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Die Exorzistin Dämonenzorn

von Jenna Black

Erscheinungsdatum: August 2010
Verlag: Knaur
Ausgabe: 400 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 8,95
ISBN: 9783426502280


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
* ** ** * **

Spannender, dämonisch guter Thriller, dem aber der gewisse Charme fehlt.

Seit die Exorzistin

Morgan Kingsley den Dämonenfürsten Lugh in sich beherbergt, läuft ihr Leben nur noch auf der Überholspur. Eigentlich erholt sie sich noch von den letzten dramatische Ereignissen und grollt sowohl Lugh als auch ihrem Freund Brian, dass sie ihren Vater töteten. Dann bekommt sie eines Tages eine Nachricht von der wohlhabenden Claudia Brewster, die Morgan dringend um Hilfe bittet. Sie glaubt, dass ihr Sohn Tommy illegal von einem Dämon besessen ist. Zuerst will Morgan nicht eingreifen, denn alles sieht danach aus, als wäre es mit rechten Dingen zugegangen. Doch da Tommy vor seiner Besessenheit ein fanatisches Mitglied der Anti-Dämon-Sekte Gottes Zorn war, kommt Morgan seine Sinneswandlung doch etwas seltsam vor. Also beginnt sie heimlich zu ermitteln und zieht ihren Freund Adam mit in die Sache hinein. Nach einigen Recherchen beginnt Morgan zu ahnen, dass hinter der illegalen Übernahme von Tommy mehr steckt als ein verrückter Dämon und Morgan wird selbst zum Ziel von Attacken auf ihr Leben.

Der dritte Teil

der Serie um die starrköpfige, mutige, aufbrausende Exorzistin Morgan Kingsley ist solide gemachte, spannende Thriller-Unterhaltung mit mehr oder weniger menschlichen Dämonen in den Nebenrollen. Wo ich nach dem ersten Band dachte, dass hier ein Schocker nach dem anderen geboten wird, dass sich alles dramatisch entwickelt, blutig, sexlastig und abartig - bin ich mittlerweile der Meinung, dass sowohl Tempo als auch Intensität ziemlich nachgelassen haben. Natürlich sind die Dämonen immer noch nicht zimperlich im Umgang mit den Menschen, aber es gibt keine Folterszenen, keine S/M Szenen, so gut wie keine Sexszenen und Lugh hält sich mit seinem dämonischen Charme schwer zurück, letzteres zumindest fand ich sehr schade. Morgan ist immer noch eine dermaßen sture, emotional schwierige Person, deren Querulanten-Dasein oft anstrengend wirkt. Zwischen ihr und Lugh gibt es mehr Meinungsverschiedenheiten als Harmonie. Überhaupt weiß man als Leser nicht so recht, worauf diese "Kooperation" hinauslaufen soll, denn manchmal akzeptiert Morgan ihren Dämon, dann aber wieder hasst sie ihn aus tiefster Seele. Die Hauptgeschichte um die Wiedererlangung des Throns in der Hölle gerät in Dämonenzorn sehr an den Rand und lässt viel Raum für die Krimistory um Tommy Brewster.

Sämtlich aus den vorigen Teilen bekannten Figuren tauchen auch hier wieder auf und haben viel Platz um mit Morgan zu interagieren. Es gibt sehr viele Dialoge, sehr viel Hin und Her und Misstrauen. Die Distanziertheit und allgemeine Kühle des Schreibstils mögen nicht jedermanns Sache sein. Oftmals scheinen Protagonisten regelrecht herzlos und auch mit Morgan werde ich wahrscheinlich nie so ganz warm werden. Ihre Beziehung zu Brian ist von Heimlichkeiten und Unsicherheit geprägt und wird auch immer wieder in Frage gestellt. Warum dieser Mann so dermaßen an ihr hängt kann ich teilweise nicht nachvollziehen. Trotzdem hat mir die Story um Tommy Brewster gut gefallen, sie war flüssig und bissig geschrieben und bot einiges an Spannung und Action. Morgan hat einen ekelhaft sarkastischen Humor, der an manchen Stellen einfach nur genial (daneben) ist.
Ich hoffe einfach, dass die Autorin im nächsten Teil mehr zu der Basis um Morgan und Lugh zurückfindet und sich auch einmal traut, ihre Personen aus der Reserve zu locken.

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Morgan Kingsley Serie

Dämonenkuss
Dämonenjagd
Dämonenzorn

Meine Ansicht nach beim Knaur Verlag eingestellt.

Leseprobe

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» neuer Eintrag

dayra, 29. Juni 2012, 12:43

dayra, Niedersachsen, 28. Juni 2012, 22:28