über die Stränge und unglaubwürdige Konstellationen oder völlig alberne Personen kommen bei mir nicht gut an. Die Lolli-lutschende, aufgetakelte Halbgöttin Anya kann sich in einen Sack mit den unerträglichen Walküren bei Kresley Cole stecken. Ansonsten haben mir alle Charaktere sehr gut gefallen, noch stärker als bei Black Dagger sind sie alle "gequälte Helden" und jeder hat seine extremen Eigenarten und das passende Aussehen. Obwohl Maddox und Ashley deutlich im Vordergrund der Handlung stehen, nimmt sich die Autorin genug Zeit, alle anderen Krieger zu beschreiben und ihnen Handlungsplatz einzuräumen. Diese Vorgehensweise entfacht eine derartige Sucht nach Fortsetzung, dass man bereits bei der Lektüre des vorliegenden Teils von der Fortsetzung träumt und sich fragt, wann die anderen Gefährten ihre Frau finden. Mit viel Fantasie zeichnet Gena Showalter eine schillernde Truppe von unterschiedlichsten Helden und verwickelt sie geschickt in dramatische Handlungen. Die Beziehung Maddox - Ashlyn ist zu Beginn sehr von Maddox' ultra-dominanter Haltung geprägt und sie ist mehr seine Gefangene als seine Geliebte. Erst später beginnt er sich ihr zu öffnen und Vertrauen aufzubauen. Natürlich wird hier voll in die Klischee-Kerbe gehauen und das beliebte Programm "sensibles Weibchen zähmt böses Männchen" abgespielt, doch aufgelockert durch zahlreiche Szenenwechsel und die spannende Sidestory mit den Jägern kommt keine Langeweile auf. Die Liebesszenen sind gelungen, entgegen meinen Erwartungen nicht allzu zahlreich und herrlich intensiv. Durch Maddox' zusätzlichen Fluch, der ihn jede Nacht in den Tod zwingt, kommt ein weiteres dramatisches Element hinzu und die Autorin badet sich förmlich in den extremsten Situationen. Gegen Ende wird es dann richtig mitreißend und viel zu schnell sind alle Seiten umgeblättert. Es erscheint fast unmöglich, bis Februar 2010 auf den nächsten Teil warten zu müssen!

Die Cover von MIRA sind zwar recht gelungen, doch es ist schade, dass der Verlag sich nicht genauer an die US-Vorlage gehalten hat, da gibt es noch mehr nackte Haut zu sehen...:-)

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