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Dark Swan Feenkrieg

von Richelle Mead

Erscheinungsdatum: August 2011
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: 360 Seiten, Taschenbuchformat (Großformat)
Preis: EUR 12,99
ISBN: 978-3-8025-8484-8


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
** ** ** *** * **

Abenteuerlicher dritter Teil mit Liebes-Wirr-Warr.



Nach dem Tod

des Prinzen aus dem Vogelbeerland durch Dorians Hand, droht ein schrecklicher Krieg aufzuziehen. Eugenie hat noch schwer an der Vergewaltigung zu knabbern und ist kaum über die Trennung von Kiyo hinweg. Schon muss sie zusammen mit Dorian, mit dem sie jetzt liiert ist, Vorbereitungen für einen Krieg treffen. Es scheint jedoch so, als gäbe es auch eine andere Möglichkeit, die Streitigkeiten zwischen den Königreichen beizulegen: die Dornenkrone. Dieses mächtige Artefakt bringt dem Träger die Kraft, sich ein Land untertan zu machen. Wenn sie diese Krone besäße, könnte Eugenie so einschüchternd auf die Königin des Vogelbeerlandes wirken, dass jeglicher Krieg vermieden werden könnte. Die Krone ist jedoch an einem sicheren und weit entfernten Ort versteckt und es heißt, Monster und gefährliche Fallen würden sie beschützen. Eugenie beschließt dennoch, die Suche zu wagen und auf Dorians Rat hin nimmt sie Kiyo als Begleiter mit. Zuerst ist Eugenie skeptisch, immerhin sind sie und Kiyo im Streit auseinander gegangen. Auf der Reise zur Krone jedoch kommen sie sich wieder näher...

Solangsam wird es

ernst für Eugenie: ihre Rolle als Königin nimmt sie immer mehr ein und ihr steht die schwere Aufgabe bevor, ihr menschliches Leben mit dem der Tochter des Sturmkönigs zu vereinen. Die Vergewaltigung im zweiten Teil der Reihe kam für mich überraschend und bringt ein neues, spannendes Element in die Story. Mehr als zuvor geht die Autorin auf Eugenies innere Zerrissenheit ein und man merkt, dass sie sich entwickeln muss um ihren neuen Aufgaben gerecht zu werden. Leider heißt das nicht, dass sie es auch in allen Belangen tut. Eugenie fühlt sich schnell überfordert, wird sie mit Regierungsangelegenheiten oder Zukunftsperspektiven konfrontiert. Sie will einerseits am liebsten alles von sich schieben und wieder ein normales menschliches Leben führen, andererseits kann sie ihr Königreich und die zahlreichen Einzelschicksale nicht vergessen. Manchmal hätte ich mir von ihr ein erwachseneres Verhalten gewünscht und weniger Affekthandlungen.

Trotzdem bleibt die Geschichte natürlich spannend, fantasievoll und toll ausgeschmückt. Die Suche nach dem Artefakt ist ein rasantes Abenteuer mit kurzweiligen Kampfszenen, lustigen Dialogen und viel Action. Überhaupt hat man die unterschiedlichen Charaktere mittlerweile liebgewonnen und freut sich am allgemeinen Durcheinander. Was für mich auch in diesem Teil nicht ganz so amüsant war, war erneut die Unentschlossenheit Eugenies im Bezug auf "ihre" Männer. Eigentlich hatte sie sich ja vehement aus der Romanze mit Kiyo verabschiedet, da er nicht für sie eingetreten war nach ihrer Vergewaltigung. Dorian war es gewesen, der dem Prinzen aus dem Vogelbeerland den Todesstoß versetzt hatte. Allein dieses Ereignis genügte, um bei Eugenie einen kompletten Sinneswandel zu verursachen. Auf einmal sah sie nur noch Dorians Qualitäten und kehrte Kiyo kurzerhand den Rücken. Dass das während der Suche nach dem Artefakt erneut revidiert wird, fand ich unglaubwürdig. Es kam mir vor, als könnte man bald eine Strichliste beginnen, wie oft Eugenie mit Kiyo oder Dorian zusammen ist. Der Begriff Liebe verliert hier nach und nach an Kraft und mittlerweile schätze ich Eugenie so ein, dass sie beim nächsten Problem wieder innerhalb von Stunden beim nächsten Partner einzieht.

Wenn die Hauptfigur eines Romans nicht wirklich überzeugen kann, müssen die Nebenfiguren umso besser sein. Wäre das in diesem Fall nicht so, würde ich Feenkrieg eher als durchschnittlich einschätzen. So aber habe ich richtig Spaß mit Dorian, Kiyo und all den anderen Charakteren rund um Eugenie. Alle haben sie ihre Ecken und Kanten, manche sind skurril, andere berührend oder geheimnisvoll. Richelle Mead kann tolle Dialoge formulieren und hat Sinn für Situationskomik und Humor. Ihre Figuren wirken lebendig und völlig frei von künstlichen Anwandlungen. Die Story geht frisch und zügig voran und man kann auf einige Überraschungen gefasst sein. ACHTUNG SPOILER: die Tatsache, dass Eugenie jetzt doch trotz aller gegenteiligen Bemühungen schwanger ist, hatte ich schon befürchtet. Immerhin ist es ja die große böse Prophezeihung, auf die von Anfang an mehrfach aufmerksam gemacht wird. Leider geht jetzt so ein Hickhack los, wer der Vater ist und was mit dem Nachwuchs geschehen soll. Ich formuliere es deswegen als "leider", weil Eugenie sich von dem Moment an, in dem sie schwanger ist, schon wieder ändert. Zuerst vehemente Gegnerin, entscheidet sie sich auf einmal, den Nachwuchs zu behalten. Ich ahne schon, dass in diesem Fall noch viele Kurzschlusshandlungen folgen werden und ganz abgesehen von dem Drama herauszufinden, wer der Vater ist. Mehrfache Beziehungswechsel nicht ausgeschlossen. Dazu kommt, dass ich es nicht so sehr mag, wenn die weibliche Hauptfigur Kinder hat bzw. bekommt. Das ist aber wirklich nur mein ganz persönlicher Geschmack.

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