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Guardians of Eternity: Der Nacht ergeben

von Alexandra Ivy

Erscheinungsdatum: Juni 2009
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: 448 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2101001

Billiger, klischeehafter Abklatsch mit null Tiefgang und lahmen Protagonisten.

    

Um sich ihren einfachen Lebensunterhalt zu verdienen,

arbeitet Abby bei der wohlhabende Selena als Gesellschafterin. Nachdem ihr gewalttätiger Vater früh verstorben war, ihre Mutter nur noch dem Alkohol frönte und ihre beiden Brüder fluchtartig die Familie verließen, muss Abby ganz allein zurecht kommen. Eines Tages, als sie wieder einmal dem unerhört attraktiven Dante in Selenas Haus über den Weg läuft, der es nicht lassen kann, Abby eindeutige Angebote zu machen, passiert ein Unglück. Durch eine Explosion und ein Feuer kommt Selena ums Leben, Dante und Abby's Rettungsversuch kommt zu spät. Doch als Abby trotz Dantes Warnung Selenas tote Hand berührt, fühlt sie eine seltsame Macht in sich übergehen. Das Unfassbare ist geschehen: der Phönix, eine mächtige, gute Kraft, ist auf Abby übergegangen und benutzt sie fortan als "Kelch". Nur wenn der Phönix sich so in der Menschenwelt "aufhält", ist das Kräftegleichgewicht gegeben und der Dämonenfürst kann seine Macht nicht ausbreiten. Fortan ist Dante nun Abbys ewiger Wächter, denn er wurde von dem Hexenzirkel zu dieser Beschützerrolle verdammt. Zuerst versteht Abby nicht, was vor sich geht, doch nachdem sie mehrfach angegriffen werden, merkt sie, dass ihr Leben nicht mehr das gleiche sein wird. Zusammen mit Dante, dessen wahre Existenz sie bald durchschaut, ergreifen sie die Flucht und versuchen, die Hexen zu finden, damit Abby von dem Fluch befreit werden kann. Auf ihrer atemlosen Hatz quer durch Chicago kommen sich die beiden schnell näher und Abby erliegt bald Dante's hartnäckigen Annäherungsversuchen.

Die größten Erwartungen...

führen zu den größten Enttäuschungen. Wie schade, so ein schönes Cover, so ein klangvoller Titel. Und dann kommt nichts weiter raus als eine lächerliche Story mit stümperhaften, klischeehaften Charakteren und grauenhaftem Humor, der mir höchtens ein schiefes Lächeln abgerungen hat. Vielleicht sollte man aber mit den paar positiven Aspekten anfangen: das Buch liest sich ultra-flüssig, ist leichte, harmlose Kost und hat einen gewissen Unterhaltungswert. Wenn man den Beschreibungen folgt, ist Dante ein echtes Superschnittchen unter den Vampiren und die Liebesszenen sind ganz ansehnlich. Außerdem hagelt es nur so von Koseworten und Süßholzgeraspel, dass es jedem Romantiker wie Öl runtergehen wird. Letztlich wird durch die Flut an Nebencharakteren die Neugier geweckt, um wen es denn wohl im nächsten Band geht. Nun ja, das war es dann aber auch schon. Der Schreibstil von Alexandra Ivy ist infantil, unterentwickelt und dilettantisch. Ihre erbärmlichen Ansätze zur Situationskomik zerstören oft mehr, als dass sie unterhalten. Abby ist eine nervige, kindische und quengelige Person, die mich nach kurzer Zeit fast in den Wahnsinn getrieben hat. Über ihre verkorkste Vergangenheit wird so auf die Tränendrüse gedrückt, dass es nicht mehr schön ist. Überhaupt ist alles in ihrem vorherigen Leben schief gelaufen, jeder hat sie gehasst, geschlagen oder gemieden. Dann kam Dante und alles wird gut. Er ist ein Vampir? Egal. Sie ist jetzt der Kelch für den Phönix und wird ständig von Höllenhunden, Dämonen und Zombies verfolgt? Egal. Abby scheint ihr Schicksal mit naivem Gleichmut hinzunehmen und interessiert sich sowieso mehr für Dantes Liebhaberqualitäten als für ihr Schicksal. Dante ist dem Aussehen nach der Traum jeder Frau und weiß das auch. Seine mehr als sexistische Art aufzutreten, kann man nicht mehr ernst nehmen. Von Anfang an ist Abby seine Liebste und er kann ihrer Reinheit nicht widerstehen. Dass sie seine ewige Liebe ist, daran besteht überhaupt kein Zweifel. Es gibt keine Kennenlernphase, keine Auseinandersetzung, nichts. Vielmehr geht schon ab dem Beginn die Hetzerei los. Dante und Abby rennen wahllos in Chicago und Umland rum, sie quengelt, er verliebt sich umso mehr in sie. Dabei treffen sie schillernde Gestalten, kämpfen gegen ein paar Dämonen und Magier und vertreiben sich die Zeit in diversen Betten. Spannung ist dürftig bzw. nicht vorhanden und ich konnte mich oftmals nicht davon abhalten, leicht gelangweilt diverse Seiten vorzublättern. Gegen diesen talentfreien Erguss sind selbst Werke von Maggie Shayne und Sherrilyn Kenyon oder die Immortal Reihe literarisch hochwertiger. Nicht, dass so eine billige Story Potential gehabt hätte, aber als Leser hätte man sich für die 8,95 EUR mehr gewünscht.

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Guardians of Eternity

Der Nacht ergeben
Der Kuss des Blutes
Nur ein einziger Biss
Im Bann der Nacht
Im Rausch der Dunkelheit
Wächterin des Blutes
Fesseln der Finsternis
Der Dunkelheit versprochen
Gejagte der Nacht




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