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Leopardenmenschen-Saga: Magisches Feuer

von Christine Feehan

Erscheinungsdatum: Juni 2010
Verlag: Heyne
Ausgabe: 600 Seiten, größeres Taschenbuchformat
Preis: EUR 14.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Flüssig zu lesender zweiter Teil mit einem beeindruckenden Alpha-Männchen und heißer Erotik

    

Der Milliardär Jake Bannaconni hat eine schwere Kindheit hinter sich:

von seinen skrupellosen Eltern geschlagen und missbraucht, hat er doch stets sein Geheimnis bewahrt: die Kräfte des Leoparden in ihm. Seine Eltern wollten sein Gestaltwandlererbe für ihre Zwecke nutzen, doch Jake ist stärker und überwindet diese schlimme Zeit. Er wird zu einem eiskalten, berechnenden Geschäftsmann, der ein Millionenerbe antritt und zu noch mehr Reichtum führt.

Aber sein Herz bleibt hart und er lebt einen extremen Kontrollzwang. Als ihm eine seiner Liebschaften von ihm schwanger wird und sich ihm entziehen will, tobt Jake vor Wut. Auf einer rasanten Verfolgungsjagd kommt es dann jedoch zu einem schweren Unfall, in den auch ein weiteres Fahrzeug verwickelt wird - und in diesem sitzen die junge Emma und ihr frisch angetrauter Mann. Sowohl die Mutter von Jakes Kind als auch Emmas Mann sterben in den Flammen, ein tragisches Schicksal. Als Jake Emma zum ersten Mal sieht, glaubt er bereits, sie seit je her zu kennen und im Krankenhaus entwickelt sich zwischen den beiden eine seltsame Vertrautheit. Emma fürchtet sich zwar teilweise vor dem herrschsüchtigen, extrem dominanten Mann, doch ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihr Schicksal in seine Hände zu legen, nachdem ihr alles genommen wurde. Sie willigt ein, in Jakes Haus zu ziehen und sich um sein und ihr Kind zu kümmern. Dass Jake plant, sich Emma bis zur letzten Faser unterwürfig zu machen, ahnt sie nicht.

Magisches Feuer ist ein lesenswerter zweiter Teil der Leopardenmenschen-Saga

und - zumindest am Anfang - besser als sein Vorgänger. Christine Feehan beginnt mit einem ultra-maskulinen, extrem gequälten Helden, der zu überhaupt keinen zarten Gefühlen - oder gar Liebe - mehr fähig ist. Jake Bannaconni ist ein eiskalter Geschäftsmann, der fast schon zwanghaft alles und alle um ihn herum beherrschen muss. Als er dann auf die sanfte Emma trifft, ist klar, dass er sie nicht mehr gehen lassen wird.

Auf mindestens 300 Seiten bietet sich dem Leser ein recht gelungenes Beziehungsdrama, eigentlich fast schon ein Kammerspiel. Denn es passiert nicht viel drumherum, man kann sich voll und ganz auf die Entwicklung zwischen Jake und Emma konzentrieren. Im gewohnt ausufernden, schwülstigen und wiederholenden Schreibstil wartet man eigentlich nur darauf, dass die liebenswerte Emma den groben Klotz Jake langsam auftaut. Und wie wehrt er sich doch gegen die Gefühle, die in ihm aufkeimen! Für alle Fans von extremen Rollenklischees, tortured heros und endlosen Gefühlsanalysen ist dieser Roman genau das Richtige.

Was mich überrascht hat, waren einige neue Tendenzen von Frau Feehan: 1. Es werden Kinder ins Spiel gebracht und sie nehmen viel Platz in der Geschichte ein. 2. Die Sexszenen enthalten einige Elemente aus dem Bereich BDSM. Für diese Innovationen in ihren sonst sehr sehr gleich aufgebauten Romanen gebe ich hier das Urteil lesenswert, ansonsten kommt es für mich nicht weiter als Durchschnitt. Leider gibt es nämlich neben den gut aufgemachten erotischen Szenen und der Hardcore-Romantik große Schwächen was die Handlung betrifft. Wie bei fast allen Romanen der Autorin kann man eigentlich nach der Hälfte aufhören, spätestens dann, wenn die beiden Hauptcharaktere zum ersten Mal Sex hatten. Hat man sich dann durch 20 Seiten Liebesszene geschwelgt, kann man sich darauf einstellen, dass die Story im Folgenden minütiös nach Schema F abläuft. Am meisten hat mich jedoch die Auflösung des großen Geheimnisses von Jake und Emma enttäuscht. Da versucht der Mann das ganze Buch über seine tierische Seite zu unterdrücken und am Ende wird alles innerhalb kürzester Zeit extrem verharmlost und einfach so hingenommen. Da wurde so viel Potential verschenkt! Die "Feinde" sind wie immer absolut lächerlich und extrem überzogen böse dargestellt.

Insgesamt würde ich sagen, dass es in der Leopardenmenschen-Saga noch weniger "paranormal" zugeht als in den Karpathianer Romanen. Eigentlich sind alle normale Menschen - ok, die männlichen Vertreter sind etwas dominanter als sonst - aber es gelingt der Autorin meiner Ansicht kaum, den Eindruck zu vermitteln, man lese etwas anderes als einen Standard-Liebesroman. Ich nehme den Charakteren ihre zweite Gestalt - den Leopard - nicht wirklich ab, es wirkt aufgesetzt und unnatürlich. Auch wenn die katzenhaften Züge blumig beschrieben werden, kann diese Darstellung niemals an z.B. das Universum von Nalini Singhs Gestaltwandlern heranreichen. Wo man bei letzter wirklich in eine andere Welt versetzt wird und das "Tier im Manne" meisterhaft dargestellt wird, ist es bei C. Feehans Leoparden immer etwas - wie soll ich sagen... lächerlich? Peinlich? Kindisch?

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