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Unsterbliche...: Unsterbliche Küsse

von Rosemary Laurey

Erscheinungsdatum: Januar 2007
Verlag: Weltbild
Ausgabe: Taschenbuch, 414 Seiten
Preis: EUR 4.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2011001

Harmloser Vampir-Liebesroman mit klischeegerechten Hauptcharakteren und einer ganz netten Story.

    

Ihr Freund hat sie verlassen, ihren Job hat sie geschmissen

- nichts hält Dixie mehr in ihrer Heimat Charleston, USA. Als sie überraschenderweise das Haus ihrer Großtanten in England erbt, macht sie sich auf die Reise dorthin um ihren neuen Besitz zu begutachten und eventuell zu verkaufen. Im kleinen Städtchen Bringham angekommen, sucht sie ihren Anwalt Sebastian Caughleigh auf, der den Verkauf arrangieren soll. Dixie spürt sofort Antipathie und weiß nicht, ob sie dem attraktiven und glatten Anwalt vertrauen soll. Sie kommt in einer Pension unter und besichtigt noch am selben Abend ihr Haus. Doch sie muss eine schreckliche Entdeckung machen: es sind Einbrecher in ihrem Besitz! Als sie gerade einschreiten will, kommt ihr der charismatische Christopher Marlowe in die Quere und verhindert, dass sie sich in Gefahr bringt.

Dixie ist sofort fasziniert von dem blassen, schlanken Mann, der nur noch ein Auge hat. Bald lernt sie außer ihm noch weitere Leute aus dem Dorf kennen und weiß leider noch nicht, dass sie sich in Gefahr befindet. Sebastian gehört einem Hexenzirkel an und der hat es auf wertvolle alte Dokumente abgesehen, die sich in Dixies Haus befinden sollen. Ihre Großtanten waren nämlich auch Hexen, was Dixie erst viel später herausfindet. Vorerst muss sie sich entscheiden, ob sie sich auf Christopher einlassen kann und will, und sein Charme kann sie letzten Endes überzeugen. Doch Christopher ist ein Vampir, und als er einmal von Dixies Blut kostet, weiß er, dass er nur eine Gefahr für sie ist. Als er selbst dann Opfer eines Mordversuchs des Hexenzirkels wird, ist Dixie seine einzige Rettung. Ab da weiß sie, dass er kein Mensch wie sie ist. Hat ihre Liebe trotzdem eine Chance?

Wenn man sich erstmal vom Anblick des wohl grässlichsten Covers,

das je für einen Vampirliebesroman erstellt wurde, erholt hat, bekommt man einen gut geschriebenen, ganz klassischen Liebesroman, der ein wenig altmodisch wirkt, aber durchaus Potential hat. Laureys Schreibstil reißt den Leser nicht vom Hocker, es geht eher alles ganz höflich, gediegen und gemächlich voran. Einige nervige, aber atmosphärische Detailbeschreibungen füllen gut die Seiten, sind aber erträglich. Dixie ist eine lebenslustige, spontane Person, die zuerst nicht an Übersinnliches glaubt, dann aber schnell eines Besseren belehrt wird. Insgesamt kommt sie mir etwas naiv vor. Christopher Marlowe ist rein äußerlich ein interessanter Mann - ich mag es, wenn die männliche Hauptperson kein Adonis ist - doch leider ist er ein ziemlicher Softie. Seine teilweise von Selbstzweifeln zerfressene, weinerliche Art bremst den allgemeinen Enthusiasmus etwas und insgesamt bekommt man einen eher flachen Eindruck der Liebesgeschichte.

Für einen 400 Jahre alten Vampir ist er nicht so souverän, wie man erwarten könnte und gegen die Black Dagger Bruderschaft ist er wohl ein jämmerlicher, Hühnerblut süffelnder Eigenbrötler, der kein Risiko eingehen will. Schade! Die Entwicklung der Beziehung der Hauptcharaktere bleibt etwas am Rande angesichts der vielseitig beleuchteten Randstory um den Hexenzirkel, die Mordanschläge und sonstigen Dorfklatsch.

Die Rolle des Bösewichtes ist ziemlich klischeehaft dargestellt und es passiert eigentlich nichts in diesem Roman, was man nicht vorhersehen könnte. Es werden brav und in gemächlicher Reihenfolge viele Vampir- und Liebesromanklischees heruntergeleiert, die wenigstens aber sprachlich ganz nett verpackt sind. Die Liebesszenen sind nicht sehr erotisch, eher zurückhaltend und bedeckt, aber darauf kommt es der Autorin auch meines Erachtens überhaupt nicht an. Vielmehr Wert wird auf die Gesellschaft und deren Umgang mit Vampiren etc um und auf die kleinen zwischenmenschlichen Konflikte gelegt. Vorblättern bringt hier allerdings nicht viel, denn durch ständigen Szenenwechsel verpasst man sonst einen Teil der Handlung - was nicht unbedingt schlimm wäre. Besonders das letzte Drittel des Buches ist leider unverhältnismäßig schwach und langweilig.

Am ehesten vergleichbar wäre wohl die Wulf-Trilogie von Ronda Thompson, allerdings spielen Rosemary Laureys Romane in der Gegenwart.

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