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...oder lieber Romantasy?

Dark Swan: Schattenkind

von Richelle Mead

Erscheinungsdatum: August 2012
Verlag: Egmont-lyx
Ausgabe: 320 Seiten, Taschenbuchformat (Großformat)
Preis: EUR 12.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Lesenswertes Finale einer bunt-abenteuerlichen Serie.

    

Eugenie ist schwanger mit Zwillingen.

Doch obwohl sie mittlerweile permanent im Dornenland oder ihrem anderen Reich, dem Vogelbeerland, lebt, zieht es sie für die medizinischen Untersuchungen immer wieder in die moderne Welt der Menschen zurück.
Doch sie muss vorsichtig sein, denn Eugenie ist nach wie vor das Ziel der Angriffe von Maiwenn und Kiyo, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass Eugenies Sohn geboren wird. Die Prophezeihung besagt, dass dieses Kind die Welt der Menschen unterwerfen und die Herrschaft der Feinen besiegeln wird.

Eines Tages jedoch werden Eugenie und Dorian vor ein noch größeres Problem gestellt: eine Wetterkatastrophe bricht in der gesamten Anderwelt aus und ewiger Winter mit Eis und Schnee droht, alle Zivilisation zu vernichten. Eugenie ahnt, dass ein fremdes Königreich dahinter steckt. Und in der Not werden sogar Feinde zu Verbündeten...

Mit Schattenkind geht die Reihe um Eugenie Markham zu Ende.

Bei all den aktuellen Serieneinstellungen ist es eine Seltenheit, mal einen Abschlussband zu rezensieren.
Richelle Mead greift hier alle Fäden wieder auf und lässt ihre Figuren ein letztes, buntes Abenteuer erleben. Wie immer gefällt mir ihr gemächlicher, anschaulicher Schreibstil, der sich Zeit lässt für fantasievolle Beschreibungen der Natur und Leute. An manchen Stellen ist es wirklich eher wie ein Märchen als ein Urban Fantasy Roman. Eugenie ist mit ihrer Schwangerschaft ziemlich belastet, verliert aber nie diese emotionale Leichtigkeit und ihre Spontanität. Auch wenn sie einiges dazu gelernt hat und längst nicht mehr so hitzköpfig und schnellentschlossen ist, kann sie oft nicht ihre Klappe halten und poltert durch Dialoge und Szenarien. So ganz kann ich mich nicht mit ihr identifizieren, und das ist auch wohl der Grund, weshalb diese Serie kein absolutes Highlight ist. Trotz ihrer manchmal ergreifenden Bodenständigkeit ist Eugenie für mich ein seltsamer Charakter, der manch schlimme Dinge völlig verharmlost und andere tausendfach durchkaut und verdreht. Am wenigsten mag ich sie in puncto Liebe und Erotik. Natürlich ist Sprunghaftigkeit menschlich, aber mag ich wirklich von einer Frau lesen, die allein vom Anblick eines "leckeren" Mannes all ihre Misstrauen oder frühere Liebschaften vergisst?

So läuft neben diesem wirklich tollen Abenteuer um die "Winter-Katastrophe" in der Anderwelt eine verhaltene Annäherung zwischen Dorian und Eugenie, die zwischendrin von Kiyo unterbrochen wird. Ich will jetzt nichts verraten, aber so viel sei gesagt, dass ich mit der "Auflösung" dieses Liebesdreiecks nicht zufrieden war. Das Ende lief auch nicht so ganz nach meinem Geschmack, es war irgendwie kein richtiger Abschluss sondern enthält viele mögliche Ansatzpunkte für eine Fortsetzung.
Insgesamt war es ein spaßiges Lesevergnügen und Richelle Meads Sinn für Humor, skurrile Gestalten und Situationskomik lassen die Zeit schnell vorbei gehen. Es gibt an allen Ecken Überraschungen und actionreiche Szenen. Was mir gefehlt hat, war der Tiefgang und die Nachvollziehbarkeit der Emotionen. In dieser Hinsicht hat die Autorin meiner Meinung nach in ihrer Serie um die Sukkubus Georgina Kincaid wesentlich Besseres geleistet.

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