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Immortal: Geliebter der Nacht

von Robin T. Popp

Erscheinungsdatum: Januar 2009
Verlag: Knaur
Ausgabe: 416 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 7.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
1001000

Peinliche Charaktere in einer klischeehaften Story, die hier keinen vom Hocker reißt.

    

Da die Welt immer noch von dem mächtigen Dämon

Amadja bedroht wird, hat der Hexenzirkel die fast totgeglaubte Beschwörungsformel wiederbelebt, um die Unsterblichen zu rufen. Auch Darius hat diesen Ruf gehört und wäre ihm beinahe gefolgt. Doch seine Mutter Sekhmet will ihren Sohn nicht gehen lassen und versucht ihn bei sich zu behalten, indem sie seine Lebensenergie aufbewahrt. Doch Darius rebelliert, nimmt sich seine Energie gewaltsam zurück und reist zur Erde. Allerdings nicht ohne einen letzten Fluch seiner Mutter, der ihn dazu verdammt, bei einem Orgasmus einen kompletten Gedächtnisverlust zu erleiden.

So trifft Darius auf Lexi, die den gutaussehenden Mann bereits erwartet hatte, da sie auch dem Hexenzirkel angehört. Er bringt ihr geordnetes Leben auch prompt ziemlich durcheinander, und die beiden beginnen ein Katz- und Mausspiel mit Wechsel zwischen brennendem Verlangen und heftigem Streit. Immerhin verbünden sie sich um sich auf die Suche nach dem Dämon Amadja und Darius Bruder Tain zu machen. Zwischendurch kommt es immer wieder zu Problemen, da sich Lexi bei nahendem Vollmond wahrlich in eine "läufige Hündin" verwandelt und Sex mit Darius irgendwie nie klappen will. Nicht zuletzt durch den Gedächtnisverlust gibt es häufig Verwirrungen. Bald jedoch kommen Lexi und Darius Amadja auf die Spur und finden heraus, dass er das Höllentor öffnen will, um die Erde mittels eines Stroms alles zerstörender Höllenhunde zu erobern. Zu Darius großem Schrecken kämpft Tain für den Dämon und scheint von diesem völlig verhext worden zu sein. Zum Glück bekommen sie die Unterstützung des örtlichen Vampirclans unter der Führung von Lexi's Ex Ricco und zusammen verfolgen sie Amadja und Tain.

Geliebter der Nacht war leider eine ziemliche Enttäuschung.

Der Schreibstil von R. T. Popp ist lasch, oft hakelig umgangssprachlich und unfreiwillig komisch - was teils auch an der Übersetzung liegen könnte. Viel schlimmer allerdings ist der gesamte Aufbau der Story. Es scheint, als hätte sich die Autorin eines schönen Nachmittags mal vorgenommen ein Buch zu schreiben, was irgendwie etwas mit der Vorgängerstory zu tun hat und ansonsten ein paar Sexszenen enthält.

Es gibt überhaupt keine Linie, keine richtige Spannung und alle Charaktere sind oberflächlich und klischeehaft. Darius ist ja ganz nett und niedlich mit seinen Tättowierungen, die Waffen bzw. lebendige Kreaturen werden können. Sein Tattoo-Drache ist ein lustiger Sidekick. Doch das war es dann auch schon. Er ist weder fähig sich ordentlich zu artikulieren noch seine Triebe im Zaum zu halten. Ständig kommt es zu völlig vermeidbaren Missverständnissen zwischen den Hauptcharakteren und von Liebe ist lange lange keine Rede, da haben sie bereits ein paar Mal Sex gehabt oder mit anderen oder so. Überhaupt wird hier alles ziemlich locker genommen und einfach mal drauflosgelebt. Lexi ist die albernste, grauenhafteste weibliche Hauptperson, die mir jemals in einem Paranormalen Liebesroman untergekommen ist. Dagegen ist selbst Rhiannon aus Erinnerungen der Nacht erträglich. Lexi ist eine hirnlose, unkoordinierte und verwirrte Person, die unbedingt ständig Sex haben muss, weil sie ja kurz vor Vollmond "läufig" wird. Das bedeutet, sie ist permanent unausgeglichen, weil es mit ihr und Darius ja nicht klappt. Dann hat sie noch eine noch viel sexgeilere Feenfreundin, die ständig in Vampirdiskos abhängt und mit jedem ins Bett hüpft, der bei drei nicht auf den Bäumen ist.

Die Beziehung der beiden Hauptcharaktere ist zu 3/4 des Buches entweder rein sexuell oder Kindergartenquatsch. Leider sind die Sexszenen albern und flach, und ich kann es persönlich ja überhaupt nicht leiden, wenn der/die Hauptcharakter(e) währenddessen mit anderen Leuten ins Bett steigen. Nachdem man sich dann durch die ersten 200 Seiten gequält hat, merkt man, dass da nicht mehr viel an Story kommen wird und die einzige interessante Person ist Tain, der so schizophren ist, dass man ihn nicht genauso leicht durchschauen kann wie alles andere. Die Kämpfe sind lächerlich, überzogen und theatralisch. Alle Versuche, da noch ein wenig Substanz reinzubringen, scheitern kläglich an der erbärmlichen Handlung und dem Ende, was wie ein Vorhang fällt und alles restliche erwürgt. Wer sich nichts aus platten Personen, billiger Handlung und schlaffen Sexszenen macht, kann sich über manche Situationskomik amüsieren. Doch für Fans von auch nur halbwegs anspruchsvoller Unterhaltung ist Geliebter der Nacht nicht zu empfehlen.

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