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Dark Swan Dornenthron

von Richelle Mead

Erscheinungsdatum: Oktober 2010
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: 370 Seiten, Taschenbuchformat (Großformat)
Preis: EUR 12,95
ISBN: 978-3-8025-8212-7


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
** ** ** *** * *

Unterhaltsame Fortsetzung mit einer Dreiecksliebesgeschichte.



Eugenie fühlt sich

hin und hergerissen zwischen der Menschenwelt und dem Dornenland, dessen Königin sie ja jetzt ist. Einerseits will sie ihrem Job als Schamanin weiter nachgehen, denn es gilt Miete zu zahlen und ihr normales Leben aufrecht zu erhalten. Andererseits ist sie an das Dornenland gebunden und immer stärker lässt sie sich in die Regierungsgeschäfte einbinden. Ihr Freund Kiyo ist davon nicht begeistert, auch wenn er selbst immer öfter in die Anderwelt reist um seine schwangere Ex-Freundin zu besuchen. Eugenie ist eifersüchtig, weiß aber, dass sie daran nichts ändern kann, dass Kiyo mit Maiwenn ein Kind haben wird. Sie selbst kann aufgrund der Prophezeihung niemals Kinder haben.

Als Eugenie erfährt, dass im Dornenland Mädchen entführt werden, kann sie nicht anders als sich diesem Problem zu widmen. Es sieht so aus, als treibe eine Räuberbande dort ihr Unwesen, die auch über magische Kräfte zur Beschwörung von Dämonen verfügt. Auf der Spur der Entführer wendet sich Eugenie auch an ihren Vater und dessen bekannte Schamanen aus einer anderen Stadt. Nur leider hilft das auch nicht weiter und bald gerät Eugenie selbst in Gefahr.

Es hat einige

Zeit gedauert, bis ich mich dem zweiten Teil der Dark Swan Serie widmen konnte, irgendwie gab es zwischendurch immer andere Bücher, die sich dazwischen gedrängelt haben. Dabei ist Dornenthron ein vergnügliches und spannendes Leseabenteuer mit einer charismatischen Heldin und viel Tempo. Ich mag den Schreibstil von Richelle Mead, er hat so etwas lockeres, bodenständiges an sich. Alle Figuren sind lebensnah, individuell und dennoch nicht langweilig oder durchsichtig. Dialoge sind umgangssprachlich und straff, es gibt einen feinen Humor und eine gesunde Mischung aus Action, Erotik und Romantik.

Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt findet man sich schnell in die Geschichte ein und bekommt schnell mit, dass in Eugenies Leben meistens Chaos herrscht. Es gibt so vieles, um dass sie sich kümmern muss und nebenbei scheint sie auch stets an mehreren Männern gleichzeitig interessiert zu sein. Da kommen wir dann schon zu dem Aspekt, der die Bewertung dieses zweiten Romans von "Highlight" auf "Gut" geschmälert hat: Eugenie und ihre Beziehungen. Im ersten Teil kommt sie ja mit dem Gestaltwandler Kiyo zusammen, hat aber dennoch ein Stelldichein mit dem charismatischen König Dorian. Wir starten im zweiten Teil mit der Ausgangssituation: Eugenie ist mit Kiyo zusammen, misstraut Dorian, findet ihn aber trotzdem interessant. Und angesichts der Tatsache, dass Kiyo mit Maiwenn ein Kind bekommt, schleicht sich bei Eugenie immer mehr Unzufriedenheit ein. Nun kann es ja ein sehr spannender und unterhaltsamer Zug eines Autors sein, die Handlung mit Dreiecksliebesgeschichten anzureichern. Im Falle von Eugenie ging mir das leider bereits Mitte/Ende von Dornenthron ziemlich auf den Geist. Auch wenn sie eine willensstarke und zupackende Persönlichkeit ist, was Männer betrifft versagt sie meiner Meinung nach völlig. Kaum kommt einer verführerisch daher, schon überlegt sich Eugenie, ob das wohl was wäre. Aus dieser Schwäche heraus wird sie ständig zum Spielball ihrer Verehrer und kann sich auch nicht wirklich entscheiden. Da die Geschichte in der Ich-Form erzählt wird, übertrug sich diese Unentschiedenheit auch auf mich als Leserin. Irgendwann wusste ich nicht mehr, ob ich eher Dorian oder Kiyo besser finde... Eine gleichzeitig frustrierende und faszinierende Erkenntnis.

Die um die hin und herwogende Romanze gelegte Story um die entführten Mädchen ist ganz spannend, als Eugenie selbst in Gefahr gerät, gibt es einige unerwartete Wendungen, die mich sehr verblüfft haben. Richelle Mead traut sich, ihre Figuren drastische Einschnitte erleben zu lassen und "schont" sie in keiner Weise. Die erotischen Szenen sind prickelnd, auch wenn sie meiner Meinung nach durch die Flatterhaftigkeit von Eugenie etwas an Intensität verlieren. Bei Eugenie geschieht viel im Affekt und aus einer Laune heraus, was ultimative Konsequenzen hat. Natürlich spiegelt das ihre zerrissene Persönlichkeit gut wider - schließlich ist sie die Tochter des tyrannischen Sturmkönigs, mir hat diese grobe Art aber nicht so gut gefallen.
Ich würde nicht so weit gehen, Dark Swan als oberflächliche Unterhaltung zu bezeichnen, aber es ist ein fantasievolles, gut erdachtes Abenteuer mit einer quirligen Heldin. Wo ich noch im ersten Teil erwartet hätte, dass es irgendwann mehr Tiefgang geben wird, bin ich Dornenthron nicht fündig geworden.

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