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Ghostwalker: Die Spur der Katze

von Michelle Raven

Erscheinungsdatum: Juli 2009
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: kartoniert, Klappbroschur, Seiten: 512
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2221012

Sinnlicher Gestaltwandlerroman.

    

Der Verrat ihres Freundes

zerstört nicht nur die Karriere der Reporterin Marisa, sondern auch ihr Vertrauen in eine Beziehung zu einem Mann. Sie zieht sich weit aufs kalifornische Land in das Städtchen Mariposa zurück. Hier will sie mit ihrem Hund zur Ruhe kommen. Eines Abends findet sie einen schwer verletzten, nackten Mann auf ihrer Terrasse, und im nächsten Augenblick gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Der Unbekannte ist der Berglöwen-Gestaltwandler Coyle, der auf der Suche nach einem entführten Familienmitglied von den Verbrechern verwundet wurde.

Natürlich kann Coyle Marisa sein Geheimnis nicht eröffnen, doch die gegenseitige Anziehungskraft kann selbst er als verschlossener, misstrauischer Mann nicht leugnen. Da er Marisa in das Verbrechen mit hineingezogen hat, muss er für ihre Sicherheit sorgen und drängt sie zur Flucht. Ihm ist klar, dass Marisa bald erkennen muss, dass er kein Mensch ist, doch die Faszination siegt.

Bereits 2009 erschienen,

habe ich diesen ersten Band der immer populärer gewordenen Serie lange ignoriert. Nun habe ich das über 500 Seiten starke Buch doch zur Hand genommen und wurde angenehm überrascht.

Die Spur der Katze ist ein breit angelegter, abenteuerlicher und romantischer Gestaltwandlerroman, der es dem Leser recht leicht macht. Die Autorin lässt sich viel Zeit, ihre Charaktere und die Umgebung vorzustellen, in Details zu schwelgen und in wechselnden Erzählperspektiven zahlreiche Monologe aufzutischen. Wir lernen die sympathische, etwas naiv-simple Marisa kennen, die trotz schlimmer Vergangenheit mutig und zielstrebig ist. Ich mochte ihre Art Humor, ihre Ehrlich- und Hartnäckigkeit. Stellenweise war ich von ihren Launen und der leichten Zickigkeit genervt, vor allem wenn sie mal wieder alles viel komplizierter machen muss, als nötig. Coyle ist natürlich der maskuline, attraktive Liebesromanheld mit viel animalischem Extra. Das paranormale Element in diesem Roman ist schön erzählt, recht gut in die moderne Welt eingebettet und bietet genug Gelegenheit für prickelnde und exotische Momente. Im Gegensatz zu vielen anderen Helden ist Coyle aber weder unbesiegbar noch extrem charakterstark. Er hat durchaus Schwächen und ich fand ihn unscheinbarer als Marisa.

Die Geschichte über das entführte Mitglied der Berglöwen braucht lange um in Fahrt zu kommen und entwickelt mehrere Nebenschauplätze. Zwischendurch blättert man viele Seiten aus der Sicht von anderen Personen durch und ich hätte mir etwas mehr Straffheit in der Story gewünscht. Michelle Raven verliert sich gern in füllstoffartigem Palaver und macht auch gerne mal den - für mich - stilistischen Fehler, ihre Figuren das Gedachte verbal wiederholen zu lassen. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte recht spannend, hat nette Überraschungen und ein paar heiße Liebesszenen. Auch dass Coyle dabei teils in seiner Berglöwengestalt ist, hat mich nicht gestört (darüber hatte ich mal einige negative Kritiken gelesen). Ich fand diese Passagen weder abartig noch unerotisch, sondern fantasievoll und originell. Gerne hätte ich mehr darüber gelesen, aber die Autorin legt mehr Wert auf die Abenteuer-Inhalte.

Insgesamt hat mich das Buch so überzeugt, dass ich mindestens noch eine Fortsetzung lesen werde. Ein Drittel der Seiten hätte man streichen können, aber die allgemeine Tendenz ist erfreulich positiv. Toll!

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Was meint ihr dazu:

» neuer Eintrag

Soleil, 29. Juli 2012, 18:52

Mir hat der Band damals auch gut gefallen, der Nachfolger sogar noch etwas mehr, weil er trotz gleichen Mustern anders ist.