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...oder lieber Urban Fantasy?

Herren der Unterwelt: Schwarze Leidenschaft

von Gena Showalter

Erscheinungsdatum: August 2011
Verlag: Mira-Taschenbuch
Ausgabe: Taschenbuch, 400 Seiten
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Mitreißende Fantasy-Romanze in saloppem Stil.

    

Obwohl einige seiner Gefährten bereits ihre Liebe gefunden haben,

gibt es für Aeron, Hüter des Dämons Zorn, nur den Kampf gegen die Jäger und die Beschäftigung mit der Dämonin Legion. Der geflügelte, über und über mit Gewaltdarstellungen tättowierte Krieger ist durch Zorn gezwungen, die Sünden eines jeden zu erkennen und denjenigen dafür zu bestrafen.

Eine ganze Weile schon fühlt er sich durch eine unsichtbare Gestalt beobachtet und eines Tages kommt es, dass eine Frau in weißem Gewand urplötzlich auf dem Gelände der Herren auftaucht. Es stellt sich heraus, dass sie ein gefallener Engel ist, sie entsagte dem Leben im Himmel um mit Aeron zusammen zu sein. Olivia, so ihr Name, weiß dass die Engel Aeron zur Strafe für sein Vergehen töten wollen, denn Aeron hat gegen die Gesetze des Himmels die Dämonin Legion an sich gebunden, so dass sie auf der Erde frei wandeln kann. Nun will Olivia alles daran setzen, Aerons Leben zu retten und auch sein Herz zu erobern. Doch Aeron ist misstrauisch und verschlossen.

Die Geschichte von Aeron und Olivia

ist ganz im Stil von Gena Showalter: perfekte, amüsante und wendungsreiche Action-Unterhaltung mit einigen prickelnden Erotik-Szenen. Wirklich ausgedehnt, denn auf knapp 500 Seiten, fiebert und leidet der Leser mit den Protagonisten mit und erfährt nebenbei immer wieder Details über die anderen Figuren.

Aeron war für mich von Anfang an ein faszinierender Charakter, man stelle sich einen komplett tättowierten Hünen mit Flügeln vor. Mit dem Dämon Zorn konnte ich allerdings nicht so viel anfangen, vor allem warum muss Zorn die Sünden der anderen bestrafen? Wäre das nicht eher der Dämon der Rache bzw. der Gerechtigkeit? Sehr aufbrausend oder zornig fand ich Aeron auch nicht, da ist Maddox ganz anders.
Natürlich erliegt er Olivias Reizen früher oder später und ich mochte es, wie er gegen sich selbst - und gegen alle anderen - kämpft um seine weiche Seite zu verbergen. Olivia ist ein sanftmütiger Engel (auch wenn sie gefallen ist), die mit ihrem reinen Herzen selbst den hartgesottensten Krieger einnehmen kann. Dennoch weiß sie was sie will, und ihr Selbstvertrauen steigert sich im Laufe der Geschichte bis hin zu etwas unglaubwürdigen Einlagen von "ich-nehme-mir-was-ich-will", die einfach nicht zu ihr passten. Doch für Übertreibungen ist die Autorin ja immer gern zu haben. Also gibt es natürlich dramatische Entwicklungen, lebensbedrohliche Situationen, Verrat, Erpressung und nervenzerreißende, moralische Entscheidungen. Hiermit unterscheidet sich Gena Showalter wirklich von den sonstigen Mainstream-Romantasy Titeln, deren Vorhersehbarkeit meist in Langeweile ausartet. In Schwarze Leidenschaft blüht die Story am Ende nochmal richtig auf und es geht um Leben und Tod.

Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die zunehmenden Verwicklungen in der Hintergrundgeschichte um die Büchse der Pandora, den Krieg zwischen den Göttern und dem Schicksal der Herren. In jedem Band erfindet die Autorin weitere Details, Personen und Umstände, die den Herren das Leben schwer machen. Außerdem kommen immer neue von Dämonen besessene Personen hinzu, die wohl das Fortbestehen der Serie sichern sollen, nachdem alle alteingesessenen Lords ihre Geliebte gefunden haben. Für mich gibt das irgendwann ein unglaubwürdiges Durcheinander, wo niemand mehr weiß, auf wessen Seite er jetzt steht. So viel Doppelmoral, Geheimnistuerei und komplizierte Namen müssen gar nicht sein, um der Liebesgeschichte eine Substanz zu geben. Leider kommen die Menschen, bzw. Jäger wieder einmal denkbar schlecht weg und werden als hirnlose, tölpelhafte Handlanger dargestellt, die Galen, dem Hüter der Hoffnung verfallen sind. Fast genauso überflüssig fand ich die Auftritte der eifersüchtigen Dämonin Legion, die sich natürlich in die größten Schwierigkeiten bringt, um Aeron für sich zu gewinnen und im wahrsten Sinne des Wortes (Himmel und) Hölle in Bewegung setzt.
Ansonsten kann man die lustigen Episoden mit den anderen "Jungs" genießen, die flapsigen Anmachen von William, die Missgeschicke von Torin und auch den kleinen Vorgeschmack auf Gideons Geschichte.

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Boo, 25. August 2011, 13:35

Deri, 23. August 2011, 15:25