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Dark Hunter: Prinz der Nacht

von Sherrilyn Kenyon

Erscheinungsdatum: Januar 2009
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: 430 Seiten, Taschenbuch
Preis: EUR 7.00


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Bisher bestes Buch der Serie mit einem tollen, gequälten Helden und ein bisschen mehr Tiefgang.

    

Nachdem sich Zarek bei seinem Mardi Gras Einsatz

in New Orleans (Handlung aus Im Herzen der Nacht) daneben benommen hatte, schickt ihn Artemis zurück in sein Exil nach Alaska. Nur durch Archerons Opfer, zwei Wochen bei Artemis zu bleiben, konnte Zareks unmittelbarer Tod verhindert werden. Doch der Ex-Sklave weiß, dass ihm der Tod bevorsteht. Er steht der ganzen Gefahr recht emotionslos gegenüber, ist er doch sein ganzes Leben hindurch wie ein Tier behandelt und geschlagen worden. Gefühle und andere menschliche Regungen kennt er nicht, sein Hang zur Gewalt ist größer als bei allen anderen Dark Huntern. Doch durch Archerons Einfluss erhält er eine letzte Chance: die Richterin und Nymphe Astrid soll ihn prüfen und feststellen, ob er tatsächlich zum Tode verurteilt werden soll. Als Zarek die - auf der Erde - blinde Astrid zum ersten Mal sieht, fühlt er sich unerklärlicherweise von ihr angezogen. Sie lebt zurückgezogen in einer Hütte zusammen mit ihrem Wolf Sasha, der in Wirklichkeit ein mächtiger Gestaltwandler ist. Astrid versucht, Zareks Vertrauen zu gewinnen um ihn genau prüfen zu können. Doch der Dark Hunter bleibt unwirsch und abweisend. In vielen Situationen, in denen er auszurasten scheint, fragt sich Astrid, ob sie ihn gleich verdammen soll. Sie wählt dann den Weg über seine Träume, um an ihn heranzukommen. Mittels einer Droge versetzt sie ihn in Schlaf und erschafft eine Traumwelt, in der nur sie und Zarek existieren, keine grausame Vergangenheit. Hier im Traum wagt es Zarek, Astrid zu begehren und ihr näher zu kommen. Doch in der Wirklichkeit werden sie vom unbarmherzigen Tagestöter Thanatos verfolgt, der Zarek um jeden Preis vernichten will. Nur Archeron kann Thanatos aufhalten. Natürlich kann Astrid nicht lange ihre wahre Existenz vor Zarek geheim halten. Und dieser ist hin und hergerissen zwischen seinem zerstörerischen Hang und der Zuneigung zu der sanften Nymphe.

Trotz einiger Schwächen ist Prinz der Nacht

deutlich das beste Buch der Serie bisher. Das liegt vor allem daran, dass Zarek ein sehr ernster und tragischer Charakter ist, und die Geschichte dadurch kaum ins Lächerliche abrutscht. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches wird der Leser permanent mit den teils sehr grausamen Qualen konfrontiert, die Zarek erleiden musste. Da bleibt wenig Platz für saloppe Sprüche und Witzeleien. So gefällt mir Sherrilyn Kenyon richtig gut und ich fand die Zusammenkunft Zarek - Astrid sehr gelungen. Nervige Sidekicks wie der Gestaltwandler Sasha und diese ganze Artemis - Archeron Geschichte kann man zum Glück weitestgehend ignorieren, da sich die Story zu Beginn fast nur auf die beiden Hauptcharaktere konzentriert. Hier entwickelt sich auch alles ganz schön und der gequälte Held lernt, Vertrauen zu einer Frau aufzubauen. Die Sexszenen sind allesamt gelungen und alle Liebesromanfans, die auf Klischees (starker, verschlossener, dominanter Mann - sanfte, sensible, devote Frau) stehen, werden genügend bedient. Nur leider haben wir mit diesem Plot bloß erst 200 Seiten gefüllt und wie von der Autorin gewohnt, soll noch einiges an Action kommen. Also wird ein wenig der Kampf zwischen Thanatos und den Dark Huntern und die kranke Beziehung zwischen Archeron und Artemis beleuchtet. Diese Teile des Buches sind meiner Meinung nach störend und nervig. Die kleine Dämonin Simi, die in Archerons Körper wohnt, ist wohl reiner Seitenfüller mit ihrem sinnlosen Geschwätz. Es ist etwas schade, dass Sherrilyn Kenyon den Erzählstil nicht ganz durchhalten kann, nichtsdestotrotz ist das Buch im Vergleich zu den Vorgängern wesentlich besser und ausgereifter. Wenn man über die partiell unerhört schlechte Übersetzung aus dem Amerikanischen hinwegsehen kann und sich nicht an dem grauenhaften Wechsel zwischen Jugendslang und mittelalterlicher Sprechweise stört, kann man mit den Dark Hunter Romanen viel Spaß haben. Für alle, die Black Dagger lieben, ist und bleibt das aber nur ein seichter Abklatsch (irgendwie hat mich Zarek and Zsadist erinnert...) Zuletzt bleibt noch zu sagen, dass sowohl das Buchcover als auch der deutsche Titel absolut irreführend und abwertend wirken.

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