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...oder lieber Romantasy?

Jägerin der Nacht: Dayhunter

von Jocelynn Drake

Erscheinungsdatum: Mai 2010
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: Kartoniert mit Klappe, 448 Seiten
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Recht anständiger zweiter Teil ohne viele Höhen und Tiefen.

    

Um ihre Mission

zu erfüllen, dem kriegerischen Volk der Naturi, das durch ein Dimensionsportal in die Welt zu kommen versucht, Einhalt zu gebieten, reist Mira zusammen mit dem Jäger Danaus nach Venedig. Dort ist seit Jahrhunderten der Hauptsitz des Konvents, dem mächtigen Rat der Vampire, der einst Mira zur Nachtwandlerin machte. Mira weiß, dass ein Treffen mit dem Konvent lebensgefährlich ist, doch sie muss die Obersten Vampire von den Plänen der Nature berichten und versuchen, sie auf ihre Seite zu ziehen. In Venedig angekommen, merkt sie schnell, dass ihr Feindseligkeit entgegenschlägt und nur mit Mühe kann sie ihren schwächeren Gefährten Tristan vor den üblen Launen des Rates beschützen. Verwickelt in politische Auseinandersetzungen kommt es zu keiner schnellen Entscheidung und Mira ist verzweifelt. Die Zeit bis zu dem Datum, an dem die Naturi das Portal öffenen können, wird immer kürzer. Da sie von den Ältesten keine Hilfe erwarten kann, handelt Mira schnell und auf eigene Faust...

Der zweite Teil

der Serie um die Feuermacherin Mira knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Bandes an. Noch immer befindet sich Mira quasi im Krieg und in einer Dauerstress-Situation. Da sie von allen Seiten Feindseligkeiten erwartet und auch bekommt, ist ihr ganzes Verhalten von permanenter Anspannung geprägt. Dadurch, und wegen des kühl-distanzierten und recht prosaischen Schreibstils kam ich als Leser der Hauptfigur nur unwesentlich näher als im ersten Teil. Mira ist zerrissen durch ihre schwere Vergangenheit, gleichzeitig empfindsam und extrem brutal. Sie weiß nicht, ob sie ihre Existenz lieben oder hassen soll, sie will keinen um sich herum haben, sehnt sich aber nach Nähe. Es ist schwer, mit so einer problematischen Hauptfigur zu sympathisieren. Sie hat zwar ihre guten Momente, in denen ihre Handlungsweise klar und nachvollziehbar ist, oftmals irrt sie aber durch die zähe Geschichte und hat seltsame Dialoge mit den Nebenfiguren. Auch wenn sie wohl betont cool und unnahbar wirken soll, stimmt die Balance dieser Figur trotzdem nicht.

Im Nachhinein beim Schreiben der Inhaltsangabe ist mir umso mehr aufgefallen, wie wenig tatsächlich in diesem Buch passiert. Mira, Danaus und Tristan reisen nach Venedig, treffen dort auf den Konvent und versuchen die Naturi aufzuhalten. Zwischendurch gibt es viel Atmosphärisches, das dem Leser Venedig und vor allem Miras Sicht dieser Stadt nahebringen soll. Leider ist der Funken bei mir nicht übergesprungen und die Geschichte hätte auch in jeder anderen beliebigen Stadt (bei Nacht) spielen können. Sehr seltsam und konfliktbehaftet ist auch die Beziehung zwischen Mira und Danaus. Ich habe ja absolut nichts dagegen, wenn es NICHT Liebe auf den ersten Blick ist, aber bei diesen beiden ist es sehr konstruiert und fahrig. Eigentlich wollen sich die beiden ja umbringen, dann aber brauchen sie einander, kommen sich jedoch nicht näher. Als Mira erfährt, was Danaus wirklich ist, hat sie zuerst schreckliche Angst, "vergisst" es aber sogleich wieder. Auch wenn die Autorin versucht, ihre Figuren miteinander agieren zu lassen - es gibt sogar eine Liebesszene - schafft sie es aber nicht, dem ganzen Leben einzuhauchen. Die Gespräche sind hölzern und oft bemüht geheimnisvoll, Miras Stimmungsschwankungen werden bis ins Kleinste ausgebreitet und ihre seltsamen Ahnungen und Erinnerungsfetzen füllen ganze Passagen ohne Wirkung zu hinterlassen. Sicherlich ist die Hintergrundgeschichte ganz interessant, mit dem Kampf der Nachtwandler gegen die Naturi hat sich J. Drake ein Epos-artiges Szenario aufgehalst. Potential hätte das allemal, doch immer mehr verzettelt sich die Autorin in Kleinigkeiten und verliert den Leser dabei. Tatsächlich habe ich mich mehrere Male beim Vorblättern ertappt.

Obwohl ein gewisses Maß an Spannung immer noch da ist und mich der Ausgang der Beziehung zwischen Danaus und Mira durchaus interessiert, kommt der Roman nicht über ein gutes Mittelmaß hinaus. Da gibt es mittlerweile einfach zu viel Konkurrenz. Dante Valentine ist cooler, Kate Daniels aktiver, Marla Mason mitreißender und Rachel Morgan sympathischer. Auch wenn Mira eine Nachtwandlerin und damit ein "kühleres" Wesen ist, wollen wir doch trotzdem ein Buch, das Gefühle rüberbringt und keine emotionsarme Handlungsbeschreibung.

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