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Jill Kismet: Blutige Vergeltung

von Lilith Saintcrow

Erscheinungsdatum: Januar 2011
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: 384 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Harte, kompromisslose Action.

    

Und wieder einmal muss die Dämonenjägerin Jill Kismet

ihre Stadt Santa Luz vor den Mächten der Hölle beschützen. Menschen verschwinden spurlos und Jill kommt einer schrecklichen Tatsache auf die Spur: eine Scurf-Epidemie bedroht die Stadt. Parallel wird sie von einem befreundeten Polizisten gebeten, sich um einen mysteriösen Selbstmord eines Ermittlers zu kümmern. Es scheint, als würde hier ein großes Verbrechen vertuscht.

Als Jill mit der Arbeit beginnt, wird sie schnell zum Ziel von tödlichen Angriffen und folgert, dass die Drahtzieher des Komplotts in den eigenen Reihen der Polizei sitzen müssen. Ohne die Hilfe ihres Geliebten Werpumas Saul, muss sich Jill einer unsichtbaren Gegnerschaft stellen.

Hart und blutig geht es wieder her bei Jill Kismet.

Die durch Höllenkraft verstärkte, extrem misstrauische und teils paranoide Kriegerin muss sich gleich mehreren Gefahren stellen: der Scurf Epidemie und Polizeikorruption.

Lilith Saintcrow schafft eine kalte, kompromisslose Welt um eine mächtige Einzelkämpferin, die an jeder Ecke und in jeder Sekunde in Lebensgefahr ist. Zitterig, immer am Limit und kurz vorm Alkoholismus, das ist Jill Kismet. Ihre Andersartigkeit wird permanent hervorgeheben und ihre schiere körperliche Kraft und Andersartigkeit füllt unzählige Seiten dieses Buches. Ich finde den Schreibstil der Autorin faszinierend, auch wenn die gesamte Story lange nicht an die um Dante Valentine heranreicht.
Mit unmenschlicher, selbstloser Aufopferung prescht Jill in wahre Massen von ekelhaften Feinden, schlachtet sich durch glibberige Mutationen und verzichtet auf Schlaf, Heilung und Essen sobald eine kurze Störung auftritt. Die sehr gehetzte Atmosphäre macht das Lesen anstrengend, man wird quasi überschüttet von Gewaltdarstellungen und die auftretenden Nebenfiguren sind alles grüblerische, depressive oder apokalyptische Archetypen. Jill mäht sich mit trockenen, manchmal sarkastischen Sprüchen durch die Story und macht jeden Nebencharakter mit ihrer Präsenz mundtot. Die Ich-Erzählperspektive ist sehr präsent und aufdringlich, lässt nichts neben Jills Meinung und Taten zu. So sind wir als Leser ganz nah dran, wie sie mordet, verwundet wird, fast stirbt, mordet, verwundet wird, fast stirbt etc.

Irgendwo da drin gibt es eine legendäre Coolness, ein Aufblitzen von stilistischer Genialität, eine tolle Mischung aus Mad Max und From Dusk till Dawn. Leider kommt am Ende aus vielen Szenen nur eine überzogene Gewalttätigkeit und frostige Gefühllosigkeit heraus. Schade um die interessante Persönlichkeit Jill Kismet, schade für Fans der Autorin wie mich. Die Serie wurde nach Totenzirkus vom Egmont Lyx Verlag abgesetzt und je länger ich sie verfolge, desto weniger enttäuscht bin ich eigentlich darüber.

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Jill Kismet

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