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Companion: Mein dunkler Gefährte

von Susan Squires

Erscheinungsdatum: Februar 2010
Verlag: Luebbe
Ausgabe: 464 Seiten, Taschenbuchformat
Preis: EUR 6.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Exotisch-historischer Liebesroman mit einem allzu menschlichen Vampir und einer sympathischen Heldin. Etwas lahm.

    

Beth Rochewell, Tochter eines Archäologen und Ian Rufford,

ein englischer Adliger, begegnen sich zum ersten Mal auf dem Frachtschiff Beltrane auf dem Weg nach Großbritannien. Beide haben sie ein hartes Schicksal hinter sich. Beth hat ihren Vater durch einen Unfall verloren und kann ihr geliebtes Leben in Afrika als alleinstehende Frau nicht weiterführen. Und Ian wurde von Piraten überfallen, verschleppt und als Sklave an die grausame Aharti verkauft.

Doch der Dienst als Träger in der unbarmherzigen Wüste war nicht das Schlimmste: Asharti ist ein unmenschliches, blutsaugendes Wesen mit unvorstellbarer körperlicher und geistiger Macht. Sie hat sich Ian untertan gemacht und sein Blut getrunken. Doch im Moment seines Todes gelangt ein Tropfen des mächtigen Blutes in Ians Mund und fortan ist er verflucht, so zu sein wie Asharti. Auf dem Schiff lernen sich Beth und Ian langsam kennen und schätzen, doch Ian setzt alles daran, seine Andersartigkeit zu verbergen. Er ist voller Scham über sich und hofft auf einen Arzt in England, der ihn eventuell heilen kann. Doch die kluge, belesene Beth merkt schnell, dass mit Ian etwas nicht stimmt und kommt ihm auf die Spur.

Mein Dunkler Gefährte ist eine recht gelungene Mischung

aus klassischem historischen Liebesroman und exotischem Abenteuer. Susan Squires hat einen ausführlichen, getragenen Schreibstil mit vielen schnörkeligen Wendungen und ausgiebigen Beschreibungen. Mühelos füllt sie die Seiten mit Monologen und Rückblicken um einen genauen Einblick in die Charaktere zu geben. Ian ist das typische Beispiel eines Vampirs, der keiner sein will. Sein Selbsthass kennt keine Grenzen und er verflucht sich selbst zu einem Leben in Einsamkeit oder sogar dem Tod. Sein Charme und seine Anziehungskraft werden fast völlig von diesem wehleidigen Bild überlagert.

Beth hingegen ist eine mutige, intelligente und offenherzige Person, die in ihrer Unschuld schon fast heilig wirkt. Sie kann Ian sofort akzeptieren, nimmt Gefahren auf sich um ihm zu helfen und bleibt ihm im Herzen immer treu. Er hat sie nicht verdient, das habe ich am Ende des Buches gedacht. Die Geschichte an sich ist nicht verkehrt, leider zieht sie sich am Anfang sehr, was die Lektüre der ersten Hälfte etwas zäh macht. Hat man dann diverse Rückblicke und Annäherungsversuche der Protagonisten hinter sich, entwickelt sich gegen Ende ein recht interessantes Abenteuer mit Spannung und Action. Trotzdem war ich nachher nicht sehr begeistert, insgesamt war der Eindruck des Buches eher ernüchternd. Zum großen Teil lag das für mich am Fehlen von Liebe und Leidenschaft.

Wo zu Beginn kühle Zurückhaltung und Berechnung herrscht, überschattet später die Vergangenheit das romantische Szenario. Auch wenn ich keine vor Schmalz triefende Romanze wie bei C. Feehan erwartet habe, entpuppte sich Susan Squires Roman als eher zu distanziert-realistisch. Irgendwie konnte ich auch nichts damit anfangen, dass Vampirismus durch einen außerirdischen Virus ausgelöst wird, der "Gefährte" genannt wird und sich mit den körpereigenen Genen vermischt. Er kann durch bloße Willenskraft "gerufen" werden und verleiht übermenschliche Kräfte, Unsterblichkeit und die Fähigkeit, andere mental zu beeinflussen. Dieses Motiv gefällt mir auch bei Lara Adrians Breed Reihe nicht besonders.

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