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Die Schwarzen Juwelen: Dunkelheit

von Anne Bishop

Erscheinungsdatum: April 2005
Verlag: Heyne
Ausgabe: Taschenbuch, Broschur, 560 Seiten
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Exzentrisches Fantasy-Epos mit dämonischem Flair.

    

Das Buch erzählt die Geschichte

des Mädchens Jaenelle, das von Geburt an 13 schwarzen Juwelen trägt und damit Hexe werden kann, die Königin aller Völker. Die Menschen und Lebewesen dieser Welt sind aufgeteilt in Landen (ohne Blut) und Blutsleute (von besserer Herkunft und mit magischen Fähigkeiten ausgestattet). Die Kraft eines jeden wird durch die Art und Menge der Juwelen bestimmt, die er oder sie trägt. Angefangen mit den hellen Farben ist das höchste das schwarze Juwel. Die Welt ist unterjocht von der Matriarchie, grausame, mächtige Königinnen herrschen über die einzelnen Gebiete und halten sich Männer als Lustsklaven. Daemon ist ein Lustsklave, der durch einen Ring des Gehorsams um seinen ... gefügig gemacht wird. Er wartet sein ganzes Leben schon auf die Retterin, die alle Völker gerecht vereinen wird. Genauso geht es seinem Vater, dem Höllenfürsten Saetan. Eines Tages dann werden sie auf ein ungewöhnliches Mädchen aufmerksam, das im Land der Dämonen wandelt und dort verschiedenen Menschen bzw. Toten hilft. Als Saetan das Mädchen zum ersten Mal sieht, weiß er sofort, dass sie Hexe ist. Da sie aber erst 12 Jahre alt ist, kann sie ihren Platz als Herrscherin noch nicht einnehmen. Also beginnt er, sie darauf vorzubereiten und sie in der Kunst zu unterweisen.

Jaenelle selbst lebt bei ihrer Familie, die von Intrigen und Gewalt zerrüttet ist. Ihre Eltern wissen nicht, dass sie hochbegabt ist und halten sie eher für zurückgeblieben und verwirrt. Als Daemon von Jaenelle erfährt, macht er alles möglich, um in ihrer Nähe zu sein und schleicht sich in den Haushalt ihrer Eltern ein. Er versucht, sie vor dem Bösen zu beschützen, doch das Kind hat viele Feinde.

Hier haben wir ein hochkomplexes, episches Werk,

das stilistisch so gar nichts mit den anderen Paranormalen Romanen zu tun hat, die ich gelesen habe. Zum einen kann ich sehr gut verstehen, dass sich hier die Geister scheiden und die einen völlig begeistert sind, die anderen nach 100 Seiten entnervt aufgeben. Ich war auch nach der Hälfte des Buches noch nicht sicher, was ich davon halten soll und musste es mehrere Male weglegen.

Bereits zu Beginn wird der Leser überschüttet mit Begriffen, Namen und Szenenwechseln. Alles ist so verwirrend angelegt, dass man das Gefühl hat, nur in Situationen reinzuplatzen ohne wirklich zu verstehen warum. Aber mit der Zeit laufen alle die weit entfernten Fäden vom Anfang zusammen und die Personen, die vorher zusammenhangslos wirkten, treffen sich unter interagieren. Allerdings passiert das sehr sehr langsam und es gibt viel Pathos dazwischen. Nicht unbedingt Landschaftsbeschreibungen oder Monologe, sondern vielmehr haarkleine Abhandlungen über Geschehnisse, die storytechnisch irrelevant sind. Wie es zum Beispiel ist, wenn die Hure Surreal Freier empfängt und wie Jaenelle ein besonderes Pferd beschreibt etc. Das erfordert Geduld und Einfühlungsvermögen vom Leser. Auch die Namensgebung der Charaktere ist höchst gewöhnungsbedürftig. Den Höllenfürsten Saetan und seinen Sohn Daemon zu nennen scheint mehr als einfallslos. Dann aber heißen andere wieder Manny (als Frau!) und man glaubt sich im tiefsten Volksdialekt. Entweder hat hier die Übersetzung versagt oder es ist echt daneben gegangen. Es dauert auch geraume Zeit, bis man sich an die dauernden Szenenwechsel gewöhnt hat und verstanden hat, wo jetzt Unterwelt und so weiter ist.

Dazu braucht man locker die Hälfte des Buches, und wenn man bis dahin nicht aufgegen hat, wird es ein super Leseerlebnis. Erst dann kann man richtig mitfiebern und versteht das Wesen von Daemon und Jaenelle. Es wird auch dann erst spannend und man spürt, dass es eine Geschichte ist und nicht nur eine wahllose Aneinanderreihung von Szenen. Von Erotik allerdings habe ich nicht viel gemerkt. Die Romanreihe wird als Meisterwerk der düsteren Erotik angepriesen, aber auf erotische Szenen entfallen vielleicht insgesamt 2 der 558 Seiten. Und dann ist es auch eher Quälerei und SM, unpersönlich und nicht gerade erotisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand anregend findet, zu lesen, wie einem Mann bei vollem Bewusstsein mit einer Rasierklinge die Geschlechtsteile abgeschnitten werden. Viel Action gibt es auch nicht, alles zieht sich ein wenig träge dahin, was aber nicht unbedingt unangenehm zu lesen ist. Es ist eben etwas ganz anderes als gewohnt und hat durchaus auch seine Qualitäten. Allerdings nichts für Fans von leichter Unterhaltung für zwischendurch!

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Dunkelheit
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