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Blood Lily Chroniken: Versuchung

von Julie Kenner

Erscheinungsdatum: Januar 2012
Verlag: Egmont-Lyx
Ausgabe: Kartoniert mit Klappe, 380 Seiten
Preis: EUR 9.99


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
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Seelenlos.

    

Lily läuft die Zeit davon:

bis zur Konvergenz, und damit der Apokalypse auf Erden, bleiben nur wenige Tage und sie muss den Schlüssel finden, um das Dämonentor zu schließen. Denn findet sie keinen weiteren "Oris Clef", muss sie sich selbst opfern, um das Tor zu blockieren und damit die Menschen zu retten. Doch will sie das überhaupt? Die dunkle Seite ist stark in ihr und giert nach der Herrschaft. Als Dämonenkönigin wäre Lily unbezwingbar. Doch an der Seite des geläuterten Dämons Deacon, ihrer reinkarnierten Schwester Rose und ihrer Freundin Rachel wagt Lily die waghalsige Suche nach dem Schlüssel.

So spannend sich die Materie anhört,

so lieblos und ungeschickt wurde sie umgesetzt. Irgendwann musste ich mal das Ende der Trilogie lesen, sonst wäre das Buch für immer in meinem SUB versauert (versubbt sozusagen).

Ich hatte wirklich wenig Freude an Lilys letztem Auftritt. Julie Kenner verpackt ihren Showdown in flapsige, schnodderige Kommentare, splatterige Action und sinnloses Gegrübel. Am schlimmsten fand ich Lilys Unausgeglichenheit, ihren fahrigen, oberflächlichen Charakter und die liederliche Art, mit der ihr Handeln begründet wird. Alle Nebenfiguren sind mir gleichermaßen unsympathisch, allen voran ihre quäkende Schwester Rose, die sich zur Kämpferin wandelt.
Auf knapp 250 Seiten darf sich Lily nun ein paar blutigen Dämonenkämpfen stellen und nach dem letzten Schlüssel suchen. Mordend, stehlend und dumme Sprüche klopfend bahnt sie sich auf brachiale Weise einen Weg durch das Geschehen und wirkt dabei so unauthentisch und prollig, dass ich oft die Augen verdrehen musste.

Es gibt durchaus ein wenig Potential in dieser Geschichte, man hätte eine rasante Endzeit-Urban Fantasy daraus stricken können, doch die Blood Lily Chroniken bleiben weit davon entfernt. Der vermurkste, gefühlskalte Ansatz einer Romanze zwischen Lily und Deacon hat mich auf ganzer Linie enttäuscht und das Ende kommt abrupt, derb und für mich sehr distanziert. Es war mir egal, was aus Lily und der Welt wird, mich haben ihre Sprüche genervt und die Dämonen waren eklig und dumme Hau-Drauf-Gegner. Insgesamt kam ich mir eher vor wie in einem billigen Hack-n-Slay PC Spiel als wie in einem "anständigen" Roman.

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Erwachen
Zerrissen
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