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Elder Races: Gebieter des Sturms

von Thea Harrison

Erscheinungsdatum: Juli 2012
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: Taschenbuch Klappbroschur, 352 Seiten
Preis: EUR 9.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Mitreißende Liebesgeschichte voller Sinnlichkeit und Heldenmut.

    

Nach dem Tod des Königs der dunkle Fae

, Urien, durch Dragos' Hand, ist die Fee Niniane "Tricks" die rechtmäßige Thronerbin. Nur dass sie sich fast ihr ganzes Leben bei den Wyr aufgehalten hatte, nachdem ihre Familie im Feenreich ermordet wurde. Auch wenn Tricks noch so gerne im beschützten New York als Dragos' PR-Chefin arbeiten würde, sie weiß, dass sie zurück muss um die schwere Bürde der Herrschaft zu übernehmen.

Doch sie hat mächtige, wenn auch im Unbekannten agierende Feinde, die es auf ihr Leben abgesehen haben und nur knapp übersteht sie zwei Mordanschläge. Beim zweiten zieht sich Tricks eine böse Schnittwunde zu und Dragos entscheidet, dass der Donnervogel-Gestaltwandler und Wyr-Sicherheitschef Tiago ihre Bewachung übernehmen soll. Tiago empfindet sofort einen extremen Beschützerinstinkt der zierlichen und doch toughen Fee gegenüber und kann sich überhaupt nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass sie sich in verletztem Zustand auf die gefährliche Reise in die Anderwelt begeben will. Auch Tricks fühlt sich zu Tiago hingezogen, doch was kann es für die beiden für eine Zukunft geben?

Um es vorweg zu nehmen:

vom ersten Teil dieser Serie war ich ja maßlos begeistert - der zweite Teil kann nicht ganz so mithalten.
Thea Harrison kombiniert hier die freche, (zickige), tatkräftige (leichtsinnig-hyperaktive) und moderne (Schuh und Klamotten-süchtige) Fee Tricks mit dem ultramaskulinen, grummeligen Tiago, dessen archaicher und übersteigerter Beschützerinstinkt in mir wechselweise Begeisterungsstürme und Beängstigung ausgelöst hat. Es ist eine mitreißende, emotionale Liebesgeschichte voller sinnlicher Momente, voller prickelnder Dialoge und schön herausgearbeiteten Paar-Konflikten. Ich liebte Tiagos grüblerische, wortkarge Art und die schiere Brutalität seiner Präsenz. Er ist wohl die Verkörperung des Sprichwortes "Rauhe Schale - weicher Kern". Seine Körpermasse und -kraft sind gewaltig, ich stellte ihn mir als schwarz gekleideten, stummen Riesen vor, dessen Hände entweder mit Leichtigkeit töten oder furchtbar zärtlich sein können. Ein überaus reizvoller Kontrast, der bei mir auch schon bei Lara Adrian und J. R. Wards Black Dagger angeschlagen hat. Ich fand es auch anregend (und nicht erniedrigend), dass Tiago seine Fee überall rumträgt und kaum einen Zentimeter von ihrer Seite weicht.

Tricks selbst ist nicht unbedingt mein Typ, sie neigt dazu, materialistisch und billig-spielerisch zu sein, ohne dass es dazu in ihrer Persönlichkeit eine Basis gäbe. Ihre oberflächlichen Tendenzen stehen eigentlich im Gegensatz zu ihrer Vergangenheit und ihre Sensibilität. Ein wenig nervig fand ich ihren Schuhtick und die ganze Maulerei schon, aber über manch zickigen Kommentar muss man glaub ich einfach hinwegsehen, sonst bleibt der Spaß auf der Strecke.
Nun und dann gibt es da noch diese Geschichte um die Thronnachfolge des Reiches der Dunklen Fae....Hier hätte ich mir etwas mehr Inhalt gewünscht und weniger Füllmasse. Es ist ja schön, dass sich die Autorin Mühe macht, um glaubwürdig jene Parallelwelt mit all ihren herrschaftlichen Strukturen darzustellen, doch streckenweise ziehen sich ihre Erklärungen wie Kaugummi und ich ertappte mich dabei, wie ich Zeilen überflog nur um wieder über Tiago und Tricks lesen zu können. Wenn das passiert, hat meiner Meinung eine Story in diesem Punkt versagt und dient nur noch als Seitenfüller zwischen Liebesszenen. Ganz so hart will ich es bei Gebieter des Sturms nicht sagen, immerhin haben liebgewonnene Charaktere wie Rune und die Harpie Aryel auch ihren Auftritt (nur Dragos und Pia kaum). Aber die übermäßig ausgedehnten Sprechpassagen der dunklen Fae Adligen und die zähen Monologe von Tricks, in denen es sich immer wieder um die Konseqzuenzen ihrer möglichen Entscheidungen handelt, setzen das Erzähltempo herab und bei mir auch den Spaß. Dennoch natürlich allein wegen der emotional MÄCHTIGEN Liebesgeschichte ein gutes Buch, dessen Fortsetzung auch wieder ein kleines bisschen angedeutet wird (Rune und Carling). Jetzt nur nicht nachlassen, Frau Harrison :-)

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Elder Races

Gebieter des Sturms
Im Bann des Drachen
Der Kuss des Greifen
Das Feuer des Dämon
Das Versprechen des Blutes




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Deri, 11. Juli 2012, 19:07