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Der Kuss der Ewigkeit

von Kalayna Price

Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Verlag: Heyne
Ausgabe: Taschenbuch, Broschur, ca. 366 Seiten
Preis: EUR 8,99
ISBN: 978-3-442-37854-8


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung

Finger weg.



Kita Nekai stammt

aus einer Familie von mächtigen Gestaltwandlern. Ihre Geschwister verwandeln sich in Löwen, Tiger oder Panther. Nur Kita wird eine gefleckte Hauskatze. Als wäre das noch nicht schlimm genug, wird sie auch noch von einem Vampir gebissen, dann taucht ihr Exfreund wieder in ihrem Leben auf, und schließlich macht eine Magierschülerin sie zu ihrem Abschlussprojekt. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wird Kita zum Tode verurteilt. Wie soll sie nur das Chaos ihrer Gefühle bewältigen und aus alldem wieder lebend herauskommen?

Die Inhaltsangabe habe

ich so vom Verlag übernommen, so bleibt sie wenigstens das einzig wertungsfreie an dieser Rezension - oder soll ich sagen das einzige, was nicht verrissen wird?
Mein Fazit vom "Kuss der Ewigkeit": eeeeewige Langeweile. Mit Ach und Krach habe ich es bis Seite 100 geschafft ohne das Querlesen zu beginnen. Dann aber war es vorbei und ich habe den Rest der zähen, mit Nichtigkeiten vollgestopften Seiten überflogen (und dabei absolut nichts verpasst).

Kita Nekai ist eine Gestaltwandlerin, die sich von den anderen ihrer Art abhebt: sie kann in ihrer Zwischengestalt bleiben und sie ist die Dyre ihres Volkes. Was wohl so etwas wie Thronerbin ist. Ihre Tiergestalt ist eine kleine Hauskatze, was wohl ziemlich ungewöhnlich ist, denn andere verwandeln sich meist in mächtigere Tiere. All das ist und bleibt aber die gesamte Story über unwichtig und unaufgeklärt. Kita ist auf der Flucht vor den Jägern, die sie nach Hause bringen wollen, damit sie ihre rechtmäßige Position antritt. Kita möchte das aber nicht, also hat sie sich für das Leben als Streuner entschieden.
Als Leser platzen wir mitten in ihr chaotisches Leben und werden auf den ersten Buchseiten von einer wahren Ereignisflut überschwemmt. Kita wird angegriffen, fast getötet, in einen Vampir verwandelt, trifft ihren Exfreund und wird von einem seltsamen Richter, der aus dem Nichts auftaucht, zum Tode verurteilt, wenn sie es nicht schafft, in 2 Tagen einen mordenden Einzelgänger ihres Volkes aufzuspüren. Und als wenn das nicht schon reichen würde, kommt auch noch eine kleine, nervige Gestalt namens Gil, die sich Kita als Forschungsobjekt (!) ausgesucht hat. Klingt alles abstrus, könnte amüsant sein, ist es aber nicht. Der Schreibstil von Kalayna Price ist zwar recht locker, die Dialoge gespickt mit Umgangssprache und frechen Sprüchen, die allgemeine Erzählweise ist jedoch leider grottenlangweilig und unspektakulär.

Meiner Meinung nach hat die Autorin überhaupt kein Gefühl für ihre Charaktere, für Stimmungen und Atmosphäre. Keine der haarklein beschriebenen Gegenden oder Möbel, Outfits etc. vermochte mich fesseln, alles versinkt nach wenigen Seiten im Einheitsbrei. Scheinbar ziellos lässt die Autorin ihre Protagonistin (die übrigens in der Ich-Form schreibt), in der konstruierten Story umherirren und versucht, eine kleine Krimihandlung aufzubauen mit der Suche nach dem Serienmörder. Das jedoch scheitert völlig an ständig wiederholten Dialogen, sinnlosem Rumgelatsche in der Stadt und einer schier nicht endenden Masse an gesichtslosen Nebenfiguren, deren zweisekündiger Auftritt mit 10 Seiten ausgeschmückt wird. Dabei hätte es auch interessante Aspekte geben können: der Vampir Nathanael verwandelt Kita in seinesgleichen (über die Motive sage ich lieber nichts, ich bekomme sonst einen Anfall) und weicht fortan nicht von ihrer Seite. Danach kann Kita wohl ihre Gestalt nicht mehr wechseln und gerät immer mehr in den Blutrausch. Die Beziehung Kita-Nathanael hätte intensiv, emotional und erotisch sein können, bleibt aber höchst oberflächlich und alles Potential unausgeschöpft. Es gibt keine Liebesszenen in diesem Roman, keinen "Kuss der Ewigkeit", kein Prickeln, keine Spannung. Ich hatte mich auf eine Dreiecksgeschichte eingestellt, als klar wurde, das Bobby Kitas Exfreund ist, aber das wird nur ganz kurz angerissen. Kita selbst gibt sich auch so kratzbürstig und streitsüchtig, dass ich jeden Mann verstehen kann, der sich ihr nicht auf einen Kilometer nähert.

Doch genug der bösen Worte, bleibt zu sagen, dass dies eine Geldverschwendung erster Güte für mich war und die Serie ist damit vorzeitig beendet. Ob ich der bald erscheinenden Alex Craft Serie von Kalayna Price eine Chance geben werde, steht seit dieser Enttäuschung wieder in den Sternen. Ach und apropos Sternchen: ich habe nicht vergessen, dem Buch Sternchen für Romantik etc. zu geben...hier gibt es einfach nichts zu verteilen, beim besten Willen nicht.

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Der Kuss der Ewigkeit



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