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...oder lieber Romantasy?

Elemental Assassin: Spinnenkuss

von Jennifer Estep

Erscheinungsdatum: Januar 2014
Verlag: Piper
Ausgabe: HC Soft, Großformat
Preis: EUR 12.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Ein Highlight!

    

Nach dem grausamen Tod

ihrer Familie musste sich die mit Stein- und Eismagie begabte Gin alleine durchs Leben kämpfen. Doch sie hatte Glück und fand in dem alten Mann Fletcher einen Menschen, der sich dem verängstigten und einsamen Teenager annahm. Durch ihn lernte Gin Überleben und sämtliche Fähigkeiten, die ein Auftragskiller haben muss. Ihren Lebensunterhalt verdient sie nun als „die Spinne“, mit dem Spezialgebiet verdeckte Missionen.
Ihr neuer Auftrag scheint sehr lukrativ zu sein: ein reicher Kunde bietet eine Menge Geld, wenn Gin einen scheinbar korrupten Mitarbeiter aus dem Weg räumt. Doch scheinbar wird hier ein doppeltes Spiel gespielt und Gin wird in einen gefährlichen Hinterhalt gelockt. Schon bald schwebt sie selbst in Lebensgefahr und mit ihr zusammen ihr Ziehvater Fletcher und auch dessen Sohn Fin.

An diesem Buch hatte ich Spaß,

das kam in letzter Zeit leider eher selten vor. Doch Spinnenkuss ist ein absolut erfrischender, Genre-treuer Urban Fantasy Roman, der mir die Lust aufs Lesen ein wenig wiedergebracht hat. Aus der Ich-Erzählersicht entwickelt sich hier ein actionreicher und spannender Thriller, der schnelle Szenenwechsel und straffe Dialoge bringt. Sprachlich und vom Aufbau sind wir hier ganz nah an vergleichbaren Titeln von Ilona Andrews, Kelley Armstrong oder auch Lori Handeland.
Gin ist eine Vollblut-Kick-Ass Heldin mit traumatischer Kindheit und der so typischen emotionalen Härte, die ganz selten durchbrochen wird. Sie geht ihre Aufgaben mit der ihr eigenen Perfektion an und ist sich ihrer Fähigkeiten sicher. Aus dieser Position heraus entwickeln sich unterhaltsame Dialoge, packende Kampfszenen und viele interessante Beziehungen mit Nebencharakteren. Eine starke Protagonistin bringt meiner Meinung nach einfach mehr Substanz als ein willenloses Anhängsel eines ultramaskulinen Machos.

Ich mochte auch die Geschichte im Allgemeinen, die zwar nicht unbedingt viel Neues bringt, aber geschickt aufgebaut und spannend präsentiert ist. Gin und ihre Verbündeten gehen Detektivarbeit nach, retten ihr Leben, intrigieren, schmieden Pläne und verfolgen hartnäckig das Ziel, Fletchers Tod und die Ungerechtigkeit dahinter zu rächen. Dabei sehe ich Gin nicht als Kreuzritterin mit weißer Weste, sondern vielmehr als polarisierende Kriegerin, die durchaus auch mal zu nicht lauteren Mitteln greift. Die angedeutete Romanze mit dem rechtschaffenen Polizisten Caine ist genau von diesem Thema geprägt und bietet viel Stoff für weitere Bände. Möchte Gin für ihn ein besserer Mensch werden? Muss sie das überhaupt? Und inwieweit kann Caine sich auf sie einlassen? Allein deswegen schon lohnt es sich meiner Meinung nach, die Serie weiter zu verfolgen.

Paranormales gibt es bei Spinnenkuss vorrangig in Form von Elementarmagie, die einigermaßen glaubhaft präsentiert wird. Das Kräfteverhältnis in solch einer Welt ist nie leicht aufrecht zu erhalten und man fragt sich dann schon ab und zu, wie es sein kann, dass so mächtige Zauberer, die ganze Landstriche in Brand setzen könnten, im Versteckten leben. Auch Gin macht nur im Notfall Gebrauch von ihrer Magie, das hat die Autorin ein wenig so hingebastelt, dass man von zu viel Magie-Einsatz „wahnsinnig“ wird. Wahrscheinlich meint sie „größenwahnsinnig“. Nun ja, amüsant sind Eis- und Steinmagie auf jeden Fall, auch wenn ich den Thriller auch ganz ohne Zaubern exzellent gefunden hätte.

Insgesamt passen Tempo und Inhalt perfekt und tragen dazu bei, dass man sich unversehens am Ende des Buches befindet. Ich will mehr von Gin Blanco und Donovan Caine lesen!

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