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...oder lieber Urban Fantasy?

Eternal: In den Armen des Vampirs

von V.K. Forrest

Erscheinungsdatum: Januar 2010
Verlag: Knaur
Ausgabe: 400 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Solider, spannender Krimi mit einer schwierigen Personenkonstellation.

    

Schon seit Jahren wird Macy von einem gefährlichen Serienkiller verfolgt,

ihr Leben ist eine einzige Flucht vor diesem Mann und ihrer eigenen schrecklichen Vergangenheit. Dennoch will sie nichts mehr, als dass er endlich gefasst wird und wendet sich an die FBI-Agentin Fia Kahill, die in diesem Fall ermittelt. Macy weiß nicht, dass Fia ein Vampir ist und es als ihre Pflicht ansieht, die Welt von kriminellen Menschen zu befreien. Als es sich endlich begibt, dass Macy Fia treffen will um ihr alles über den Killer zu erzählen, was sie weiß, wird Fia durch eine dringende Familienangelegenheit verhindert und schickt den Vampir Arlan, der sich in jedes beliebige Tier verwandeln kann, zu dem Treffen. Macy ist sofort fasziniert von dem attraktiven, sanftmütigen Mann, der ihr wie kein anderer Sicherheit geben kann. Auch Arlan ist betört von der schönen, traurigen Menschenfrau, doch eigentlich kann er sich auf keine Beziehung mit ihr einlassen. Seit jeher gehört sein Herz Fia, doch diese ist zur Zeit auch mit einem Menschen zusammen. Macy weiß zuerst nichts von alldem, doch als sie nach Clare Point kommt, findet sie mehr heraus, als Arlan und Fia lieb ist.

Der zweite Teil der Serie um die Kahill Vampire

hat mir nicht so gut gefallen wir der erste, was vor allem daran lag, dass ich es prinzipiell nicht leiden kann, wenn die beiden Hauptcharaktere, obwohl sie offensichtlich füreinander bestimmt sind, sich im Bett mit anderen vergnügen. War es im ersten Band nur streckenweise angedeutet, dass Arlan mehr für Fia empfindet und aktiv um sie wirbt, wird es im nächsten Teil unübersehbar und manchmal auch quälend. Denn Fia weiß auch nicht mehr so genau, ob sie mit Glen wirklich glücklich ist. Vor dem Hintergrund einer spannenden Krimihandlung um einen kranken Serienkiller, suchen nun Arlan und Fia nach dem Glück in der Liebe. Kann Arlan es mit Macy finden? Kann Macy Arlan akzeptieren? Werden sich Arlan und Fia doch noch zusammenraufen? Durch die wechselnde Erzählperspektive kann man die unterschiedlichen Meinungen und Stimmungen der Charaktere genau mitverfolgen und nur die Identität und Beweggründe des Täters bleiben natürlich bis zum Schluss geheim. Ansonsten ist die Story ein langes Hin und Her zwischen Arlan und Macy, in denen die beiden regelmäßig von ihrem Verlangen überwältigt werden, ohne jedoch wirklich Gefühle zulassen zu wollen. Fia bleibt auch meistens sehr kühl und gefasst und greift wenig in die Situation ein um sich nicht die Blöße zu geben. Diese distanzierte Atmosphäre zieht sich durch den ganzen Roman und lässt alles ziemlich unpersönlich wirken. Auch wenn sich die Autorin durch ihren ausgereiften, wortreichen und präzisen Schreibstil viel Mühe gibt, eine runde Sache zu produzieren, stoßen sich die prinzipiell gelungenen Charaktere immer wieder an dem holprigen Drehbuch. Auch wenn es wohl tatsächlich so ist, dass nichts einfach zu erreichen ist im Leben (auch nicht für einen Vampir), kam es mir oft sehr umständlich vor, wie die Autorin ihre Charaktere handeln lässt. Die Liebesszenen sind auch wie durch einen unpersönlichen Schleier gefiltert und hinterlassen einen deprimierenden Nachgeschmack. Im ersten Teil war ich von der Person Fia überzeugt, von ihrer zielstrebigen, kämpferischen Art. Hier wirkt sie zunehmend zickig und unentschlossen. Arlan ist der typische, umwerfende Frauenheld, dem keine widerstehen kann und der nicht nein sagt bei eindeutigen Angeboten. Ein bisschen mehr als die Softie-Nummer hätte ich aber schon erwartet. Die beste Person ist eigentlich Macy, auch wenn ich sie nicht mochte, weil sie Arlan und Fia irgendwie auseinanderbringt. Macy hat aber am meisten Potential, ist vielschichtig und in ihrer Besonderheit sympathisch. Als reiner Krimi betrachtet ist In den Armen des Vampirs durchweg spannend, teilweise explizit brutal in der Darstellung der Opfer. Was das zwischenmenschliche (bzw. zwischenvampirische) betrifft, hätte ich mehr erwartet.

Insgesamt ist mir der Roman auch zu wenig "paranormal", das wahre Potential der Vampire wird meiner Meinung zu wenig ausgeschöpft. Sie wirken alle zu menschlich. Letzten Endes möchte ich nochmal die außergewöhnlich schöne Covergestaltung loben, diese schillernde Oberfläche ist wirklich gelungen.

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Die Vampire von Clare Point
In den Armen des Vampirs
Die Geliebte des Vampirs




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