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...oder lieber Romantasy?

Dirk & Steele: Der Ruf der Sirene

von Marjorie M. Liu

Erscheinungsdatum: Dezember 2010
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: 480 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 8.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
2222202

Eigenwilliger Nischen-Roman.

    

Seit vielen Jahren ist der Meermann M'Cal Sklave einer machthungrigen Hexe,

die ihn zwingt, die Seelen der Menschen zu rauben. Mit seinem Gesang kann M'Cal Lebewesen beeinflussen, lenken und auch zerstören. Dann eines Tages gibt ihm die Hexe den Auftrag, die Seele einer ganz bestimmten Frau zu stehlen: der jungen Musikerin Kitala Bell. Als M'Cal die begnadete Geigenspielerin zum ersten Mal sieht, weiß er sofort, dass sie über Magie verfügt. Sie kann seinen Gesang wahrnehmen und mit ihren eigenen Tönen antworten.

M'Cal versucht sich von Kitala fernzuhalten, denn gegen den Zwang, sie zu töten, kann er nichts ausrichten, doch bald sind ihrer beider Schicksale untrennbar miteinander verknüpft. Kitala gerät in Lebensgefahr, als sie nur knapp einem Attentat entrinnt und die Suche nach der Wahrheit beginnt.

Dies ist der letzte Roman von Marjorie M. Liu,

den ich lesen werde. Hätte er nicht bei mir im Regal gestanden, hätte ich ihn mir aktuell auch gar nicht gekauft. Obendrein vermute ich auch, dass der blanvalet Verlag die Serie nicht weiterveröffentlichen wird.

Der Ruf der Sirene wartet mit einer recht interessanten Story auf, die durch zwei ansehnliche Hauptcharaktere dominiert wird. M'Cal fand ich - als Meervolk-Fan - natürlich rein optisch völlig faszinierend, und auch sein Charakter birgt viele Facetten und Geheimnisse. Er ist ruhig, tiefgründig und zu großer Zärtlichkeit fähig. Er ist ein gequälter Held, von der Liebe enttäuscht und wird durch Kitala geläutert: ein Schema, das oft bei der Leserschaft großen Anklang findet (bei mir in dem Fall auch).
Kitala ist mir ein bisschen zu hektisch, zu verworren, von Zweifeln beherrscht und oft unlogisch. Ihre kindliche Welt stürzt ab in eine Gewaltorgie und nicht nur sie selbst, auch die Autorin wirkt überfordert anhand dieser krassen Ereignisse. Und es ist typisch für Romane von Marjorie M. Liu, dass den Helden ausschließlich Dinge von weltbewegender Intensität und Bedeutung passieren.

Dazu passt auch der leicht schwülstige, vor Metaphern und pathetischen Ausschmückungen nur so triefende Schreibstil. Mal absolut genial, mal einfach nur künstlich, wird das Lesen dadurch in jedem Fall anstrengend. Der Ruf der Sirene ist fernab von leichter Unterhaltung und wirkt schwermütig und verschlungen. Die recht spannende Geschichte driftet immer wieder in Gewaltorgien ab, lässt die Figuren leiden und entschädigt aber von Zeit zu Zeit mit sinnlichen Szenen und gefühlvollen Dialogen. Eins ist klar: Bücher der Autorin sind nicht jedermanns Geschmack. Meinen treffen sie auch nur teilweise.

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Dirk & Steele

Tiger Eye
Shadow Touch
Geliebte des Feuers
Der Kuss der Katze
Der Ruf der Sirene




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Boo, 04. November 2012, 10:40