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Immortal Guardians: Düstere Zeichen

von Dianne Duvall

Erscheinungsdatum: Oktober 2012
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: Taschenbuch, Klappenbroschur
Preis: EUR 9.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Seichte Vampir-Romantik, nichts neues, aber nett.

    

Die Musikdozentin Sarah Bingham führt ein bescheidenes Leben

in einem abgelegenen Häuschen. Eines Tages jedoch wird sie Zeugin eines grässlichen Überfalls einiger Halbstarker auf einen scheinbar hilflosen Mann. Als sich Sarah den Tätern nähert, sieht sie mit Grauen, dass sie ihr Opfer am Boden festgekettet und mit Messerstichen verletzt haben. Kurzerhand überwältigt sie die Kerle und schleppt den stark geschwächten Mann in ihr Haus. Roland ist Sarah unglaublich dankbar, dass sie ihn vor seine Angreifern und vor allem vor dem Sonnenlicht gerettet hat. Er braucht Blut um seine Verletzungen zu heilen, doch Sarah darf auf keinen Fall erfahren, wer er wirklich ist. Doch Roland hat sie bereits in die Gefahr mit hineingezogen und als Sarah ebenso zur Zielscheibe wird, entscheidet Roland, sie mit sich zu nehmen. Von Anfang an ist er verzaubert von ihrer lebensfrohen und offenen Art und auch Sarah findet Gefallen an dem attraktiven und verschlossenen Mann. Doch sie ahnt bereits, dass etwas mit ihm nicht stimmt...

Eigentlich dürfte ich überhaupt keine Inhaltsangabe für diesen Roman schreiben,

denn viel zu schnell hat man hier die gesamte Story nacherzählt. Der erste Teil der Immortal Guardians Serie ist eine recht angenehme Mischung aus Lara Adrians und Christine Feehans Vampirgeschichten und fällt in das Genre "denkbar harmlos".
In einem flüssig-leichten Schreibstil erzählt die Autorin eine romantische Liebesgeschichte zwischen dem Unsterblichen Roland und der quirligen Dozentin Sarah. Dabei platzt der Krieger unvermittelt in das beschauliche Leben der jungen Frau und reißt sie unwiderbringlich aus diesem heraus (was sie auch nicht in einem einzigen Satz bereut oder auch nur erwähnt). Um es genauer zu beschreiben: Alphamännchen schnappt sich sein williges Weibchen, erhebt seinen Anspruch auf sie und löscht all ihr vorheriges Dasein praktisch aus. Diese mehr als klischeehafte Story wird jedoch erfreulicherweise ziemlich unterhaltsam und prickelnd präsentiert und schafft es locker, einige Stunden von der "bösen bösen" Wirklichkeit abzulenken.

Man darf sich also an dem eigenbrötlerischen, super sexy Roland ergötzen, der durch die anschmiegsame Sarah innerhalb weniger Tage zum aufgetauten Softie wird. Neben seinen ultra-maskulinen und machohaften Attributen fand ich ihn so bedrohlich wie ein Eichhörnchen und auch seine vampirische Art war alles andere als düster. Sarah ist die ultimativ-verständnisvolle Frau, die sich sofort in Rolands Leben integrieren lässt und alles irgendwie ganz locker sieht. Zusammen bilden sie ein harmonisches Paar, das von Anfang an große körperliche Anziehungskraft füreinander empfindet, was in zahlreichen Sexszenen endet, die aber echt ganz schön sind.
Um diese Standard-Geschichte hat Dianne Duvall ein Art Vampirszenario entworfen, in dem die "Blutsaugerei" durch einen außerirdischen Virus übertragen wird. Die meisten gebissenen Menschen verwandeln sich in wahnsinnige Vampire, die Unschuldige töten, nur die sogenannten Begabten werden durch die Infizieren unsterblich und übermenschlich stark. Außer starker Sonnenempfindlichkeit und der Sucht nach Blut gibt es aber keinerlei Nachteile. All diese "guten" Vampire haben sich unter dem mächtigen Anführer Seth zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die unter dem Namen "Unsterbliche Wächter" im Geheimen gegen die Vampire vorgeht. Natürlich haben diese Wächter alle unendlich viel Geld, sehen gut aus (alle dunkelhaarig und schlank) und verfügen über sonstige unerschöpfliche Ressourcen. Man muss quasi nur jemanden anrufen und schon wird alles hergebeamt, bezahlt oder organisiert - sehr praktisch. Also lernt man Rolands Kumpanen kennen und mögen, denn alle sind lieb, unterhalten sich gern und dienen der guten Sache. Für mich ziemlich am Rande taucht der Widersacher Bastien auf, der es aus einem bestimmten Grund wohl auf Rolands Leben abgesehen hat. Bevor ich ihn allerdings als wirklich BÖSE identifizieren konnte, war alles schon wieder haaaaaarmlos.

Insgesamt hielten sich für mich bei diesem Roman Langeweile und lockere Romantik-Unterhaltung die Waage. Wenn man in rasend schneller Geschwindigkeit liest, sind die ewigen Füllpassagen und Wiederholungen nicht ganz so tragisch. Viele Seiten laufen eben nach folgendem Muster ab:"Ich gehe jetzt duschen." Sie ging ins Bad. Er hörte wie sie duschte. "Duschst du?", fragte er. "Ja, ich dusche", antwortete sie und duschte weiter. "Woher weiß er, dass ich dusche?" dachte sie.... und so weiter. Genauso zäh sind die Erklärungen zur Herkunft und Ausprägung des Vampir-Daseins und ich finde es z.B. ganz schrecklich doof, wenn Blut durch die Reißzähne wie Strohhalme gesaugt wird. Das ist irgendwie noch unlogischer als die “normale” Variante, in dem das Blut durch den Mund aufgenommen wird, und kein bisschen erotisch. Dadurch, dass die Figuren aber einen gewissen Charme besitzen und das ganze ein Art heimeliges Flair verbreitet, kommt das Buch (noch) nicht auf meinen Stapel auszusortierender Bücher. Den nächsten Teil, der sich um Marcus dreht, werde ich noch ausprobieren (ich befürchte ja jetzt schon diese seltsame suchtartige Anwandlung, die mich auch bei Frau Feehan befallen hat...)

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Düstere Zeichen
Dunkler Zorn




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