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Dante Valentine: Feuertaufe

von Lilith Saintcrow

Erscheinungsdatum: November 2009
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: Kartoniert mit Klappe, 380 Seiten
Preis: EUR 9,95
ISBN: 3802581962


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
* *** *** ** ***

Perfekt ausgefeilter Sci-Fi Thriller mit dem faszinierendsten Dämon aller Zeiten und einer starken Heldin.

Nach dem nervenzerreißenden

Einsatz in Rigger Hall und dem bösen Aufwallen ihrer traumatischen Vergangenheit gönnen sich Dante und ihr dämonischer Liebhaber Japhrimel eine Auszeit in einer ruhigen Villa in Toscano. Hier kann Dante endlich ein wenig entspannen und sich von ihrem aufmerksamen Geliebten verwöhnen lassen. Doch trotz der scheinbaren Idylle will der Dämon ihr nichts über die Wahrheit von gefallenen Dämonen und ihren Hedairas erzählen, Dante versucht mühsam, in alten Büchern Hinweise zu finden und verbingt Nächte in der Bibliothek. Dann eines Tages meint sie eine Veränderung in Japhrimels Verhalten zu erkennen, er scheint wachsam, unruhig. Endlich eröffnet er ihr, dass es mit dem ruhigen Leben vorbei ist: der Teufel persönlich hat Dante zu einer Audienz gebeten. Zuerst ist Dante außer sich, was kann Luzifer von ihr wollen, hat er ihr nicht schon genug angetan? Dass er Japhrimel tötete, wird sie ihm nie verzeihen. Dennoch fleht Japhrimel sie an, vor dem Höllenfürsten zu erscheinen. Als es zum Treffen kommt, erfährt Dante, dass sie die neue rechte Hand des Teufels werden soll. Sie! Und obendrein soll sie vier der Hölle entflohene, mächtige Dämonen zur Strecke bringen. Japhrimel soll sie dabei unterstützen. Doch schon während der Verhandlungen beginnen sich Zweifel in ihr zu regen. Warum verhandelt Japhrimel mit dem Teufel in seiner Sprache, die sie nicht verstehen kann? Und warum bittet er sie immer wieder, ihm zu vertrauen, egal was geschieht? So sehr sie sich bemüht, Dante kommt nicht hinter die geheimen Pläne ihres Liebhabers. Und dann beginnen die Anschläge auf ihr Leben...

Wow. Diese Serie entwickelt

sich zu meiner absoluten Lieblingsreihe. Der dritte Teil der Dante Valentine Serie ist ein wahres Feuerwerk an Action, Spannung und Dramatik. Ich bin total verblüfft von der Fähigkeit der Autorin, derart komplexe, vielschichte Charaktere zu schaffen, die einen unvorhersehbaren, faszinierenden Gefühls- und Gedankenreichtum besitzen. Mit gewohnt ästhetisch gestyltem, Sci-Fi angehauchtem Schreibstil präsentiert sich hier ein packender Thriller mit atemberaubenden Verfolgungsjagden und eindringlichen Dialogen. Dante Valentine ist eine schwierige, misstrauische Person und wird es auch immer bleiben. Ihre Verbindung zu Japhrimel ist geprägt von ständigen Zweifeln, obwohl er immer derjenige ist, der bis zuletzt zu ihr steht. Doch vieles über Dämonen und auch über ihre Beziehung bleibt im Dunkeln und scheint für Dante unerreichbar. Die Gespräche, die sie mit Japhrimel führt, gehören zu den besten Dialogen, die ich jemals in einem Roman dieser Art gelesen habe. Ganz unterschwellig wird hier manipuliert, gelenkt und verführt. Japhrimel selbst ist unglaublich. Hinter seiner ruhigen, beherrschten und doch feurigen Aura steckt ein uralter, gefährlicher Dämon, der einst als rechte Hand des Teufels gearbeitet hat. Seine Geheimnisse lassen sich nicht leicht lüften und es steckt noch so viel Potential in dieser Verbindung zwischen ihm und Dante, dass es für zig weitere Bücher reichen würde. Was mir sehr gut gefallen hat war die Einflechtung von ein wenig Romantik in die ansonsten kalt-actionlastige Story. Zwar sind wir hier immer noch meilenweit vom Liebesroman entfernt, doch das stört nicht. Überhaupt verzichtet Lilith Saintcrow darauf, ihre Charaktere alles bis ins Kleinste ausdiskutieren zu lassen (wie z. B. bei C. Feehan), sondern sie werden vom Strudel der Handlung mitgerissen, halten sich kurz aneinander fest ohne jedoch zu nah aneinander zu sein. Nur mit Japhrimel ist es etwas Besonderes. Wem die Kate Daniels Serie von Ilona Andrews gefällt, der wird Dante Valentine lieben. Hier ist es sogar noch ein wenig futuristischer, noch waffenlastiger und intensiver. Ich kann nur empfehlen, den "Schritt zu wagen" und den ersten Band zu lesen. Viele schrecken davor zurück, weil das Ende ein katastrophaler Cliffhanger ist. Doch es lohnt sich wirklich dranzubleiben!

„Wer hat dir das angetan?“ Er nahm mich fest in die Arme und presste mich gegen seine nackte Brust. Seine Hitze umhüllte mich, und etwas Zartes glitt über meinen Rücken – er hatte seine Flügel ausgebreitet und mich mit ihnen umschlossen. Ich zitterte, meine Zähne konnten gar nicht mehr aufhören zu klappern, obwohl mir seine Berührung noch mehr Psinergie durch die Wirbelsäule jagte, genauso wie das Mal an meiner Schulter. „Was hast du getan?“ Er schrie nicht – eigentlich war es sogar mehr ein Murmeln –, aber die Möbel im Zimmer stöhnten bei seinen Worten leicht auf. Seine Stimme klang nicht wie meine einladend kehlig. Nein, Japhrimels Stimme klang nach Rasiermessern, nach der kalten Gefühllosigkeit eines tiefen Schnittes in betäubte Haut.

„Die G…g…götter haben mich zu sich g…g…gerufen.“ Allmählich ließ das Zähneklappern nach. Er war sengend heiß, und vor allem war er jetzt hier. „Ich war lange dort. Und wo warst du?“
Er hob mich hoch, trug mich zum Bett, legte mich darauf und schlang die Arme um mich. Mein Schwert auf dem Boden gab einen leisen Ton von sich. Japhrimel hielt mich, als wäre ich ein Kind. Seine Wärme sickerte in meine Haut ein. „Was hast du dir dabei gedacht? Was hast du getan?“

Eine lange Zeit war vergangen, seit die Kälte des Todes das letzte Mal derart intensiv in meinen Körper eingedrungen war. „Du warst nicht da.“ Ich konnte nicht verhindern, dass das ziemlich bockig herauskam. Ich klang wie ein verzogenes Kind mit der rauen Stimme einer Erwachsenen. „Wo warst du?“ „Du bist ganz kalt.“ Er wirkte nachdenklich. Mit dem Kinn fuhr er mir über die Schläfe, und ein Schauer heißer Erregung glitt meinen Rücken hinab. „Offenbar kann ich dich keinen Moment allein lassen, ohne dass du dich irgendwie in Schwierigkeiten bringst. Lieg still.“

Aber ich wand mich aus seiner Umarmung. „Du hast mich verlassen. Wo warst du? Was hast du gemacht? Wo warst du?“ „Lieg still.“ Er packte mich am Handgelenk, aber ich wehrte mich, und schließlich ließ er mich los. Ich zog die Hand weg, aber da hatte er schon instinktiv mein anderes Handgelenk gepackt. Es tat mir nicht weh – er achtete darauf, keinen Nervenpunkt zu drücken oder den Rest meines Arms abzuklemmen –, aber der Griff war sehr effektiv, und ich schnappte nach Luft. „Lieg jetzt wenigstens einen Moment still. Ich werde es dir erklären.“ „Ich will gar keine Erklärung“, log ich und schob ihn mit der freien Hand weg. „Lass mich los.“

„Erst, wenn du mir zuhörst. Ich wollte dich nicht allein lassen, aber eine Vorladung in die Hölle kann man nicht ignorieren. Ich konnte es nicht länger hinausschieben.“ Mein Herz fing an zu hämmern, und ich spürte Kupfergeschmack im Mund. „Wovon redest du? Lass mich los!“ „Wenn du mir nicht zuhören willst, dann muss ich dich eben dazu zwingen. Wir haben keine Zeit für Geplänkel, Hedaira, obwohl ich mich nur zu gern auf jedes Geplänkel einlasse, das du vorschlägst. Aber der Fürst hat uns zu sich gerufen.“ Im ersten Moment konnte ich mit diesen Worten überhaupt nichts anfangen, so wie es einem meistens mit wirklich schlechten Nachrichten geht. Ich hörte auf, mich zu wehren, sackte in mich zusammen, und Japhrimel ließ mein Handgelenk los. Ich schüttelte es aus und legte ihm den Kopf auf die Schulter. Er zog mich fester an sich und strich mir mit den Flügeln sanft über Schultern und Hüfte, eine unglaublich intime Berührung. Inzwischen wusste ich, dass ein geflügelter Dämon – zumindest jene der Höheren Schar, die über Flügel verfügten – es kaum ertrug, wenn man seine Flügel berührte, und sie nur zum Fliegen oder zur Paarung öffnete.

Ich Glückliche, ich Glückliche, so Glückliche. Liebe Götter, hat er wirklich gerade gesagt, was ich glaube, gehört zu haben? „Hast du mich gehört?“, flüsterte er mir ins Ohr. „Der Fürst hat uns rufen lassen, Hedaira.“

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Dante Valentine Serie

Teufelsbraut
Höllenritt
Feuertaufe
Sündenpfuhl
Höllenschlund

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