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Ghostwalker: Pfad der Träume

von Michelle Raven

Erscheinungsdatum: Februar 2010
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: kartoniert, Klappbroschur, Seiten: 448
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2101000

So schwach...wie schade.

    

Nichts wünscht sich die Leoparden-Gestaltwandlerin Kainda mehr,

als zusammen mit ihrer Schwester Jamila nach Afrika zurückkehren zu können. Doch nach ihrer Entführung sind sie erst einmal bei den Berglöwenwandlern gestrandet.
Während Kainda alleine aufbricht, um eine Möglichkeit zu finden, nach Afrika zu kommen, bleibt Jamila bei den Berglöwen. Doch Kainda wird verfolgt, in Panik läuft sie in ihrer Tiergestalt vor einen LKW und kommt in die Tierarztpraxis des jungen Ryan Thorne.

Ryan ist fasziniert von dem scheinbar sehr intelligenten Leopardenweibchen und kümmert sich aufopferungsvoll um sie. Doch Kainda muss die Flucht gelingen, sie kann sich nicht auf einen Menschen einlassen...

Sollte man ein Buch noch als durchschnittlich bewerten, welches man zu 75 Prozent überflogen hat?

Eigentlich nicht.

Ich denke, Pfad der Träume hat einige unterhaltsame Romantasy-Ansätze und versucht, an den ersten Band der Ghostwalker Reihe anzuknüpfen. Man trifft viele Charaktere wieder, die auch schon im ersten Teil auftauchen und kann sich mit einer ruhigen, gefühlvollen Romanze zwischen Kainda und Ryan entspannen. Nebenbei knistert es auch mächtig zwischen Jamila und dem Berglöwenwandler Finn - eine Parallel-Liebesgeschichte sozusagen. Leider reicht das absolut nicht aus, um ca. 450 Seiten abwechslungsreich zu füllen und nach ca. 100 Seiten dehnte sich die Handlung bereits wie Kaugummi. Dem betulichen, wiederholenden und teils trivialen Schreibstil fallen sämtliche interessanten Ideen zum Opfer und die Autorin lässt ihre Figuren alles haarklein erklären, nochmal erläutern, durchdenken und in Monologen reflektieren. Seiten über Seiten wird durchgekaut, ob Kainda Ryan jetzt vertrauen kann oder nicht etc etc. Dabei war doch von Anfang an klar, was passiert und wie es endet.

Zwischendurch beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich beim ersten Band eine Geschacksverirrung hatte oder ob die Autorin wirklich so nachgelassen hat. Ich glaube, es ist eine Mischung aus beidem, bzw. beim ersten Teil war das Thema noch relativ neu und das gibt einige "Überraschungspunkte". Pfad der Träume grast aber nur bereits bekannte Klischees ab und bietet klischeehafte Protagonisten und wenig Handlung. Speziell Ryan war so dermaßen weichgespült, dass ich es teilweise überhaupt nicht ertragen konnte.

Michelle Ravens Neigung, die erotischen Szenen sehr "tierisch" zu gestalten, wiederholt sich auch hier, es gibt viel Fell, rauhe Zungen und Szenen, in denen Mensch mit Tier im Bett liegt. Anregend fand ich das nicht und Kaindas ständiger, angsterfüllter Fluchtreflex machte viele Situationen zunichte. Die Kurz-Romanze von Jamila und Finn gefiel mir insgesamt besser als die hunderte von Seiten ausgedehnte Story der Hauptfiguren.
Dieses Buch habe ich gelesen und quasi kurz danach aus meinem Gedächtnis gestrichen. Es hat nichts Originelles, kein Tempo, keinen Witz, keine Erotik. Abgeflachte Charaktere ergehen sich in unendlichen, zähen Erklärungen und quälen sich durch eine vorhersehbare Story. Dies war es dann mit mir und den Ghostwalkern...

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