Romantic

Fantasy

auf World of Armitage




mehr...


...oder lieber Urban Fantasy?

Unsterbliche...: Unsterbliche Liebe

von Rosemary Laurey

Erscheinungsdatum: Januar 2008
Verlag: Weltbild
Ausgabe: Taschenbuch, 366 Seiten
Preis: EUR 4.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2011001

Sehr süßliche Vampirromantik, jedoch mit charmanten Charakteren

    

Kit's langjähriger Freund Justin Corvus ist für zwei Wochen

zu Besuch bei ihm und Dixie in den USA, um sich mit Vlad Tepes "Dracula" und Justin's Exgefährtin Gwyltha zu treffen. Dabei lernt Justin durch Zufall in Dixies Vampirbibliothek die attraktive und resolute Stella Schwartz kennen, die alleinerziehende Mutter des neunjährigen Sam ist. Justin ist sofort angetan von Stella und bietet ihr an, für den vampirbegeisterten Sam ein Vampirkostüm zu besorgen. Nach und nach lernt er mehr über die junge Frau und ihre bescheidenen Lebensverhältnisse. Schon recht früh merkt Justin, dass er Stella beschützen und aus ihrer gefährlichen Wohngegend und schlechten finanziellen Situation rausholen möchte.

Langsam kommt er der stolzen Frau näher, da passiert das Unglück: kriminelle Nachbarn, die Rachegelüste gegen Stelle und Justin hegen, lauern ihnen im Park auf und erschießen Stella. Sie stirbt in Justins Armen, doch er reagiert sofort und verwandelt sie in eine Vampirin. Von da an muss sie sich in ihrem neuen Leben zurechtfinden und Justin als ihren unsterblichen Partner akzeptieren. Es fällt ihr schwer, alles vor ihrem Sohn zu verbergen und dem Sonnenlicht und sonstigem Gesellschaftsleben zu entsagen. Währenddessen kommt heraus, dass Justin in der Nacht der Schießerei die beiden Angreifer brutal zusammengeschlagen hatte, was im Kodex der Vampirkolonie nicht geduldet wird. Menschen dürfen nicht in Gefahr gebracht werden. Nun droht Justin der Ausschluss. Jetzt muss er sich mit mehreren Problemen auseinandersetzen: wird Stella mit ihm zurück nach England gehen? Hat ihre Liebe eine Zukunft, falls er aus der Kolonie ausgeschlossen wird? Und was plant Vlad Tepes, der verbotenerweise zwei Ghule unter seinen Untergebenen hat?

Man muss ja sagen, eigentlich ist dieses Buch und die ganze Serie Schund.

Der Schreibstil ist infantil, eintönig und voller Wiederholungen. Die Handlung ist mehr als dürftig, ohne viel Spannung und passt eher zu Rosamunde Pilcher oder der Schwarzwaldklinik. Die Figuren sind stereotyp, teils lächerlich und unkonstant. Sämtliche Ansätze, die die Autorin erdacht hat, um der Geschichte Spannung zu verleihen verlaufen viel zu schnell im Sande oder werden von den Protagonisten selbst ad absurdum geführt. Schwerwiegende, herzzerreißende Problem werden in sekundenschnelle aus der Welt geschafft und richtig böse Leute gibt es nicht.

So, aber trotz allem hat dieses Buch wie sein Vorgänger einen gewissen unerklärlichen Charme. Es ist so eine heile Wir-haben-uns-alle-lieb Welt, es plätschert so gemächlich dahin, dass man manchmal richtiggehend sentimental dabei wird. Justin ist so ein Vollblut-Softie, und steht Kit in Sachen Romantik und Gentlemen-Verhalten in nichts nach. Also sitzt man beim Frühstück und die Seiten blättern sich wie von alleine um: la la la, sie lernen sich kennen, la la la, sie wird erschossen, la la la, sie ist ein Vampir, la la la, alles wird gut. Die Nebenhandlung um Vlad Tepes und die beiden Ghule möchte ich hier nicht weiter erwähnen, weil das wirklich peinlich wäre. So eine schlechte Passage habe ich selten gelesen. Konzentriert man sich besser auf Justin und Stella bzw. Kit und Dixie, die auch sehr viel Platz eingeräumt bekommen. Die Liebesszenen sind züchtig, harmlos und nicht richtig ausgeführt. Aber da gibt es eben ein paar romantische, süße Momente, in denen diese proklamierte unsterbliche Liebe zum Leben erwacht und die marionettenhaften Charaktere Platzhalter sind für den Traum, den wohl alle passionierten Liebesromanleserinnen haben. Da kommt der starke, erfahrene, sensible Vampir, der 1500 Jahre nur auf dich gewartet hat und verwandelt dich, verwöhnt dich, sichert dich finanziell ab und wird dich für immer immer lieben. Als Frau zickt man dann spaßeshalber vorher noch ein bisschen rum um sich interessant zu machen, nur um dann umso leidenschaftlicher in die Arme des Liebhabers zu fallen.

Etwas verstörend wirkt die Tatsache, dass es da noch den 9-jährigen Sam gibt, doch so wichtig wie dieses Kind am Anfang genommen wird, so selbstverständlich wird es dann zur Seite geschoben. Er wird schon verstehen, dass Mama auf einmal ein Vampir ist, aber so lange wie möglich soll das geheim gehalten werden. Sie ist halt auf Diät. Und genauso hanebüchen werden viele andere Dinge im Vampirleben begründet. Doch wen interessierts? Vor lauter Schnulz sind wir so eingelullt, dass das gar nicht mehr zählt.

Home - Titel-Serien-Autoren A-Z - Aktuelle Topliste - Vorschau - Impressum

Unsterbliche...

Unsterbliche Küsse
Unsterbliche Liebe




Was meint ihr dazu:

» neuer Eintrag

Es sind noch keine Einträge vorhanden.