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Das Buch der Vampire: Brennendes Zwielicht

von Colleen Gleason

Erscheinungsdatum: September 2010
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: Taschenbuch, 448 Seiten
Preis: EUR 9.95


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Anspruchsvolle Spannung und eine Vampirjagd mit tollen Helden.

    

Nachdem sie die Vampirmeisterin Lilith erst einmal zurückgeschlagen hat,

sollte für Victoria Gardella eigentlich Ruhe einkehren. Zurück in London muss sie ihrer Mutter erklären, dass sie nicht sofort nach einem zweiten Ehemann Ausschau halten will. Als am hellichten Tage Vampirangriffe geschehen und Unschuldige getötet werden, hat Victoria auch anderes zu tun als sich auf Bällen zu verlustieren.

Doch wie kann es sein, dass ein Vampir unter der Sonne wandeln kann? Victoria erfährt von einem geheimnisvollen Elixir, das den Vampiren solche Kräfte verleiht. Von nun an gerät jeder unter Verdacht, der Mörder zu sein und Freunde werde zu Feinden. Mittendrin ist Victoria, hin und hergerissen zwischen dem charmanten Sebastian und dem schweigsamen Max, und plötzlich richten sich die Mordanschuldigungen gegen sie selbst...

Mit Brennendes Zwielicht geht die Serie um Victoria Gardella

in die vorletzte Runde. Es hat ein wenig gedauert, bis ich wieder in die Geschichte gefunden hatte und nach wenigen Seiten habe ich mich gefragt, wieso ich die Reihe eigentlich so lange habe ruhen lassen. Das Buch ist ein mitreißendes, spannendes und vor allem unvorhersehbares Vampir-Abenteuer mit einer fantastischen Heldin. Wie schon bei den vorherigen Teilen kann ich das Talent der Autorin, Spannung zu erzeugen, nur bewundern. Dabei bedient sie sich keinerlei Effekthascherei oder besonderer Grausamkeit, expliziter Darstellungen oder ähnlichem - die geschickt geführte Story und die undurchschaubaren Charaktere reichen völlig.

Die Erzählperspektive wechselt ständig, gibt aber niemals so viel preis, dass es langweilig wird. Auch wenn ich nicht unbedingt ein Fan von Dreiecksliebesgeschichten bin, mochte ich die Zerrissenheit der Hauptfigur zwischen zwei interessanten und völlig verschiedenen Männern. Der galante und verführerische Sebastian vermag ganz andere Seiten an Victoria anzusprechen als der mürrische, verschlossene und starke Max. Mein Favorit war und ist letzterer und ich habe jede Minute zwischen ihnen genossen. Der Schreibstil ist klar, flüssig und nüchtern, manchmal ein ganz klein wenig selbstironisch. Als Leser fühlt man sich manchmal vom Autor direkt angesprochen, das erinnert ein wenig an Moderation. Die Distanz zu den Figuren, die dadurch entsteht, schadet aber nicht, sondern bringt den Leser immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich hatte nicht dieses Gefühl, in die Geschichte hineingezogen zu werden wie bei Black Dagger oder Dante Valentine.

Wohl vermisst der Romantikfan Passagen mit Liebesschwüren oder ausgedehnte Bettszenen. Hier ist Colleen Gleason sparsam aber nicht zugeknöpft. Ich ziehe ihre wohlplatzierten, prickelnden Dialoge jeder klischeehaften Sexszene aus anderen Büchern vor. Jede Figur lebt ihre Individualität und es kommt ständig zu Konflikten und Auseinandersetzungen. Besonders begeistert bin ich von den Überraschungen, die die Autorin fast wie beiläufig einfügt und während des Lesens dachte ich mir ab und an:"ups, das hätte ich nicht gedacht, dass Person XY so denkt etc.".

So blättern sich die Seiten ohne Mühe durch und ich fühlte mich hervorragend unterhalten. Jegliche Schwärmerei für Vampire sollte man aber zu Beginn der Serie ablegen (oder ganz weit irgendwo im Hinterkopf verstecken), denn die von uns so geliebten Nackenbeißer sind bei Colleen Gleason alle böse, blutrünstig und verdorben. Genau genommen handelt es sich hier auch um keinen Paranormalen Liebesroman, denn keine paranormale Figur hat eine romantische Beziehung zu irgendjemandem. Die Protagonisten sind alle menschlich. Langweilig? Nicht beim Buch der Vampire.

Übrigens finde ich weder das Originalcover noch die deutsche Version davon in irgendeiner Form passend. Das verkitschte Originalcover spiegelt genauso wenig den Ton des Buches wider wie die dahingewischte und unpersönliche Aquarellmalerei auf dem deutschen Titelbild. Leider ist diese Serie bei uns so ein wenig am Rande der allgemeinen Aufmerksamkeit geblieben.

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Das Buch der Vampire

Bleicher Morgen
Schwärzeste Nacht
Blutrote Dämmerung
Brennendes Zwielicht
Sanfte Finsternis




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